(openPR) Dem Erweiterungsneubau des Hildegard-von-Bingen Gymnasiums wird in Köln die traditionell bunt geschmückte Richtkrone aufs Dach gesetzt. Zum Auftakt spricht Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln vor der zum Großteil anwesenden Schulgemeinde, die Corona bedingt das Geschehen in Wahrung des Sicherheitsabstands, u.a. vom Bestandsgebäude aus mitverfolgen kann. Den architektonischen Entwurf des Neubaus mit seiner integrierten Dreifachturnhalle erläutert die Architektin und Gesellschafterin von ksg, Prof. Susanne Gross. Als Alumni drückt sie ihre besondere Freude darüber aus, dass kister scheithauer gross architekten für das Gymnasium nicht nur 4.100 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche für weitere 195 Schulplätze realisieren. Das Architekturbüro bringt mit seinem Entwurf vor allem Möglichkeiten für vielgestaltiges Lernen und Leben an die Schule. Demnächst werden die Schüler*innen hier z.B. über den zentralen Schulhof in das weiträumige holzverkleidete Foyer strömen und die als Lerntreppe ausgebildete Haupttreppe für sich als Aufenthaltsraum und Treffpunkt entdecken. Ende 2021 – so die derzeitige Planung – wird der Bau fertig sein.
Inmitten der bestehenden Schulanlage platziert, ordnet und fasst das neue Schulhaus den Schulhof neu. Der Haupteingang des Neubaus liegt an der südöstlichen Gebäudekante mit direkter Ausrichtung auf den zentralen Schulhof. Im 1. Obergeschoss befinden sich die Klassenräume. Die Fachraumebene im 2. Obergeschoss liegt separat und außerhalb der Verkehrsströme. Analog zur Lerntreppe sind auch die Flure nicht nur als reine Verkehrsflächen, sondern als anregende Orte der Kommunikation und Konzentration angelegt, die durch einen Lichthof mit Tageslicht versorgt werden. Im Erdgeschoss finden sich Bibliothek, Mediathek und Selbstlernzonen, die für alle Schüler unmittelbar zugänglich sind. So wird der Übergang vom Schulhof ins Gebäude, also von Freizeit zu strukturiertem Lernen, fließend.
Zusammen mit den zugehörigen Neben- und Technikräumen bildet die integrierte Sporthalle ein solides Fundament für den Schulbau. Die drei Felder werden durch den Sonneneinfall natürlich belichtet, mehrere Fenster erlauben Ausblicke in den Himmel.
Der Neubau des Hildegard-von-Bingen Gymnasiums wird zugunsten des Klimaschutzes in Anlehnung an eine Passivhausbauweise errichtet und seinen Heizwärmebedarf überwiegend aus Quellen wie Sonneneinstrahlung, Abwärme von Personen und technischen Geräten decken. Nur ein geringer Teil zusätzlicher Beheizung wird nötig werden.
Die Freiraumplanung von greenbox Landschaftsarchitekten unterstütz das architektonische Konzept mit unterschiedlichen „Landschaftsinseln“, die in ihrer lockeren Positionierung den Schulhof gliedern und ähnlich wie die vielgestaltigen Raumangebote innerhalb der Schule differenzierte Aufenthaltsqualitäten bieten.











