(openPR) Am Montag den 3.6.2024 um 18:30 Uhr eröffnet die Ausstellung ‘Licht-Farben-Eleganz’ im Japanisch-Deutsches-Zentrum Berlin.
Japanisches Design aus den Meisterwerkstätten von Murano.
Es werden ca. 60 Objekte der Künstler Yoichi Ohira, Kyohei Fujita, Ritsue Mishima und Yasuhiko Tsuchida präsentiert.
Es sind Stücke aus der Sammlung des Berliners Lutz Holz.
Einladung zur Ausstellungseröffnung
im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB)
Der kommende #Open Monday am 3. Juni steht ganz im Zeichen venezianisch-japanischer Glaskunst.
Im Beisein des Sammlers Lutz H. Holz eröffnen wir folgende Ausstellung, zu der wir Sie sehr herzlich einladen:
Licht – Farben – Eleganz
Japanisches Design aus den Meisterwerkstätten von Murano
Glasobjekte von:
Yōichi Ōhira, Kyōhei Fujita, Ritsue Mishima und Yasuhiko Tsuchida
(Ausstellungsdauer: 4. Juni bis 28. August 2024)
Eröffnung am 3. Juni 2024
im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin
Saargemünder Str. 2
14195 Berlin
Deutschland
um 18:30 Uhr
Es sprechen: Lutz H. Holz (Sammler) und Prof. Dr. Dr. h.c. Michiko Mae (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Musik: Philipp Marguerre (Glasharfe)
Link zur Website: https://jdzb.de/de/veranstaltungen/austellung-licht-farben-eleganz
In keinem Land wird Kunsthandwerk so wertgeschätzt wie in
Japan – und kein Ort steht so eindrücklich für Glas wie Murano,
die Insel der Glasbläser in der Lagune vor Venedig.
Die Begegnung dieser beiden Traditionen bringt Spitzenwerke
der modernen Glaskunst hervor.
Von den hier ausgestellten Künstlern war Yoichi Ohira (geb. 1946)
der erste, der sich nach Venedig begab. Ohira hatte in Japan Design
studiert und etwas Glasblasen erlernt, bevor er 1973 ein Kunststu-
dium in Venedig begann. Mit Glas blieb er verschiedentlich in Be-
rührung; seinen künstlerischen Durchbruch erzielte er in der um
1992 begonnenen Zusammenarbeit mit Muraneser Glasmeistern
der Glashütte Anfora: den Glasbläsern Livio Serena und, von 2004
bis 2010, mit Andrea Zilio, sowie mit dem Schleifer Giacomo Barbini.
Ohiras Vasen demonstrieren die Meisterschaft des Muraneser Hand-
werks und wirken in ihrer klaren und zeitlosen, dabei aber viel-
seitigen Gestaltung dennoch durch und durch japanisch.
Kyōhei Fujita (1921–2004) war als Glaskünstler schon fest in Japan
etabliert und hatte dort seine stilistische Entwicklung weitgehend
abgeschlossen, bevor er Venedig 1977 das erste Mal besuchte und
fortan jährlich zurückkehrte, um hier Arbeiten zu schaffen, die sich
von seinem japanischen Werk deutlich unterscheiden. Fujita hatte
1947 bis 1949 bei einem entfernten Verwandten, Toshichi Iwata, als
Glasbläser gearbeitet und war seitdem als freischaffender Glas-
künstler tätig. 1973 stellte er zum ersten Mal eine seiner berühmten
Glasdosen aus, mit denen er mit dazu beitrug, die jahrhundertealte
„Rinpa“-Tradition japanischen Kunsthandwerks in die Moderne –
und insbesondere ins Glas – zu überführen.
Ritsue Mishima (geb. 1962) war als Stylistin für die Werbeindustrie
tätig, als sie 1989 nach Venedig zog. Erst 1996 begann sie, mit Glas
zu arbeiten. Ihr standen und stehen dieselben Meister zur Seite wie
bei Ohira. Sie widmet sich dem gleichen Thema – der Vase – und
führt es skulptural an seine Grenzen. Entgegen der Vorlieben der
Muraneser Glasmacher arbeitet sie nur mit farblosem Glas – das
schließlich, wie sie sagt, alle Farben enthalte.
Yasuhiko Tsuchida (geb. 1969) ist seit 1992 in Venedig sesshaft
und tauchte etwa zwei Jahre später in die glaskünstlerische Welt
ein. Vormals ausgebildet als Koch und tätig als freischaffender
Maler, wurde er 1994 Entwerfer bei der Vetreria Franco Schiavon
auf Murano. Tsuchida arbeitete mit verschiedenen Teams zusam-
men und schuf Werke, die ihm von mancher Seite den Vorwurf
einer allzu großen Nähe zu Ohira eintrugen. Dabei ist sein Werk
durchaus eigenständig – etwas verrückter und weniger zeitlos,
aber doch bisweilen mit einer geradezu magischen Wirkung der
in Farbe und Textur durchwirkten Glasoberflächen.
www.jdzb.de









