(openPR) Passend zum Weltfrauentag am 8. März möchten wir Euch die Powerfrau und Gründerin von WeDress Collective, Jasmin Manai-Huber, in einem kurzen Interview vorstellen.
Was hat Dich dazu bewegt WeDress zu gründen?
Jasmin: Tatsächlich gab ein persönliches “Problem” die Initialzündung zur Gründung:
Mir waren Mode und modischer Ausdruck schon immer sehr wichtig - mein Modeappetit war und ist sehr groß. Gleichzeitig setzte ich mich schon 2013 mit Nachhaltigkeit in der Mode auseinander, weshalb ich entschied auf nachhaltige Kleidung umzusteigen und weniger zu konsumieren. Ich wurde in der Folge zur „Heavy Userin“ auf Second-Hand Plattformen und Teil der Fair-Fashion-Welt. Das Thema Verzicht spielte in dieser Zeit natürlich eine stetig wachsende Rolle in meinem Leben, denn es fiel mir wahnsinnig schwer meinen persönlichen Anspruch an Nachhaltigkeit mit meinem Modehunger zu vereinen, gefühlt kam das eine oder andere immer zu kurz. Ich kaufte zwar bewusster und/oder vor allem Second-Hand, wusste aber im Moment des Kaufs schon, das ich das Teil eigentlich nicht behalten will. Hieß, das ich beim Kauf schon gedanklich mit dem Verkauf beschäftigt war - verrückt und anstrengend, oder?
Schließlich kam mir die Idee zu WeDress. Einer Möglichkeit das Konzept Airbnb & Vestiaire Collective in den Modebereich zu übersetzen: Besondere Modestücke genießen solange ich sie wirklich brauche. Konsum & Modegenuss werden verändert und es wird jeder Person ermöglicht, ihren mehr oder weniger vorhandenen Bedarf nach Mode zu stillen – ganz ohne Verzicht und negative Auswirkungen auf Mensch oder Umwelt.
Mode soll & darf Spaß machen, muss aber in unsere Lebensrealitäten passen.
Wann hast du WeDress gegründet?
Jasmin: Im März 2020, tatsächlich 2 Wochen vor dem ersten Lockdown
Was war deine größte Hürde in dieser Zeit?
Jasmin: Die Pandemie, die damit einhergehenden Lockdowns und die Tatsache, das keine Events stattfanden und wir keinen sozialen Interaktionen nachgegangen sind. In dieser Zeit war es sehr schwierig bzw. unmöglich an Menschen, heranzutreten, um sie zum Leihen oder Verleihen zu bewegen, wieso auch? Ein Business aufzubauen, das in diesem Moment keine Relevanz hatte, aber so wichtig sein würde für die Zeit DANACH war eine der schwierigsten Übungen für mich persönlich. Die ersten 1,5 Jahre waren sehr hart und haben uns viel Durchhaltevermögen, Flexibilität und Biss abverlangt. Ich bzw. wir haben viele Qualitäten lernen dürfen, die uns heute stärken.
Was genau ist WeDress und was macht es besonders?
Jasmin: WeDress Collective ist die Full Service SaaS-Lösung für den Fashion Rental. Unsere Vision ist es, die Art und Weise, wie wir Mode erleben, auf nachhaltige und inklusive Weise zu verändern. Im März 2020 sind wir als C2C-Marktplatz gestartet, d.h. wir ermöglichen es Privatpersonen und Brands hochwertige Mode untereinander zu (ver-)leihen. Mittlerweile haben wir mehrere tausend aktive monatliche Nutzer:innen und haben neben Privatpersonen auch über 40 Modemarken (darunter About You, Marcel Ostertag, Le Tanneur...) in die Plattform integriert. Aufgrund der starken Nachfrage entwickeln wir derzeit ein B2B SaaS-Produkt ("The Shopify of Fashion Rental"), um die Mietlösung als White Label anzubieten. Diese Lösung heißt RE-NT und wird es Modeunternehmen unterschiedlicher Größe ermöglichen, ein skalierbares, nachhaltiges & inklusives Verleihsystem aufzubauen. Aktuell befindet sich WeDress Collective in einer Seed-Finanzierungsrunde, um EU-weit zu expandieren, und die B2B SaaS-Lösung auf den Markt zu bringen.
Was uns so besonders macht, ist die Kombination von C2C Expertise im Bereich Fashion Rental und die Übertragung dieses Wissens auf das B2B Modell. Neben den technischen und operativen Besonderheiten, ist aber besonders eines hervorzuheben: Unsere diverse & loyale Community: die Menschen und die Marken, die an eine inklusive & nachhaltigere Modewelt glauben und diesen Weg mit uns gemeinsam gehen, um ein profitables Geschäftsmodell daraus zu kreieren.












