(openPR) Straelen, Juni 2025. Als führende Verbände in der Tiergestützten/Pferdegestützten Intervention (TGI/PI) setzt sich der Berufsverband PI gemeinsam mit dem BTI (Bundesverband Tiergestützte Interventionen e.V.) und ISAAT (International Society for Animal Assisted Therapy) klar für eine fundierte und praxisorientierte Weiterbildung ein. Onlinebasierte Formate, die ohne ausreichende praktische Komponenten auskommen, können den komplexen Anforderungen dieser Disziplin nicht gerecht werden. Nur eine Weiterbildung, die wissenschaftliche Fundierung, Interdisziplinarität und vor allem die direkte Arbeit mit Tieren integriert, sichert das Wohl der Tiere und den Erfolg der Interventionen.
Die drei Verbände fordern eine qualitativ hochwertige Ausbildung, die den ethischen und professionellen Standards gerecht wird, die die Branche vertritt. Sie stehen für eine fundierte Weiterbildung, die Theorie und Praxis vereint, um Fachkräfte optimal auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorzubereiten und langfristig das Vertrauen in diese wertvolle Form der Intervention zu sichern.
Ute Slojewski, geschäftsführende Vorsitzende des Berufsverbands PI, erläutert die Problematik rein onlinebasierter Weiterbildungen: „Da alle Weiterbildungen im tiergestützten Bereich „nur“ berufliche Weiterbildungen und keine eigenständigen Berufsausbildungen sind, ist es wichtig, dass die angebotenen (nicht staatlich regulierten) Weiterbildungsangebote möglichst hohen qualitativen Anforderungen entsprechen. In einer Weiterbildung zur pferde-/ tiergestützten Fachkraft muss es daher unbedingt eine Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis geben, was insbesondere auch die praktische Arbeit am Tier einschließt. Ethische und moralische Werte, die die Grundlage dieser Intervention bilden, können nur durch direkte Interaktion mit den Tieren erlernt und verinnerlicht werden. Stresssignale, Kommunikationsverhalten und individuelle Bedürfnisse der Tiere sind essenzielle Lerninhalte, die nicht adäquat in einem Online-Setting vermittelt werden können. Und dies lässt sich auch nicht nur durch ein Praktikum erlernen, sondern muss in einer Ausbildung vor Ort erlebt, umgesetzt und von qualifizierten Dozent*innen auch angeleitet werden. Dazu müssen die Dozent*innen eine hohe Fachkompetenz mitbringen. Ein weiterer wichtiger Punkt, der nur in live-Weiterbildungen stattfinden kann, ist der Austausch über das Gelernte und Erlebte – untereinander, aber auch mit den Dozent*innen. Hier entsteht eine Verzahnung auf mehreren Ebenen, die eine gute, qualifizierte Fachkraft ausmacht.“
Qualität in der Weiterbildung
Für den Berufsverband PI ist die „Qualität in der Ausbildung“ schon seit vielen Jahren ein sehr wichtiges Thema. Eine eigene Arbeitsgruppe, bestehend aus Fachkräften des Verbandes und Vertretern verschiedener Weiterbildungsinstitute, hat detaillierte Leitlinien für die Ausbildung von pädagogisch und therapeutisch arbeitenden Fachkräften mit dem Pferd erarbeitet. Ziel der Leitlinien ist es, einheitliche Ausbildungsstandards für Reittherapeuten und –pädagogen zu entwickeln, wodurch auch eine einheitliche Außendarstellung gegenüber Kostenträgern, Institutionen und anderen Fachbereichen möglich wird. Die Leitlinien machen noch einmal deutlich, dass es in der Pferdegestützten Therapie um seriöse pädagogische, therapeutische und heilpädagogische Arbeit mit beeinträchtigten Menschen geht. Denn eine fundierte Ausbildung dient nicht zuletzt auch dem Schutz und der Sicherheit der Klienten, die die verantwortliche und wertvolle Arbeit der Fachkräfte und ihrer Pferde in Anspruch nehmen.









