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[Rezension] AchtNacht – Sebastian Fitzek

29.10.202011:20 UhrKunst & Kultur
Bild: [Rezension] AchtNacht – Sebastian Fitzek
Droemer Knaur
Droemer Knaur

(openPR) Inhalt:

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?
Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Los Topf werfen.


In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.
Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!
Der neue Blockbuster von Sebastian Fitzek, dem „Meister des Wahns“ – exklusiv im Taschenbuch.

Rezension:

So, Luft holen und sich noch mal schnell umdrehen und nachsehen, ob da nicht vielleicht jemand hinter mir her ist. Hat mich vielleicht jemand auf die Liste gesetzt?
Gut, also die Seite achtnacht.online gibt es mittlerweile. Allerdings ist diese vom Droemer – Knaur Verlag geschaltet. Aber komme ich jetzt mal langsam zur Geschichte. Die Homepage ist nur ein nettes Beiwerk zum Buch und ist so gemacht, wie ich sie mir beim Lesen vorgestellt habe.
Ben hat eine Lebensgeschichte, die wirklich einiges an Potential hat für Menschen, die ihn nicht gerade mögen. Er ist daran Schuld, dass seine Tochter die Beine bei einem Autounfall verloren hat. Ben ist nicht unbedingt das, was man einen „guten“ Vater oder Ehemann nennt, der zuverlässig alles zahlt was er zahlen muss. Er war einmal Drummer in einer Rockband, die kurz vor dem Durchbruch stand, doch dann wurde er wegen des Unfalls aus der Band gefeuert.
Seine Tochter liegt nun auch noch im Koma, weil sie sich mit dem Rollstuhl vom Dach gestürzt hat. Dass sie überhaupt noch lebt, ist ein Wunder.
Also dieser Ben, ist in dem Lostopf zu der AchtNacht und trifft dabei auf die junge, mit einer „leichten“ psychischen Störung behaftete, Arezu. Mit ihr zusammen begeht er die AchtNacht, da auch sie bei der Todeslotterie gezogen wurde.
Eine wilde Jagd durch Berlin beginnt, in der einige Leute versuchen, aus diesem „Spiel“ Profit zu erlangen. Nebenbei lernt man so einige Abarten der Menschen kennen. Keine Angst, es sind nicht die gleichen Abartigkeiten, wie man sie in letzter Zeit von anderen deutschen Thriller Autoren erlebt hat. Nein, jeder ist anders, aber trotzdem gut.
Komme ich mal zu meinem Fazit. Wie ich schon sagte, es ist eine wilde Fahrt durch Berlin. Man reist an den Straßenstrich von Berlin, ist bei sonderbaren Ritualen dabei. Man landet mit Ben und Arezu in einer Kirche und genauso bei der Wirtschaft mit dem Goldenen M am Hauptbahnhof. Fitzek gewährt einem immer wieder einen Einblick in die Gedankenwelt von Ben und den anderen Menschen, die eine wichtige Rolle in der AchtNacht spielen.
Das führte aber irgendwie für mich dazu, dass die Figuren, vor allem Ben, nicht so die Tiefe bekommen haben, welche diese in meinen Augen verdient hatten! Aber es ist spannend geschrieben, mit einer guten Geschwindigkeit und es wird mit jeder Seite mehr und mehr ein Pageturner, da man auch in die Psyche der „Feinde“ sehen kann, Man kann sich sehr gut vorstellen, dass dies auch wirklich real funktionieren könnte. Manchmal denke ich auch, dass dieses Phänomen gerade extreme Parteien gerne anwenden.
Allerdings muss ich trotzdem sagen, dass ich der Meinung bin, dass das Paket noch etwas besser und dichter war und ein überraschenderes Ende bekommen hat. Aber AchtNacht ist ein Thriller, der gut strukturiert und durchdacht ist, aber dem vielleicht so das letzte Fitzelchen gefehlt hat. Aber dennoch ist es ein Pageturner, der Schlaflosigkeit verursacht und ich kann das Buch absolut empfehlen.

Verlag: Droemer - Knaur

ISBN: 978-3-426-52108-3

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