(openPR) Köln/München/Berlin/Gelsenkirchen. Viele deutsche Klubs befinden sich derzeit in Trainingslagern im Süden. Doch auch wenn in wenigen Tagen alle Klubs bereits in Deutschland zurück sind, das Zentrum aller Transfergespräche bleibt garantiert am Bosporus, denn dort gibt es einiges zu bewegen.
Zwar läuft es derzeit gut beim türkischen Tabellenführer. Doch man munkelt, dass im Team die Chemie nicht mehr passt. Coach Zico hat sich offenbar mit einigen Spielern überworfen und möchte nun die Mannschaft ein wenig umkrämpeln.
Brennpunkt Köln
Unter anderem soll Selcuk Sahin den Verein verlassen. Der 25-jährige Türke kommt seit dieser Saison kaum noch zum Einsatz. Auch seine Nationalmannschaftskarriere geriet dadurch arg ins stocken, nachdem er im letzten Jahr noch regelmäßig für die Türkei auflief. Dass er nun mit der Situation unzufrieden ist, ist nicht verwunderlich. Da kommt ihm ein Angebot von Kölns Christoph Daum gerade recht. Dessen gute Beziehungen zu Fenerbahce sind hinlänglich bekannt, auch Selcuk-Kumpel Alpay soll dem Mittelfeldspieler einen Wechsel schmackhaft gemacht haben. Dieser scheint nach leichten Bedenken nun absolut vom Zweitligisten überzeugt und glaubt an das sportliche Konzept, welches ihm der Trainer vermittelt hat. Einziges Problem für den FC ist derzeit die Ablöse, die trotz Etat-Erhöhung mit gut 2 Millionen noch zu hoch ist. Da Fenerbahce Selcuk jedoch wie gesagt abgegeben will und Zico ihn nicht mehr braucht, könnte der FC in den nächsten Tagen einen guten Preis erzielen.
Brennpunkt Berlin
Dass Hertha-Spielmacher Bastürk mit einem Wechsel in die Heimat liebäugelt ging bereits in den letzten Tagen durch die Medien. Neben Fenerbahce ist auch der größte Meisterschaftskonkurrent Galatasary am Berliner dran. Alles spricht jedoch dafür, dass er im Sommer zu „Fener“ geht. Dort bekommt er mehr Geld und sieht gleichzeitig die sportlich besseren Perspektiven. Der Vertrag soll möglichst schnell unterzeichnet werden, um für Klarheit zu sorgen. Die Hertha hat inzwischen Bereitschaft signalisiert, Bastürk wohl oder übel ziehen zu lassen. Der Hauptstadtklub kann dem türkischen Angebot finanziell ohnehin nicht trotzen. Da setzen die Verantwortlichen in Zukunft lieber auf eigene Youngster alá Boateng.
Brennpunkt München
Die Bastürk-Verhandlungen werden auch in München gespannt verfolgt. Denn: Holt Fener den neuen Spielmacher, kann Brasilianer Alex (29) gehen. Zwei Top-Spielmacher benötigt der Klub nicht, Alex könnte also gewinnbringend verkauft werden. Der brasilianische Nationalspieler erzielte in diesem Jahr in 16 Ligaspielen 11 Tore und hat einen Vertrag bis 2009. Doch auch er hat nicht das beste Verhältnis zu seinem Landsmann Zico, da dieser ihm anscheinend zu viel kreativen Freiraum raubt und ihn in taktische Zwänge steckt. Ein weiterer Grund für Alex Wechsel-Absichten: Er möchte nicht mehr in der Türkei spielen, sondern sich endlich in einer europäischen Topliga zeigen. Dort wäre er mehr im Fokus, sein Marktwert und Ansehen würde noch mehr steigen – das hilft natürlich auch in der Selecao. Normalerweise wären Spanien und Italien seine Favoriten gewesen, doch Uli Hoeneß bemüht sich sehr um den Ausnahmespieler. Dies scheint ihn sichtlich zu beeindrucken, auch das finanzielle Angebot der Bayern scheint zu stimmen. Im Gegensatz zu Riquelme, dessen Transfer die Bayern-Führung als Blödsinn abstempelte, scheint Alex der richtige Mann für die FCB-Kreativabteilung zu sein. Anfang der Woche könnte bereits ein entscheidendes Treffen zwischen Hoeneß, Rummenigge und dem Berater von Alex stattfinden. Auch mit Fenerbahce werden sich die Bayern wohl schnell einig, sie sind bereit gut 15 Millionen hinzulegen.
Brennpunkt Gelsenkirchen
Neben Bastürk will Fenerbahce auch Hamit Altintop aus der Bundesliga loseisen. Fenerbahce bemüht sich intensiv um den flexibel einsetzbaren Akteur, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. Dieser steht damit vor einer schwierigen Entscheidung: Er ist endlich Stammspieler beim Meisterschaftskandidaten Schalke, kann dort seit dieser Saison wieder mit seinem Zwillingsbruder Halil zusammen spielen. Er ist im Ruhrgebiet zu Hause, der S04 will ihn unbedingt halten – und wir auch ein finanziell attraktives Angebot unterbreiten. Doch trotz all dieser Vorteile für Schalke: Es ist für jeden Türken eine Ehre, für Fenerbahce zu spielen. Doch Fener wird sich sehr intensiv um den 24-Jähirgen bemühen müssen, denn gerade die enge Bindung zum Zwillingsbruder macht es Hamit schwer, Schalke zu verlassen. Derzeit gilt im Vetragspoker: Vorteil S04.
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