(openPR) Hanau. Im Klinikum Hanau werden im Laufe eines Jahres viele Menschen behandelt, die die medizinische und pflegerische Kompetenz des Hauses nutzen und schätzen. Oft müssen Menschen schwierige Diagnosen und Folgen von Eingriffen verarbeiten, welche die Lebensperspektive des Einzelnen und seiner Angehörigen entscheidend verändern. Dabei ist neben Gesprächen mit Angehörigen, Pflegepersonal, Ärzten und Klinikseelsorgern die Klinikkapelle im Erdgeschoss des Betten-Hochhauses (H-Bau) für eine nicht geringe Zahl von Patienten und Patientinnen ein wichtiger Ort.
Aus der Unruhe des Stationsalltags und des eigenen Krankenzimmers kommen sie in die Kapelle als Ort der Ruhe und Stille. Abgeschirmt von der Öffentlichkeit können die Patienten und Patientinnen hier ihre Gedanken und Gefühle sammeln, Tränen freien Lauf lassen, Kraft schöpfen und Mut finden, die oft langwierige und anstrengende Behandlung auf sich zu nehmen. Regelmäßige Gottesdienste und Andachten sind zusätzliche Angebote, die dabei Unterstützung bieten – und oft ergeben sich davor und danach längere Gespräche.
Auch für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Krankenhaus ist es wichtig, einen solchen Ort der Ruhe und Stille zu haben. Täglich begegnen sie vielen Menschen und auch in den kurzen Kontakten auf Flur und Zimmern kommen sie mit Lebens- und Leidensgeschichten in Berührung, die sie für sich „sortieren“ müssen: für ein paar Minuten abschalten, eine intensive Begegnung mit Krankheit und Tod noch einmal durchdenken und dann abschließen, um wieder neu Menschen und ihren Anliegen zu begegnen.
Wie die Klinikseelsorgerinnen und -seelsorger in ihren täglichen Begegnungen feststellen können, nutzen nicht nur solche Menschen die Kapelle, die im engeren Sinne als religiös bezeichnet werden könnten. Vielmehr sucht eine große Zahl von Menschen unabhängig von ihrer Konfession und Religion diesen Ort auf. Daher ist es wichtig, dass dieser Raum mehr und anderes ausstrahlt als Sachlichkeit und Funktionalität und in einer freundlichen und bergende Atmosphäre dazu einlädt, innere Einkehr zu halten und neue Kraft zu schöpfen.
Zu diesem Zweck ist die Kapelle in den vergangenen Monaten auf Kosten des Klinikums grundlegend renoviert und umgestaltet worden. Auf Kosten der evangelischen und katholischen Klinikseelsorge sowie durch den Beitrag zahlreicher Spender erhielt die Kapelle neues Mobiliar. Die Klinikseelsorge lädt zu einer Dankfeier am Mittwoch, 14. Februar, um 18 Uhr in die Kapelle ein.





