(openPR) Manfred Schlitt ist Inhaber der CAS Datenschutz GmbH & Co. KG in Obertshausen. Für Unternehmen aus Außen-, Groß- und Einzelhandel bietet er den Service eines externen Datenschutzbeauftragten. Im Interview verrät der Datenschutzexperte, warum das Thema besonders für Handelsunternehmen von Bedeutung ist.
Herr Schlitt, Datenschutz-Skandale, Hackerangriffe, eine wachsende Sensibilität von Verbrauchern für das Thema Daten: In Unternehmen aller Branchen wächst die Bedeutung des Datenschutzes. Was bedeutet das aber besonders für den Handel?
In der heutigen digitalen Welt ist Datenschutz im Handel von größter Bedeutung. Unternehmen im Einzelhandel, Großhandel oder Außenhandel arbeiten täglich mit sensiblen Kundendaten, Transaktionsinformationen und Lieferantendetails. Der Schutz dieser Daten ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern auch entscheidend für ein vertrauensvolles Verhältnis gegenüber Kunden und Geschäftspartnern.
Sie stehen Unternehmen aus dem Handel als externer Datenschutzbeauftragter zur Verfügung. Was ist Ihre Rolle dabei?
Unsere Datenschutzexperten und ich stehen Unternehmen zur Seite, um Lösungen für den Datenschutz im jeweiligen Handelsunternehmen zu entwickeln. Als externer Datenschutzbeauftragter kennen wir die Anforderungen und Herausforderungen, denen Händler gegenüberstehen.
Wie sehen Ihre Aufgaben als externer Datenschutzbeauftragter im Einzelnen aus?
Die sind sehr vielfältig. Wir unterstützen bei der Erstellung und Überarbeitung von Datenschutzrichtlinien, der Analyse von Datenverarbeitungsprozessen und der Durchführung von Datenschutz-Folgenabschätzungen. Gemeinsam mit dem Kunden entwickeln wir effektive Datenschutzmaßnahmen, um den gesetzlichen Vorschriften gerecht zu werden und Datenschutzverletzungen vorzubeugen.
Auch regelmäßige Datenschutz-Audits gehören bei vielen Unternehmen dazu. Betriebe aus dem Handel stellen damit sicher, dass auch wirklich an alles gedacht ist, was den Datenschutz betrifft, und dies auch entsprechend dokumentiert wird.
Reden wir einmal über die Gefahren. Welche Folgen kann ein Datenschutzverstoß im Handel haben?
Ein Datenschutzverstoß kann für Händler schwerwiegende Folgen haben. Neben den möglichen finanziellen Strafen und rechtlichen Konsequenzen kann es dabei zu einem erheblichen Image-Schaden bei Kunden und in der Öffentlichkeit kommen. Einige Beispiele dazu: Der Verlust von persönlichen Daten oder Kreditkarteninformationen öffnet schmerzhaften Cyber-Attacken Tür und Tor. Er kann zu Identitätsdiebstahl und Betrug führen. Zudem können Datenschutzverletzungen zu enormen finanziellen Verlusten durch Bußgelder, Schadensersatzforderungen und den Verlust von Geschäftsbeziehungen führen.
Wie genau sehen die Abläufe aus, wenn bei Handelsunternehmen in Sachen Datenschutz doch einmal etwas schief geht?
Natürlich ist es unsere erste und wichtigste Aufgabe als Datenschützer im Einsatz für den Kunden dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst dazu kommt. Aber gleichwohl: Im Falle eines Datenschutzvorfalls stehen wir unseren Kunden zur Seite und unterstützen sie bei der Durchführung von Meldeverfahren und der Zusammenarbeit mit den Datenschutzaufsichtsbehörden. Damit aus dieser schwierigen Situation kein dauerhafter Schaden entsteht.
Was sind die Vorteile für Einzel-, Groß- und Außenhändler, wenn sei einen externen Datenschutzbeauftragten in Anspruch nehmen, anstatt einen Mitarbeiter damit zu betrauen?
Ein externer Datenschutzbeauftragter bietet den Vorteil eines objektiven Blicks auf alle Datenschutzpraktiken und eine unabhängige Kontrolle. Dadurch können Handelsbetriebe sicherstellen, dass ihre Daten sicher sind, die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen gewährleistet ist und damit das Vertrauen der Kunden und Geschäftspartner gestärkt wird.











