(openPR) Bretzfeld, 8. November 2024 – Krankheitsbedingte Ausfälle verursachen Jahr für Jahr immense Kosten in deutschen Unternehmen. Laut dem Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fallen pro Krankheitstag durchschnittlich 429 Euro an Kosten an. Diese setzen sich aus Produktionsausfallkosten von 163 Euro und einem zusätzlichen Verlust an Bruttowertschöpfung von 266 Euro pro Fehltag zusammen. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) stehen dabei vor großen Herausforderungen, da sie eine geringere personelle Flexibilität haben und der Verlust von Arbeitskraft die Produktivität stark beeinträchtigen kann.
Der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, dass die durchschnittliche Zahl der Krankheitstage in Deutschland 2023 auf 19,4 Tage pro Mitarbeiter gestiegen ist. Mit steigenden Fehlzeiten steigen auch die Kosten: In einem KMU mit 100 Beschäftigten können jährliche Kosten durch krankheitsbedingte Ausfälle schnell auf über 800.000 Euro anwachsen. Unternehmen sind daher zunehmend darauf angewiesen, präventive Maßnahmen zu ergreifen, die die Gesundheit der Mitarbeitenden fördern und so langfristig die Fehlzeiten senken.
Datenbasierte Belastung: Hohe Kosten durch Krankheitsausfälle
Studien des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der Krankenkassen belegen eine alarmierende Zunahme psychischer Erkrankungen, deren Anteil an den Gesamtausfällen jährlich um rund 5 % steigt. Psychische Belastungen, aber auch Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, stellen die Hauptgründe für Fehlzeiten dar. Beispielsweise verursachen psychische Erkrankungen laut DAK-Gesundheitsreport bereits mehr als 14,5 % aller Ausfalltage. Dies führt nicht nur zu einer Kostenbelastung, sondern beeinträchtigt auch die Produktivität und das Betriebsklima.
Krankheitsbedingte Kosten sind nicht nur ein finanzieller Verlust. Unternehmen leiden auch unter indirekten Auswirkungen, wie zusätzlichen Belastungen für verbleibende Teammitglieder, die das Risiko für Überlastung und weitere Krankheitsfälle erhöhen können. Laut einer Stepstone-Studie bleiben Stellen aufgrund von Fehlzeiten oft über 142 Tage unbesetzt, wodurch weitere Vakanzenkosten von bis zu 38.000 Euro je Position entstehen.
Gesundheitsförderung als Kostenfaktor – und als Einsparpotenzial
Präventive Gesundheitsförderung ist eine wirksame Maßnahme, um die Kosten durch Krankheit zu reduzieren. Unternehmen, die aktiv in die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden investieren, profitieren von signifikanten Kosteneinsparungen: Bis zu 25 % der krankheitsbedingten Kosten lassen sich durch betriebliche Gesundheitsförderung und Präventionsmaßnahmen senken. Das 360-Grad-Gesundheitskonzept "Vital360Pro" beispielsweise hat gezeigt, dass eine Kombination aus Gesundheitsbudget, Facharztzugang und digitaler Gesundheits- und Präventions-App die Krankheitstage merklich reduziert und die Mitarbeiterzufriedenheit steigert.
Laut BAuA sinken durch gezielte Gesundheitsmaßnahmen nicht nur die direkten Krankheitskosten, sondern auch die indirekten Kosten, etwa durch reduzierte Fluktuation und höhere Produktivität. Studien belegen, dass Mitarbeiter, die sich gesundheitlich und psychisch unterstützt fühlen, emotional stärker an das Unternehmen gebunden sind und damit weniger anfällig für Jobwechsel sind.
Effektive Maßnahmen zur Kostensenkung
Moderne Gesundheitsprogramme wie ein Gesundheitsbudget, Facharztservice und digitale Präventionsmaßnahmen bieten Zugang zu umfassenden medizinischen und präventiven Gesundheitsleistungen. Sie umfassen:
Flexibles Gesundheitsbudget: Unternehmen stellen Mitarbeitenden ein jährliches Gesundheitsbudget von bis zu 1.500 Euro zur Verfügung, das individuell für Vorsorgeuntersuchungen, alternative Medizin und Zahngesundheit genutzt werden kann. Das Budget kann gezielt für Präventionsmaßnahmen eingesetzt werden, die Krankheitsrisiken minimieren und die Lebensqualität der Mitarbeitenden verbessern.
Schneller Facharztzugang: Der Facharztservice ermöglicht schnelle Arzttermine und verringert die Wartezeiten. So werden Krankheiten frühzeitig erkannt und behandelt, was die Ausfalltage senkt.
Präventions- und Gesundheits-App: Digitale Plattformen die z.B. über 3.000 Programme zur Förderung von körperlicher und psychischer Gesundheit bieten. Sie ermöglichen eine Nutzung rund um die Uhr und fördern durch Gamification und Belohnungssysteme die Motivation und das Gesundheitsbewusstsein der Mitarbeitenden.
Psychische Unterstützung: Aufgrund der steigenden Zahl psychischer Erkrankungen gewinnen Employee Assistance Programme (EAP) an Bedeutung. Die DAK-Studie zeigt, dass gezielte Beratungs- und Präventionsprogramme die psychische Belastung deutlich senken und langfristig die Zufriedenheit und Produktivität fördern.
Fazit: Investition in Prävention rechnet sich
Unternehmen, die in die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden investieren, profitieren mehrfach: Reduzierte Krankheitskosten, eine gesteigerte Arbeitgeberattraktivität und höhere Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeitenden. Durch eine Kombination aus flexiblen Gesundheitsbudgets, schnellem Zugang zur medizinischen Versorgung und digitalen Präventionsprogrammen lassen sich die krankheitsbedingten Ausfalltage und damit verbundene Kosten nachhaltig senken.
In Zeiten des Fachkräftemangels sind attraktive Gesundheitsleistungen zudem ein strategischer Vorteil, um sich von Wettbewerbern abzuheben und qualifizierte Fachkräfte zu binden. Präventive Gesundheitsmaßnahmen bieten für Unternehmen und Mitarbeitende eine Win-Win-Situation, die sowohl die Produktivität steigert als auch die Lebensqualität verbessert.
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Hannes Weindorf
Experte für betriebliche Gesundheitsförderung
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Über Hannes Weindorf
Hannes Weindorf verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge. Mit seinem ganzheitlichen Ansatz und dem innovativen Konzept Vital360Pro hilft er Unternehmen, Krankheitskosten zu senken und sich als attraktive Arbeitgebermarke zu positionieren.










