(openPR) Hilflosigkeit, Wut, Trauer und vor allem gravierende Existenzängste begleitet von Depressionen bis hin zu Suizidgedanken durchziehen immer heftiger die Friseurbranche. Galten Friseure nach dem ersten Lockdown noch als systemrelevant, sind sie nunmehr seit spätestens dem 16. Dezember 2020 komplett geschlossen. Die von unserer Bundeskanzlerin unlängst ausgesprochenen Befürchtungen, der harte Lockdown könne sich aufgrund des bedrohlichen Mutationsvirus noch weitere 8-10 Wochen hinziehen, schüren die Verzweiflung weiter.
Den Friseuren steht das Wasser bis zum Hals. Es fehlt: Geld zum Überleben! Soforthilfen müssen vielfach zurückgezahlt werden! Im Gegensatz zu vielen anderen Dienstleistungs- und Handwerksbranchen greift die Dezemberhilfe bei den Friseuren nicht, ebenso wenig die Überbrückungshilfe II. Die Überbrückungshilfe III kann bisher offensichtlich noch nicht einmal beantragt werden und enthält bestenfalls anteilige Zuschüsse für Fixkosten, die wann auch immer ausgezahlt werden. Wie soll das gehen? Für viele Betriebe – selbst die überaus erfolgreichen mit bis dato ausreichenden Rücklagen - ist das noch nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein. Im Gegenteil: Die derzeitige Situation bedeutet den Todesstoß für viele Friseurunternehmen. Es drohen massenweise Insolvenzen! Tausende Mitarbeiter stehen auf der Straße! Ausbildungsverträge werden nicht mehr angeboten! Ganz zu schweigen von den menschlichen Dramen unglaublichen Ausmaßes, die sich derzeit anbahnen bzw. sich bereits abspielen.
Daher haben wir uns entschlossen, mit der Kampagne #RettetUnsFriseure unserer Zielgruppe in ihrem Kampf ums Überleben zu unterstützen und als neutrales Fachmedium einen Brandbrief an die Herren Minister Scholz und Altmaier verfasst, begleitet von Besorgnis erregenden Statements erfolgreicher Friseure und Salonunternehmer aus Deutschland, die um ihre eigene und die Existenz ihrer Branche fürchten.
In diesen Schreiben, von denen wir Ihnen eines exemplarisch beifügen, bitten wir zum Wohle unserer Gesellschaft und die der deutschen Wirtschaft um die dringend notwendige Abwicklung einer schnellen und unbürokratischen finanziellen Unterstützung, ohne die zahlreiche Salons, deren Mitarbeiter und Azubis nicht überlebensfähig sind und noch mehr Friseure in die Illegalität in Form von Schwarzarbeit abrutschen lässt.
Friseure sind leider nicht in der Lage, im Gegensatz zum Einzelhandel oder der Gastronomie, einen „To go“ oder „Click & Collect“ bzw. Onlineshop-Service anzubieten. Das Einkommen seit dem 16.12.2020 beträgt bei Friseuren daher 0 Euro!
Über eine redaktionelle Berichterstattung der Kampagne #RettetUnsFriseure würden wir uns sehr freuen!


