(openPR) Weltweites schlechtes Image der US-Regierung schadet Ruf des Landes - USA nur noch als Wirtschafts- und Sportnation top -
München, 6. März 2007 – Das Bild der USA wandelt sich – nicht zum Guten. Gedanken wie „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ und das Image als „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ werden abgelöst von Fotos aus Foltergefängnissen und der Wahrnehmung der US-Politik als Risiko für die internationale Sicherheit. Selbst als Zuwanderungsland werden die Vereinigten Staaten von Ländern wie der Schweiz, Schweden und Frankreich überholt.
Der neue Anholt Nation Brands Index (NBI), eine weltweite Umfrage, in der Länder in sechs verschiedenen Kriterien verglichen werden, steht im Gesamtranking auf Rang zehn hinter Ländern wie Italien und Japan. GMI (Global Market Insite, Inc.), Anbieter von Online-Marktforschungslösungen, befragte dazu vom 22. bis zum 29. Dezember über 25.000 Menschen aus 35 Ländern.
Das insgesamt noch befriedigende Abschneiden verdanken die Vereinigten Staaten vor allem dem guten Ruf ihrer Wirtschaft und ihrem starken Einfluss auf die zeitgenössische Kultur wie Film und Musik. Als Exportnation rangieren die USA hinter Japan und vor Deutschland auf Rang zwei, und auch in der Rubrik „Innovation in Wissenschaft und Technik“ erhalten die USA von den Befragten noch die Silbermedaille vor der Bundesrepublik. In der Musterdisziplin der Deutschen, der Produktqualität, landen die USA hinter Großbritannien auf dem vierten Platz.
Eine Spitzenplatzierung errangen die USA als Sportnation, denn hier werden sie von den Befragten als stärkste Nation eingeschätzt, und auch im Bildungsbereich genießen die Vereinigten Staaten noch einen guten Ruf. Die Universitäten und Forschungs-einrichtungen gelten als die zweitbesten der Welt - nur noch übertroffen von Großbritannien, aber dicht gefolgt von Kanada und Deutschland.
Wenig Licht, viel Schatten: Schutz der Menschenrechte sowie Sicherheits- und Umweltpolitik stehen am Pranger
Am schlechtesten schneiden die USA nach Meinung der Befragten in der Rubrik „Regierungspolitik“ ab. Hier belegt das Land Rang 24 von 38. Bei der Frage, wie fair und ehrlich das Land regiert wird, belegen die USA im internationalen Vergleich Platz 23, und bei der Frage nach der Bekämpfung von Armut und Umweltzerstörung Rang 24. Wenig besser sieht es beim Schutz der Menschenrechte aus. Hier rangiert das Land an 19. Stelle. Auf einem Abstiegsplatz (Position 32) zusammen mit Ländern wie Russland (35), China (36) und dem Iran (38) finden sich die USA bei der Frage nach einer verantwortungsvollen Sicherheitspolitik wieder.
Auch als Ziel für Touristen haben sich die USA von den führenden Nationen verabschiedet. Italien, Frankreich und Spanien sind die beliebtesten Urlaubsziele, wohingegen die Vereinigten Staaten den 21. Platz belegen. Deutschland schafft es hier immerhin auf Rang zwölf. Ebenfalls, wenn auch knapp vor den USA, behauptet sich die Bundesrepublik in der Frage, wie willkommen sich Menschen im jeweiligen Land fühlen. Die USA finden sich hier ebenfalls an 21. Stelle wieder – Deutschland auf Platz 20.
Simon Anholt, Regierungsberater und Erfinder des NBI, weist vor allem auf die rückläufige Popularität der USA als Zuwanderungsland hin. „Die Vereinigten Staaten, das war einmal das klassische Einwanderungsland. Nun rangieren die USA in der Kategorie Immigration auf Rang acht hinter Deutschland und Frankreich und knapp vor den Niederlanden und Dänemark. Trotz einer starken Wirtschaft und angesehenen Universitäten scheint das Land viel von seinem Reiz als Zuwanderungsland verloren zu haben. Das insgesamt schlechter werdende Image der USA hinterlässt wohl auch hier seine Spuren.“
Eine Kurzzusammenfassung des Q4 2006 NBI Reports steht unter www.nationbrandindex.com zum Download zur Verfügung.
Grant Butler Coomber
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Über den Anholt Nation Brands Index
Der Q4 2006 Anholt Nation Brands Index wurde zwischen dem 22. und 29. Dezember 2006 auf der Plattform von GMI durchgeführt. In jedem der 35 Länder wurden basierend auf Alter, Geschlecht und, wenn geeignet, Region und Volkszugehörigkeit zwischen 200 und 1.000 repräsentative Stichproben genommen – in Ägypten, Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Russland, Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien, Südafrika, Südkorea, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und USA. Für mehr Informationen zur Anholt Nation Brands Index Methodologie kontaktieren Sie bitte GMI (Global Market Insite, Inc.) unter
Über Simon Anholt
Simon Anholt ist eine weltweit anerkannte Autorität auf dem Gebiet des Markenimage von Nationen, Regionen und Städten. Er ist Mitglied der britischen Regierungskommission Public Diplomacy Board und unabhängiger Berater für rund 20 weitere nationale, regionale und städtische Regierungen für Markenstrategie und Staatsdiplomatie. 2005 entwickelte Simon Anholt das Konzept des Nation Brands Index. Er ist Gründer und Herausgeber des vierteljährlich erscheinenden Journals „Place Branding and Public Diplomacy“ und Autor von „Brand New Justice“, „Brand America“ und „Competitive Identity - the New Brand Management for Nations, Cities and Regions“. Weitere Informationen über Simon Anholt erhalten Sie im Internet unter www.earthspeak.com oder per Email an
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