(openPR) Essen, 07.05.2021. Ökologische Häuser: Auf dem deutschen Immobilienmarkt gewinnen sie für Bauherren und Privatpersonen immer mehr an Bedeutung. Aufgrund der zunehmenden ökologischen Notwendigkeit nutzen viele Bauunternehme innovative, klimafreundliche Alternativen zu den EnEV-Standard-Neubauten. Doch halten ökologische Eigenheime das, was sie versprechen?
“Die ökologischen Bauten zeichnen sich durch eine von Grund auf nachhaltige Konstruktionsweise aus”, erklärt Immobilienexpertin Monika Kirchner von https://kirchner-immobilien.com. Der Fokus liegt auf der Verwendung umweltschonender Materialien wie Holz und Stroh, Lehm oder Kork. Ein niedriger Energieaufwand sowie geringe CO2-Emissionen sind bei der Herstellung der Baumaterialien besonders wichtig. Außerdem sollten diese biologisch abbaubar und nachhaltig entsorgbar sein. Effektive Dämmungseigenschaften und möglichst geringe logistische Aufwendungen (kurze Transportwege) sind ebenso von großer Bedeutung.
“Gerade 2020/2021 zeigt sich eine deutliche Entwicklung in Richtung des nachhaltigen Bauens, so löst die Nachhaltigkeit das Aussehen zunehmend als Hauptkriterium für den Hausbau ab”, so Kirchner. In diesem Zuge spielen u.a. die Auswirkungen der nachhaltigen Materialien auf das Alltagsleben und die Lebensqualität der Bewohner eine immer größere Rolle.
Doch was sollte Hausbauende davon überzeugen, in ein ökologisches Eigenheim zu investieren? Eines der entscheidenden Kriterien im (privaten) Hausbau ist der Kostenfaktor. Hier gilt es, gründlich zu planen, um die entstehenden Kosten so gering wie möglich zu halten. Doch ist das mit einem ökologischen Hausbau überhaupt möglich? “Ja, ist es”, berichtet Kirchner. “Vor allem der Kostenfaktor ist ein wichtiges Plus der ökologischen Bauweise.” Bei der langfristigen Betrachtung der Kosten nach einem Zeitraum von 50 Jahren wird deutlich, dass die Amortisation erreicht wird und oftmals das nachhaltige Bauen langfristig sogar günstiger ausfällt als bei konventionellen Bauwerken.(3) “Wir selbst bewohnen ein Haus mit Erdwärmepumpe und haben zusätzlich eine Photovoltaikanlage installiert. Wir produzieren von 6.000 kWh, die wir benötigen, zirka 4.000 kWh auf unserem Dach. Den Rest kaufen wir als Sonnenstrom dazu, was die laufenden Kosten sehr überschaubar hält. Das rechnet sich schon nach einigen Jahren”, so Kirchner.
Mit gutem Gewissen heizen?
Die Höhe der Investition hängt maßgeblich von den verwendeten Baustoffen und der installierten Technik ab. So ist etwa die Heizanlage en wesentlicher Kostentreiber. Günstige Optionen dafür sind eine Luft-Wärme-Pumpe oder eine Verbindung aus Gas-Brennwerttherme und Solaranlage. Aufgrund der staatlichen CO3-Bepreisung fallen Pellet-Heizungen günstiger aus, da sie von der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, intensiver gefördert werden.
“Durch die spezielle Funktionsweise der Erdwärmepumpe kann Wärme aus dem Erdreich gewonnen und nutzbar gemacht werden. Unsere Erdwärmepumpe beispielsweise benötigt nur geringen Strom und produziert Wärme ohne Verbrennung. Wir haben keinen Schornstein auf dem Dach und heizen mit einem wirklich guten Gefühl”, berichtet Kirchner. “Unser Haus würde als Kf§-40 eingestuft werden, eine Niedrigstenerglösung".
Staatliche Fördermittel
Die KfW ist eine staatliche Förderbank, die u.a. Energieeffizienzeinteilungen von Gebäuden vornimmt. Dabei unterscheidet sie bei Neubauten zwischen “KfW-40”, “KfW-50” und “KfW-70”, die den präimären Energiebedarf eines Neubaus mit einem hundertprozentigen KfW-100-Referenzhaus in Prozent vergleichen. Ein Haus der Energieeffizienzklasse KfW-40 hat somit einen 60 Prozent niedrigeren Primärenergieverbrauch als ein Gebäude der Klasse KfW-100.
Bis mindestens Mitte des Jahres 2021 stellt die KfW staatliche Mittel aus dem “Programm 153” zur Verfügung, das Bauunternehmer bei ihren Vorhaben unterstützt. Unabhängig von der Energieeffizienzklasse können Krediten in Höhe von bis zu 120.000 Euro pro zu bauendem Objekt genutzt werden. Der aktuelle Sollzins beträgt abhängig von der Laufzeit 0,75 oder 0,95 Prozent. Je nach Energieeffizienz kann von einem Tilgungszuschuss bis zu 30.000 Euro Gebrauch gemacht werden, der kombiniert mit vorher beschriebenen Krediten einen negativen effektiven Jahreszins ergibt. Sofern ein Haus die Energieeffizienzklasse KfW-40-Plus hat oder eine zertifizierte Nachhaltigkeit nachgewiesen werden kann, kann bis zum 15. Juli 2021 ein Kreditbetrag von 150.000 Euro beansprucht werden. Gute Planung und die Umsetzung einer zweiten Wohnmöglichkeit für Kinder und Eltern erlauben sogar die Beanspruchung der doppelten finanziellen Förderung.
Nachhaltiges Wohnen einfach realisieren
Durch klimafreundliche Baustoffwahl, Qualitätskontrollen während des Baus,spezialisierte Handwerker und Planer und ein gutes Lüftungssystem kann der Bau eines nachhaltigen Familienhauses realisiert werden. Die Verwendung von Holz als Baustoff eignet sich besonders für die Konstruktion. Aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften für den Hausbau wie beispielsweise seiner Langlebigkeit, seiner hohen Isolierkraft und der Tatsache, dass es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, ist er vielfältig einsetzbar. Er eignet sich besonders gut für Holzkonstruktionen oder als Dämmstoff in Form von Holzfasern. Das garantiert eine angenehme Wohnatmosphäre und einen ausgewogenen Energiehaushalt. Aktuell stellt das ökologische Bauen für Privatpersonen sowie Investoren eine echte Alternative dar. Attraktive Förderangebote des Staates ermöglichen Familien den Traum eines klimafreundlichen Eigenheims und sorgen für eine auch langfristig günstigere Option des Häuserbaus. Der Geldbeutel bleibt also verschont und die Umwelt ebenso.














