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Zwischen Wahrnehmen und Handeln: TU Darmstadt bringt Kognitions-Expertise in internationales Programm SCENE ein

25.04.202510:34 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Mit Professor Constantin A. Rothkopf ist die TU Darmstadt nicht nur die einzige deutsche Institution in dem internationalen Konsortium. Rothkopf, wissenschaftlicher Direktor des Zentrums für Kognitionswissenschaften und Sprecher des Clusters TAM, übernimmt die Leitung des „Human Teams“ innerhalb von SCENE. In dieser Rolle bringt er seine umfassende Expertise in computergestützter Kognitionsmodellierung, maschinellem Lernen und Neurowissenschaft ein.

SCENE wird mit jährlich über acht Millionen US-Dollar von der Simons Foundation gefördert. Die 1994 gegründete und in den USA ansässige Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Forschung in Mathematik und Grundlagenwissenschaften voranzutreiben. Sie fördert verschiedene naturwissenschaftliche Projekte unter anderem die Simons Collaboration Projekte.

Im Mittelpunkt von SCENE stehen Affordanzen – Handlungsmöglichkeiten in der Umwelt, die das Gehirn kontinuierlich verarbeitet und bewertet. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie kodiert das Gehirn diese sensomotorischen Informationen, und wie formen sie die kognitiven Repräsentationen des Menschen? Antworten darauf versprechen neue Einsichten in die grundlegenden Prinzipien menschlicher Wahrnehmung und Entscheidungsfindung.

Ausgewählt wurde das Vorhaben in einem mehrstufigen Verfahren: Aus zunächst 245 eingereichten Projektskizzen blieb SCENE nach zwei weiteren Begutachtungsrunden als einziges Förderprojekt übrig. Insgesamt beteiligen sich 20 Principal Investigators aus den USA, Europa und Israel – darunter Rothkopf als einziger Vertreter einer deutschen Universität. Die offizielle Projektlaufzeit beginnt am 1. Juli 2025.

SCENE ergänzt das Profil der TU Darmstadt als einer der führenden Standorte für Forschung an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz und Kognitionswissenschaft. Das Centre for Cognitive Science der TU Darmstadt verfolgt einen integrativen Ansatz, bei dem KI, Psychologie, Neurowissenschaften und Bewegungswissenschaft systematisch verknüpft werden. Ziel ist ein tieferes, rechnergestütztes Verständnis menschlicher Kognition und deren Anwendung in erklärbarer KI.

Auch der Forschungscluster TAM mit Beteiligung der TU Darmstadt, der derzeit als potenzieller Exzellenzcluster im Wettbewerb der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder steht, profitiert von den Impulsen des neuen Programms. TAM untersucht menschliches Verhalten unter sich wandelnden Bedingungen und entwickelt neue Ansätze zur Modellierung adaptiver und lernender Systeme. Die personelle Schnittstelle zwischen TAM und SCENE – Constantin A. Rothkopf – unterstreicht die strategische Verbindung beider Initiativen.

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