(openPR) Kieler Startup entwickelt intelligente maritime Datenplattform (MDP) zur Gewinnung von High-Speed-Ergebnissen der Vermessung
Kiel, September 2022. Die maritime Vermessung ist einer der schwierigsten und zeitintensivsten Schritte bei Offshore-Windenergieprojekten. TrueOcean verkürzt mit seiner cloudbasierten maritimen Datenplattform (MDP) den Prozess der Datenverarbeitung zu Informationen radikal. Unterwasser-Sensordaten können nahezu in Echtzeit abgerufen werden. Darüber hinaus beschleunigt die automatisierte Analyse den Prozess für qualitativ bessere Ergebnisse mit standardisierten Parametern. Nach drei Jahren Entwicklungszeit gibt das Unternehmen nun die offizielle Produkteinführung bekannt.
Das Kieler Team bringt die Geschwindigkeit der Cloud-Technologie, wie sie Anwender aus anderen Branchen kennen, in die maritime Industrie. Die Daten werden nach höchsten Sicherheitsstandards in einer speziell für Sensordaten optimierten Plattform gespeichert. "Wir werden sukzessive weitere Automatisierungen und branchenspezifische Dienste integrieren", betont Mitgründer und Geschäftsführer Frithjof Hennemann. Die Plattform unterstützt aber schon jetzt massiv den Datenwertstrom von Windenergiebetreibern: "Erfasste Daten können direkt an unsere Plattform übermittelt werden. Die Daten werden sicher in einem gepflegten und gesicherten Datenraum gespeichert und stehen für die Verwaltung und Verarbeitung bereit. Sie sind für alle Projektbeteiligten entsprechend ihrer Erlaubnis zugänglich."
Insbesondere wenn in Zukunft autonome Fahrzeuge zur Datenerfassung eingesetzt werden und ein entsprechendes Netz (Satellit, 5G oder andere) zur Steuerung dieser Schiffe zur Verfügung steht, kann es auch zur Datenübertragung genutzt werden. Diese zukünftigen Operationen erfordern neue und innovative digitale Werkzeuge. Die Autonomie wird den Personal- und Zeitaufwand massiv reduzieren. Sie werden die Kosten pro gesammeltem Datensatz senken. Die Datenmenge wird ständig und exponentiell ansteigen.
"Wann sind Sie so weit?", war die typische Antwort, die die TrueOcean-Gründer erhielten, als sie ihre Plattform den Windenergieunternehmen vorstellten, und nicht etwa kritische Fragen. "Die Bereitschaft, in Offshore-Windparks zu investieren, ist nach Jahren des Nullwachstums wieder da", erklärt Frithjof Hennemann. "Wir haben Glück mit unserem Timing." Erst kürzlich hat die Bundesregierung das neue Windenergiegesetz verabschiedet, das bis zum Jahr 2030 die Erzeugung von mindestens 30 Gigawatt Energie auf See vorsieht. Die Unternehmen bemühen sich nun verstärkt, ihre Projekte zu beschleunigen. Ihre digitale Infrastruktur ist jedoch nicht auf die neuen Erwartungen vorbereitet.
TrueOcean-Gründer Jann Wendt, der sich als Experte und Investor an verschiedenen maritimen Forschungsprojekten beteiligt hat, erkannte bereits 2019 den Nachholbedarf: "Viele Unternehmen nutzten noch Festplatten, um Vermessungsdaten zur Analyse an Land zu bringen. Es dauerte Wochen, bis die Ergebnisse vorlagen, und nochmals Wochen, bis die Messungen angepasst und neue Ergebnisse ausgewertet werden konnten." Herkömmliche Cloud-Lösungen sind für die maritime Industrie nicht geeignet; das Herunterladen solch großer Datenmengen wäre zu kostspielig. Jann Wendt sah eine Chance auf dem Markt - und gründete mit Frithjof Hennemann und Onno Bliß TrueOcean.
Vom 27. bis 30. September 2022 wird TrueOcean auf der Weltleitmesse WindEnergy Hamburg ausstellen und interessierten Windenergie-Akteuren seine maritime Datenplattform in einer Live-Demo vorstellen (Halle B7, Stand JIU.005).










