(openPR) LEOSTEENsteinholz
Bei der Rekonstruktion von Wohnungen kommen immer wieder historische Baustoffe zum Vorschein. Diese stehen zum
Teil unter Denkmalschutz und dürfen nicht so einfach entfernt werden. Außerdem bieten diese hervorragende Eigenschaften, die in Haltbarkeit, Qualität und Nutzungsdauer neue Baustoffe übertreffen.
Dazu gehört auch ein als Fußboden verwendetes Material mit der alten Bezeichnung Steinholz. Der Name ist leicht irreführend, es handelt sich eigentlich um einen Estrich. Meist in einer rotbraunen Färbung. In der Vergangenheit
wurden Fußböden in einem 2-Schicht Verfahren ausgeführt in der unteren Schicht waren Holzspäne zur Dämmung eingemischt. Daher die Bezeichnung Steinholz. Die alte Technologie für die Herstellung von Fußböden war fast
vergessen.
Eher zufällig bin ich bei der Restaurierung einer alten Gründerzeitvilla auf diese Technologie und ihr Potential als modernen Baustoff gestoßen.
In den vergangenen Jahren habe ich viele Steinholzböden restauriert. Besonders in Berlin wurden bis in die Nachkriegszeit viele Wohngebäude mit Steinholzfußböden ausgestattet. Dort habe ich auch viele Aufträge zur Restaurierung ausführen können.
Vor ungefähr 15 Jahren wurde ich mit der Wiederherstellung von Natursteinen an einem Gründerzeitgebäude beauftragt. Die beauftragten Architekten fragten, ob ich eine Lösung zur Restaurierung des Steinholzboden habe. Anfragen dieser Art gab es in der Vergangenheit öfter, aber nicht die Zeit um die Technologie zu erforschen..
Da bis zum nächsten Auftrag noch etwas Zeit war, konnte ich mich mit der Technologie beschäftigen und die Zusammensetzung analysieren. Nach vielen Versuchen und Änderungen der Inhaltsstoffe konnte der Fußboden nach historischem Vorbild wiederhergestellt werden.
Dieser Steinholzbelag wurde beim Bau des Gebäudes um 1901 mit der wunderschön farbigen Gestaltung und umlaufendem schwarzen Band hergestellt.
Dabei wurde in einem zwei Schicht-Verfahren eine Mischung mit Magnesium aufgetragen. Auf Holzbalkendecken wurde eine Ausgleichsschicht mit Holzspänen und Sägestücken vergossen (daher die Bezeichnung Steinholz). Die zweite Schicht bestand nur aus mineralischen Bestandteilen, keramischen Körnern und Farbpigmenten. Danach wurde der gesamte Boden geschliffen und mit einem Bohnerwachs versiegelt.
Alle alten Klebereste wurden bei der Restaurierung entfernt, kleine Fehlstellen, durch Umbauten verursacht, wurden ergänzt, die Oberflächen wiederhergestellt und in der alten Technologie mit Wachs versiegelt.
Heute dient dieser Raum als Eingang für ungefähr vierzig Mitarbeiter eines Architekturbüros, die diesen ohne besondere Rücksicht auf Beschädigung nutzen können.
Bei Analyse und vielen Informationen aus historischen Quellen lernte ich die vielseitigen Möglichkeiten für einen ökologisch bedeutsamen Baustoff kennen und schätzen. Zu Unrecht wurde das Verfahren vergessen.
Durch die verstärkte Anwendung von Acryl-, PVC- und Epoxidharz- basierenden Baustoffen, die eine leichte Verarbeitung für ungelernte Arbeiter ermöglicht, wurden Naturbaustoffe vom Markt verdrängt. Jedoch hat man bei der geringen Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren einen hohen Verschleiß und Folgekosten. Nicht zu unterschätzen sind die lebenslangen Ausdünstungen und Lösungen von chemischen Bestandteilen der Produkte, die nachgewiesen negativen Einfluss auf unser menschliches System haben.
Neuerdings verstärkt sich der Ruf nach gesundheitlich unbedenklichen und nachhaltigen Baustoffen in Wohngebäuden.
Seit ungefähr 15 Jahren fertigt mein Unternehmen die auf der „Steinholz“-Technologie basierende LEOSTEENsteinholz
Beschichtungen und Designprodukte.
Dabei kann die Beschichtung mit LEOSTEENsteinholz Produkten einen Beitrag leisten.
Das Verfahren habe ich modifiziert und passte es den modernen Anforderungen der heutigen Bauherren an. In der
neuen Zusammensetzung befinden sich keine Holzanteile mehr.
LEOSTEENsteinholz Produkte können auf fast allen Oberflächen aufgetragen werden. Dabei entsteht eine hauchdünne sehr harte aber elastische Beschichtung von 2 bis 5 mm Dicke je nach Nutzung. Für Fußböden in Wohngebäuden werden in der Regel Stärken ab 5mm benutzt.
Die Oberflächen werden geschliffen und poliert, mit einem Naturlack werden die Porenräume geschlossen.
Mit einem Zusatz von Carnaubawachs im Wischwasser zur Versiegelung kann die Unterhaltspflege vom Nutzer selbst ausgeführt werden.
Die Gestaltung der LEOSTEENsteinholz Produkten-Oberflächen reicht von Naturfarben weiß bis tiefschwarz, es könne alle Farben nach der RAL-Farbtabelle ausgewählt werden. Dabei können stark farbige Oberflächen hergestellt werden. Neben einfarbigen Beschichtungen können Zusätze aus Marmor- oder Basaltsplitte eingemischt werden. Diese Mischungen werden dann als Terrazzo bezeichnet. Außerdem haben sich als Gestaltungselemente die Einbindung von Mosaiken, Edelstahl-, Messing- oder Aluminiumschienen bewährt. Den Gestaltungsideen sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Mit LEOSTEENsteinholz Produkten beschichtete Tische sind im Unterschied zu massiven Betonmöbeln noch per Hand zu transportieren. Dabei werden Konstruktionen aus Holz hauchdünn beschichtet.
asr LEOSTEEN
Carsten Kuhn











