(openPR) Wer Horst Grabosch bereits gehört oder etwas von ihm gelesen hat, kennt das offenbar ständig oszillierende Wesen des Künstlers. Als seine Trompeter-Karriere 1997 mit einem fulminanten Burnout endete, hatte er bereits in vielen Genres Spuren hinterlassen. Erst 2020 begann sein Comeback als Musiker und Autor und er verblüffte das Publikum erneut mit unerwarteten Klängen und abenteuerlichen Geschichten. Die enge Verbindung zwischen Klang und Wort blieb den neuen und erstaunlich jungen Fans zunächst verborgen, dürfte jedoch spätestens mit seinem gerade erschienenen Musikalbum ‚Und auf einmal sang der Golem neben mir‘ offensichtlich werden. Es handelt sich nämlich hierbei um Vertonungen bereits früher erschienener Gedichte. Dass Grabosch das im Dialog mit einer KI gestaltete, ist bei seiner auch im Alter nicht erloschenen Neugier und seinem zweiten Beruf als Informationstechnologe kaum verwunderlich. Was er allerdings aus der KI herausholte, ist mehr als verwunderlich. Die KI folgt seinen satirischen und ironischen Wendungen und schwenkt auch folgsam in romantische Gefühlslagen um. Sie scheint den Autor tatsächlich zu verstehen und zeigt sich alles andere als seelenlos. Natürlich können wir davon ausgehen, dass der akademisch geschulte Musiker noch nachträglich Hand angelegt hat, aber das Geheimnis liegt wohl eher in Grabosch’s Anweisungen an die KI. Das dürfte wohl kaum kopierbar sein, denn es ist seine ureigenste künstlerische Handschrift. Wenn die Zusammenarbeit mit einer KI zu Kunst werden soll, dann so.













