(openPR)
In Münster wurden nun weitere wichtige Grundsteine zur Einrichtung eines integrierten TeleNotarzt-Systems gelegt. Mit diesem System können vorhandene Notarzt-Ressourcen optimaler genutzt oder die Zeit bis zum Eintreffen am Einsatzort effizient überbrückt werden. Nun sind bereits zwei Rettungswagen mit dem neuen System im Einsatz.
Das Projekt „TeleNotarzt Münster“ geht große Schritte in die nächste Runde: die erweiterte sog. Phase 2. Das bestehende telemedizinische System, bereitgestellt durch die Firma ZOLL Medical, wird ergänzt um eine Integration mit der Software AescuLink der Firma Global Healthcare. Hierdurch wird die bisher rein telefonische Begleitung oder Beratung durch den Notarzt ergänzt. Jetzt entsteht in der Stadt Münster ein vollintegriertes System, das die Übertragung wichtiger Überwachungsdaten des Patienten, Video- und Bildübertragung aus dem Rettungswagen oder vom Einsatzort sowie die beiderseitige Kommunikation zwischen den Notfallsanitätern an der Einsatzstelle und dem Notarzt in der Leitstelle oder Klinik vereint. Rund30 Notfallsanitäter und Notärzte wurden Ende 2020 auf das neue System geschult, das nun ab dem 01. März dieses Jahres auf zwei Rettungswagen (RTW) im Stadtgebiet eingesetzt wird.
„Wir freuen uns, dass wir mit unserem Projektpartner ZOLL in die nächste spannende Phase des ‚TeleNotarzt Münster‘ starten können. Zunächst werden wir mit zwei Rettungswagen und zwei Teams in die Pilotphase gehen. Wir hoffen aber, in Zukunft die Kapazitäten ausbauen und auch auf weitere Rettungsdienst-Bereiche in der Region erweitern zu können.“ sagt Prof. Dr. Andreas Bohn, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Feuerwehr Münster. „Gerade auch jetzt während der COVID-19 Pandemie ist die telemedizinische Beratung ein effizientes Tool, um Ressourcen optimal nutzen und Kontakte dennoch möglichst minimieren zu können.“
Seit Mitte 2019 steht bereits das telemedizinische System der Firma ZOLL Medical zur Übertragung wichtiger Vitalparameter vom Monitor in die Leitstelle des Rettungsdienstes zur Verfügung. Über 300 telemedizinische Beratungen sind seitdem erfolgreich über dieses System erfolgt. Im Juli 2020 bestätigten die Stadt Münster, als Träger des Rettungsdienstes, und das Universitätsklinikum Münster (UKM) in einem gemeinsamen „Letter of Intent“ ihre Kooperation bei der digitalen Notfallversorgung im Rettungsdienst zu vertiefen und um die zusätzlichen Funktionen zu erweitern. Grundlage für die Entscheidung zur gemeinsamen Einrichtung einer TeleNotarzt-Zentrale war die Anfang 2020 von Nordrhein-Westfalen getroffene Entscheidung, flächendeckend derartige Strukturen im Bundesland zu schaffen.











