(openPR) Die Rhinoplastik ist einer der anspruchsvollsten Eingriffe der Ästhetischen Chirurgie.
Datür gibt es mehrere Gründe:
- Sehr komplexe Anatomie auf kleinstem Raum
- Ineinandergreifen unterschiedlicher anatomischer Strukturen (Knochen/Knorpel/Weichgewebe)
und deren unterschiedliches Verhalten nach einem chirurgischen Eingriff
Deshalb sollte eine Nasenkorrektur nur von einem erfahrenen Spezialisten durchgeführt werden.
Operationsvorbereitung
Wichtig ist die vollständige und ausführliche Untersuchung der Nase sowie die fotografische Doku-mentation. Die Fotografien werden vergrößert ausgedruckt und der Eingriff wird anhand dieser Bilder gemeinsam mit Ihnen geplant.
Die Korrektur der Nase ist für die Harmonisierung der Ästhetischen Achse Nase - Kiefer - Kinn von großer Bedeutung. Sie kann auch im Rahmen von Kiefer-Verlagerungseingriffen zur Optimierung der Gesichtsproportionen und Normalisierung der Nasenatmung erforderlich sein.
Operation
Der Eingriff erfolgt unter Narkose, ist aber tagesstationär möglich. Sie können also nach einigen Stunden wieder entlassen werden.
Zusätzlich zur Narkose wird ein Lokalanästhetikum (Örtliche Betäubung) in den Bereich der gesamten Nase injiziert, was die Blutung während des Eingriffes vermindert.
Abhängig vom Ausmaß des Eingriffes wird die Rhinoplastik in zwei Gruppen unterteilt:
Die geschlossene und die offene Rhinoplastik.
- Bei der geschlossenen Rhinoplastik erfolgt die Schnittführung ausschließlich im Naseninneren. Durch den Eingriff entstehen keine sichtbaren Narben, das Operationsfeld ist aber stark eingeschränkt. Dieses Verfahren ist daher nur für bestimmte Eingriffe im Bereich der Nasenspitze, der Nasenflügel und des Nasenrückens geeignet.
- Bei der offenen Rhinoplastik werden die Hautschnitte in beiden Nasenlöchern durch einen quer verlaufenden Schnitt im hinteren Ansatzbereich des Nasensteges zwischen den Nasenlöchern verbunden.
Auf diese Weise lässt sich das gesamte Operationsfeld darstellen. Die Hautnarbe unterhalb der Nase ist nach Abheilung so gut wie unsichibar. Diese Technik kommt deshalb bei umfangreichen Eingriffen zum Einsatz.
Meist kann bereits vor dem Eingriff bestimmt werden, ob eine geschlossene oder offene Rhinoplastik erforderlich ist. Eine Operation, die zunächst als geschlossene Rhinoplastik geplant ist, kann im Verlauf des Eingriffes aber bei Bedarf auf eine offene Rhinoplastik erweitert werden.
Gelegentlich kann ein Zweiteingriff erforderlich sein. Dieser sollte frühestens sechs Monate nach der ersten Operation erfolgen.
Spezielle Operationsnachsorge
Nach dem Nahtverschluss werden beide Nasenlöcher mit Fettgazestreifen tamponiert. Dadurch werden Blutungen gestillt, die Nase wird von innen gestützt und ein Zuschwellen des Nasenbinnenraumes ver-hindert. Eine solche Schwellung kann zu bleibenden Nasenatmungsstörungen führen. Deshalb sollte die Tamponade, wenn nicht anders angegeben, erst nach einer Woche entfernt werden.
Die äußere Nase wird je nach Ausdehnung des Eingriffes mit einer Metallplatte (Splint) oder einem individuell angepassten Gipsverband geschient, um die Nase zu stabilisieren. Die neugeformte Nase erhält dadurch Form- und Positionsstabilität. Diese Schiene werden Sie zunächst für ein bis zwei Wochen durchgehend tragen. Für weitere zwei bis drei Wochen sollten Sie die Schiene in der Freizeit und nachts anlegen, um die Nase zu schützen.












