(openPR) Im Jahr 2020, in dem die zivile Luftrettung in Deutschland 50 Jahre alt wird, haben die Zivil-Hubschrauber des Bundes ihren 800.000 Einsatz geflogen.
Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK),
Christoph Unger, hat dieses Ereignis am 17. Juli 2020 zum Anlass genommen, um auf die bedeutende Aufgabe der Zivilschutz-Hubschrauber im Bevölkerungsschutz aufmerksam zu machen.
Bei dem Termin in Bonn war auch der Junge dabei, zu
dessen Rettung ein Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes zu dem Jubiläumsflug abgehoben hatte.
Der Einsatz, den der in Hannover stationierte Christoph 4 am 16. April 2020 flog, war in mehrfacher
Hinsicht besonders. Die Leitstelle hatte ein verletztes
Kind in einem unübersichtlichen Waldstück gemeldet.
Der Zivilschutz-Hubschrauber mit Piloten, Notfallsanitäter und einer Notärztin an Bord musste das Kind erst suchen.
ZEH verfügen über Spezialfähigkeiten.
Der Bund verfügt über eine Flotte von 18 Zivilschutz-
Hubschraubern (ZEH). Die in erster Linie für den Zivilschutz, das heißt den Einsatz in einem Spannungs-oder Verteidigungsfall, vorgehaltenen ZSH starten von zwölf Luftrettungszentren aus ganz
Deutschland aus und leisten einen wichtigen Beitrag für den Bevölkerungsschutz.
Sie verfügen über Spezialfähigkeiten und sollen
Schwerverletzte oder Erkrankte nach erster Behandlung vor Ort abtransportieren, Schadenstellen erkunden und überwachen oder etwa Flüchtlingsströme beobachten und lenken.
Die ZSH können außerdem radioaktive Strahlung aus der Luft messen sowie Spezialisten und Material transportieren.
In Friedenszeiten gestattet der Bund den Ländern, die Helikopter im Luftrettungsdienst zu nutzen. Und
das nicht ohne Grund: "Nur erfahrene und perfekt aufeinander eingespielte Teams können im Ernstfall
auch schwierigste Herausforderungen meistern. Das gilt für Notfälle im Alltag, aber auch die schlimmste anzunehmende Katastrophe: den Krieg",
sagte BBK Präsident Unger bei der Jubiläumsveranstaltung in Bonn. "Ohne Unterstützung aus der Luft wäre der Zivilschutz nicht komplett".
Teamwork in luftiger Höhe:
Bei der Luftrettung in den ZSH arbeiten ganz unterschiedliche Akteurinnen und Akteure zusammen: die Notärztinnen und Notärzte werden
häufig von dem jeweiligen Stationskrankenhaus und
die Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter von
den Hilfsorganisationen und Berufsfeuerwehren gestellt. Die Pilotinnen und Piloten aller ZSH kommen von der Bundespolizei, die auch die Wartung übernimmt.
Bei dem Termin in Bonn würdigte auch der Leiter
der Bundespolizei-Fliegertruppe, Torsten Hallmann,
die langjährige Zusammenarbeit auf den Helikoptern: "Es grenzt schon an ein Verwaltungswunder, dass so viele beteiligte Behörden und Organisationen so reibungslos zusammenarbeiten. Und das schon seit fünf Jahrzehnten.
Vermutlich liegt es einfach an der guten Sache, für
die wir uns alle gemeinsam engagieren".
Info: presse bbk.bund
Foto: h.e.schiewer Oestrich-winkel
schiewerpress
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