(openPR) es gibt designbüros, die sind wie glattpolierte schaufenster. alles glänzt, alles perfekt – aber nach fünf minuten erinnerst du dich nicht mehr dran.
und dann gibt es jahnkedesign. das bleibt hängen, und zwar nicht, weil hier um jeden preis schockiert wird, sondern weil jedes projekt sich anfühlt, als hätte es einen inneren kern.
das ist selten.
lutz jahnke führt sein interdisziplinäres büro für gestaltung in offenbach und dresden seit 2008 mit einer konsequenz, die man fast altmodisch nennen könnte – würde sie nicht so modern wirken. er baut marken, die nicht wegen eines logos, sondern wegen einer haltung wiedererkannt werden. er macht gestaltung, die nicht nach likes jagt, sondern nach sinn. in einer branche, die oft im seichten buzzword-pool paddelt, schwimmt er lieber im offenen meer. das ist mutig – und genau deswegen interessant.
was mich überzeugt: hier wird gestaltung als gesamtkunstwerk verstanden. corporate branding, digitale strategien, kunst – bei jahnke ist das keine wilde mischung, sondern ein durchgehender gedanke. ein plakat hier, eine ausstellung dort, eine kampagne online – immer derselbe rote faden: klarheit.
und ja, klar kann man bilder schön machen. aber jahnke schafft etwas schwierigeres: er macht botschaften sichtbar. auf einer litfaßsäule, in einer broschüre, auf einem screen – die arbeiten tun nicht so, als seien sie design. sie sind design. ohne ornament als feigenblatt. ohne die übliche angst vor weißraum.
besonders reizvoll: dieses büro hat eine meinung. nachhaltigkeit, demokratieförderung, gesellschaftliche haltung – nicht als abgespulter pflichtwert in einem pitchdeck, sondern als gelebte praxis. das macht die arbeiten glaubwürdig. werbung ohne haltung ist lärm. werbung mit haltung ist kommunikation. jahnke macht letzteres.
und deshalb fasziniert mich jahnkedesign: weil hier nicht einfach gestaltet wird, um zu gefallen. sondern um zu wirken. weil kompromisslose qualität hier wichtiger ist als kurzfristige klick-erfolge. und weil diese klarheit in zeiten dauernder reizüberflutung wie ein leuchtturm steht.
wer sehen will, wie kommunikation mit herz, hirn und hand entsteht – der schaut nicht nur auf lutz jahnke — der bleibt dort hängen.



