(openPR) Im World Distribution Center (WDC) in Heusenstamm bei Frankfurt wickelt der Logistikdienstleister Geis Industrie-Service GmbH für Siemens Medical Solutions die weltweite Ersatzteillogistik ab. Um die Produktivität und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter weiter zu verbessern, entschloss sich der Dienstleister, Mitte des Jahres 2005 von der Arbeit mit Datenfunk (MDEs) auf Pick-by-Voice umzurüsten. Im Rahmen dieses Optimierungsprozesses tauschte Geis außerdem die handgeführten Transportgeräte im WDC aus. Fünf Tischwagen des Herstellers fetra sorgen heute dafür, dass die Mitarbeiter mehr Produkte pro Transport mitführen können und trotzdem weniger physische Kraft aufwenden müssen als zuvor.
Im WDC Heusenstamm lagert der weltweit an 47 Standorten vertretene Logistikdienstleister Geis für Siemens Medical Solutions medizinische und technische Ersatzteile. Das Lager umfasst 100.000 Fachbodenplätze und 10.500 Palettenplätze für die Bevorratung der Artikel, die zwischen drei Gramm und 4,2 Tonnen wiegen und in ihrer Größe stark variieren. Um sicherzustellen, dass jeder der täglich rund 1.000 Aufträge noch am selben Tag ausgeliefert wird, darf deren Abwicklung vom Eingang der Bestellung bis zum Versand maximal 30 Minuten dauern. Um dieses Zeitlimit einhalten zu können, müssen die Geis-Mitarbeiter besonders bei der Kommissionierung schnell und effizient arbeiten. Die Wagen, die Geis vor der Umrüstung auf die Transportgeräte von fetra einsetzte, hatten ein höheres Eigengewicht und waren deshalb relativ schwergängig. Außerdem waren die beiden beladbaren Flächen erheblich kleiner. Allein die Aufbauten für die MDEs belegten knapp die Hälfte der oberen Etagen dieser Wagen. Darüber hinaus verhinderten Seitenwände an den Schmalseiten, dass die Kommissionierer die Wagen von allen Seiten be- und entladen konnten. „Unser Ziel war es, mit einem leichtgängigen, wendigen Wagen zu arbeiten, der deutlich mehr Waren als bisher auf einmal transportieren kann. Gleichzeitig mussten wir berücksichtigen, dass die Gassen im Bereich der Fachbodenregale sehr schmal sind“, erläutert Geis-Niederlassungsleiter Jochen Maul die Anforderungen an die neuen Transportgeräte. Zunächst gab Geis deshalb bei der Firma fetra Transportgeräte eine Sonderanfertigung in Auftrag, um einen besonders schmalen Wagen mit möglichst vielen Etagen zum Abstellen der Waren zu entwickeln. Im Rahmen der Pick-by-Voice-Pilotphase testeten die Geis-Mitarbeiter diese Sonderanfertigung im laufenden Betrieb. Hier stellte sich schnell heraus, dass dieser Wagen zwei gravierende Nachteile hatte: Zum einen konnten die Mitarbeiter beim Mitführen des Wagens nicht ausreichend zwischen den Etagen hindurch- bzw. über die oberste Etage hinwegsehen. Zum anderen wies der Wagen aufgrund der in Relation zur Breite sehr großen Höhe ein unruhiges Fahrverhalten auf.
Auswahl des optimalen Transportgeräts
„Als sich zeigte, dass unsere Vorstellungen in der Praxis nicht sinnvoll 1:1 umgesetzt werden können, haben wir einen Fachmann von fetra eingeladen und ihm unsere Anforderungen dargestellt“, berichtet Niederlassungsleiter Maul. Der fetra-Mitarbeiter traf anhand der genannten Aspekte eine Vorauswahl von Standardprodukten. Anschließend präsentierte er den Verantwortlichen bei Geis den Tischwagen, der den Anforderungen in besonderer Weise entsprach, bei einem Referenzbesuch im Lager eines Kunden. „Als feststand, dass wir mit einem Standardprodukt arbeiten werden, haben wir auch mit einem weiteren Anbieter von Transportgeräten Gespräche geführt. Allerdings war die Qualität der Beratung hier bei weitem nicht so gut, so dass wir uns sehr schnell für die Zusammenarbeit mit fetra entschieden haben“, betont Maul. Die Verantwortlichen bei Geis entschieden sich letztendlich, im WDC Heusenstamm fünf Tischwagen einzusetzen. „Die Tischwagen verfügen über zwei Ladeflächen von jeweils 1 x 0,60 Metern und können bis zu 250 Kilogramm transportieren. Diese Wagen können von allen vier Seiten problemlos be- und entladen werden“, erläutert Hinrich Fechtel, Produktionsleiter bei fetra.
Einsatz der Transportgeräte
Eingesetzt werden die fetra-Transportgeräte im Siemens-Medical-Solutions-Lager sowohl bei der Einlagerung als auch bei der Kommissionierung und im Warenausgang: Im Wareneingang prüfen die Mitarbeiter die Produkte zunächst und verbuchen sie im Lagerverwaltungssystem. Anschließend verpacken sie diese nach Kundenvorgaben, da die Zeit nach der Kommissionierung hierfür aufgrund des erwähnten Zeitlimits von 30 Minuten für die Bearbeitung eines Auftrags nicht ausreicht. Die Mitarbeiter laden die fertig verpackte Ware auf einen der Wagen und scannen die Etiketten der Waren an. Anschließend werden die Mitarbeiter über die Pick-by-Voice-Technologie aufgefordert, diese Waren an vom LVS festgelegten Lagerplätzen einzulagern. Die Kommissionierung der eingelagerten Waren erfolgt nach Lagerbereichen getrennt. Auch hier führt das Lagerverwaltungssystem die Geis-Mitarbeiter mit Hilfe der Pick-by-Voice-Technologie mit ihren Transportgeräten wieder wegeoptimiert an den Regalen entlang. Heute müssen sie beim Beladen der Tischwagen nicht mehr darauf achten, in welchem Winkel zum Regal sie diesen abstellen, da die neuen Wagen von allen Seiten beladen werden können. Dies ist gerade bei sperrigen oder besonders schweren Artikeln von Vorteil. Nach Abschluss der Kommissionierung werden die Geis-Mitarbeiter über Pick-by-Voice in den Warenausgangsbereich geleitet und führen dort die verschiedenen Positionen eines Auftrags für die Versendung zusammen. „Das Beispiel Geis zeigt, dass das Spektrum unserer Transportgeräte einen großen Teil der Anforderungen des Lager- oder Betriebsalltags abdeckt, so dass Kunden fast immer auf praxisbewährte Standards zurückgreifen können. Für den Kunden hat dies den Vorteil, dass die Standardprodukte in der Regel kostengünstiger und schneller lieferbar sind als Sonderanfertigungen“, stellt Jochen Fechtel, Vertriebsleiter bei fetra fest.
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Jochen Fechtel • Fechtel Transportgeräte GmbH
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