(openPR) Weil Sprache der Schlüssel zur Welt bleibt - Unter diesem Motto veranstaltete der Sprach-Kita-Verbund Tuttlingen / Schwarzwald-Baar am vergangenen Donnerstag, den 21.03.24, das Forum Sprach-Kitas im Gemeindezentrum Maria Königin in Tuttlingen. Mehr als 120 Personen waren der Einladung gefolgt und nutzten die Gelegenheit, sich über das Programm zu informieren, das von 2016 bis Mitte 2023 vom Bund betreut wurde und seitdem als Landesprogramm weitergeführt wird – zunächst befristet bis Dezember 2024. Ob und wie es weitergeführt werden kann, dazu fand Staatssekretär Volker Schebesta MdL in seinem Impulsvortrag klare Worte. Er betonte, dass die Landesregierung in den kommenden Jahren sehr viel Geld in den Bereich der sprachlichen Bildung investieren wird. Die Sprach-Kitas werden derzeit aus Mitteln des Kita-Qualitätsgesetzes finanziert. Sofern der Bund auch in den kommenden Jahren zusätzliche Mittel bereitstellt, so der Staatssekretär, ist auch das Land gewillt das Sprach-Kita-Programm in Baden-Württemberg weiterzuführen. Für diese Aussage erhielt Schebesta großen Beifall aus dem Publikum. Viele waren gekommen, weil sie sich Klarheit über die Zukunft des Programms erhofft hatten.
In seiner Begrüßung freute sich Pfarrer Richard Grotz über das große Interesse am Forum. So fanden sich unter den Gästen neben pädagogischen Fachkräften auch Trägervertreter, Mitarbeiter aus Jugendämtern, Kirchengemeinderäte, Fachberatungen, Vertreter der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Elternbeiräte. Persönlich begrüßte er neben Staatssekretär Volker Schebesta Frau Dr. Katerina Zobolou vom Forum Frühkindliche Bildung und MdL Guido Wolf. Grotz erinnerte in seiner Ansprache an die Gründungsphase des Sprach-Kita-Verbundes, dem neben den sechs Kindergärten der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Tuttlingen auch Kindergärten der Katholischen Kirchengemeinde Villingen, der Katholischen Kirchengemeinde zwischen Brigach und Kirnach, der evangelischen Kirchengemeinde St. Georgen, der Katholischen Kirchengemeinde Triberg, Maria in der Tanne sowie der Seelsorgeeinheit Donaueschingen angehören.
Staatssekretär Schebesta ging anschließend in seinem Impulsvortrag mit dem Titel „Sprachbildung als Querschnittsaufgabe im Kindergartenalltag – Chancen und Herausforderung“ auf die Bedeutung der sprachlichen Bildung im gesamtgesellschaftlichen Kontext ein.
Sehr anschaulich konnten sich die Besucher beim Auftritt der SBS-Kindergruppe des Kindergartens St. Vinzenz in Nendingen unter Leitung von Barbara Heni davon überzeugen, wie Sprachförderung durch Musik und Rhythmik unterstützt werden kann.
Bei der abschließenden Podiumsdiskussion stellte Katrin Dursch, Sprach-Kita-Fachkraft im Kindergarten Maria Frieden in Villingen-Schwenningen, ihre „Kinderbibliothek – Von Kindern, für Kinder“ exemplarisch für die Arbeit der Sprach-Kita-Fachkraft vor. Heike Hagen, Leiterin des Familienzentrums Schatzinsel in St. Georgen, stellte fest, dass das Sprach-Kita-Programm das Beste ist, was ihr in 40 Berufsjahren begegnet ist. Dies bekräftigte auch Sonja Liebsch, Sprach-Kita-Fachberatung des Verbundes Tuttlingen / Schwarzwald-Baar. Sie zeigte anhand der Ergebnisse der bundesweit durchgeführten Evaluierung des Sprach-Kita-Programms sehr eindrücklich die nachhaltige Wirkung des Programms auf. Dr. Katerina Zobolou vom Forum Frühkindliche Bildung und Staatssekretär Schebesta diskutierten über notwendige Strukturen zum Erreichen echter Bildungsgerechtigkeit.
Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Gäste in einer Ausstellung der Verbund-Einrichtungen persönlich von den vielfältigen Angeboten der Sprach-Kitas überzeugen. So zeigte beispielsweise der Kindergarten St. Elisabeth aus Donaueschingen sein Green-Screen-Projekt zur Medienbildung. Hier konnte man sich fotografieren lassen und mittels Green-Screen-Technik an einen völlig anderen Ort „beamen“ lassen. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von der Fülle der Materialien und konnten zahlreiche Impulse für die eigene Arbeit mitnehmen.











