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Die LISCHKE Montagsumfrage - Die Wirtschaft in Zeiten von Corona.

Bild: Die LISCHKE Montagsumfrage - Die Wirtschaft in Zeiten von Corona.
Die LISCHKE Montagsumfrage - ein wirtschaftliches Stimmungsbarometer.
Die LISCHKE Montagsumfrage - ein wirtschaftliches Stimmungsbarometer.

(openPR) 23. März 2020 – die Bundesrepublik befindet sich im Lockdown.
Gebannt schaute die Welt in diesen Tagen auf die Nachrichten, die Wissenschaftler, die Wirtschaft. Wir erlebten – und erleben auch heute noch – ein extrem volatiles Umfeld, in dem sich Unternehmen und Wirtschaftsexperten gleichermaßen orientieren müssen, um bestmögliche Entscheidungen zu treffen.

Um ein klareres Bild der Gesamtsituation zu erhalten, entschied sich Lischke Consulting im Mai 2020 dazu die LISCHKE Montagsumfrage ins Leben zu rufen – und lud Entscheider aus dem industriellen Umfeld Woche für Woche dazu ein, die spannendsten Fragen zu beantworten, die direkt oder indirekt die wirtschaftliche Lage betreffen.
Herausgekommen ist dabei ein überwiegend optimistisches Stimmungsbild:
https://www.lischke.com/wp-content/uploads/2020/06/LISCHKE_Reporting_Montagsumfrage_Gesamt-2.pdf

Woche 1 - 25. Mai 2020
10% Steigen die Verbraucherpreise in den nächsten 2 Jahren.
80% der Befragten glauben, dass die Regierung gestärkt aus der Krise geht.
Ende Mai lud Lischke Consulting erstmalig dazu ein, vier Fragen zur Lage der Wirtschaft zu beantworten.

Frage 1: Wie schätzen Sie den wirtschaftlichen Schaden in Deutschland ein?
Diese Frage schien zu polarisieren.
Jede Antwortmöglichkeit wurde abgegeben.
Von „Deutschland kommt extrem glimpflich davon“ bis zur „kompletten Katastrophe“ ist alles dabei.
Die Mehrheit war sich aber einig und sagt einen moderaten wirtschaftlichen Schaden voraus.
Es gibt einen Schaden – aber Deutschland steht global betrachtet definitiv gut dar.
„DIES LIEGT AN UNSEREM STARKEN MITTELSTAND UND DEM PFLICHTBEWUSSTSEIN DER BEVÖLKERUNG. DIESER KOMMT UNS JETZT ZUGUTE.“ DR. CHRISTIAN LISCHKE

Frage 2: Wie entwickeln sich die Verbraucherpreise in den nächsten 2 Jahren?
Die Verbraucherpreise werden in den kommenden 2 Jahren steigen. Deutlich. Um fast 10%. Einigkeit herrschte hier, dass es auf keinen Fall günstiger wird in Deutschland zu leben.
Einige wenige sehen eine Preiserhöhung um 20%. Das ist enorm.
Den Menschen wird zunächst weniger Geld zur Verfügung stehen. Viele Löhne sinken, fallen weg. Lebensunterhaltungskosten steigen.
Bis die Löhne sich angleichen, dauert es noch. Weniger Geld steht zur Verfügung – alles wird teurer. Eigentlich alles Faktoren, die eine Inflation herbeirufen.
„DIE GRUNDANNAHMEN DES MAGISCHEN DREIECKS DER VWL SOLLTEN NOCH EINMAL GENAUER BETRACHTET WERDEN. DAS WIRD SPANNEND.“ DR. CHRISTIAN LISCHKE

Frage 3: Wie wird es der deutschen Wirtschaft heute in einem Jahr gehen?
50% der Teilnehmer sehen Deutschland in eine Rezession steuern – 50% wiederum erwarten ein Wirtschaftswunder.
Beide Seiten sind fast gleich stark ausgeprägt. Zwei Blöcke mit moderaten Ausschlägen – das ist die Mehrheit.
Die Umfrage spiegelt deutlich die Unsicherheit in der Bevölkerung wider. Keiner weiß wie es wirklich weitergeht – dies ist derzeit nicht vorhersehbar.
Es haben sich aber auch leichte Pole bei den Extremen gebildet.
Die Meinung ist zweigeteilt. Aus der Krise gehen Gewinner und Verlierer hervor.

Frage 4: Wie wird Corona die politischen Machtverhältnisse in Deutschland verändern?
Deutschland scheint mit der Krisenarbeit der Regierung überwiegend sehr zufrieden zu sein.
Auch, wenn dies derzeit in den Medien ein wenig vergessen wurde: alle anderen Länder schauten neidisch und bewundernd auf unseren Erfolg.
Wir haben es geschafft Corona zu kontrollieren. Rechtzeitig. Dennoch mit einem immensen wirtschaftlichen Risiko und sicherlich auch Schaden.
Deutschland wurde unruhig. Es wurde geklagt, Ungerechtigkeitsempfinden, war der Lock Down überhaupt notwendig? Zu lang? Zu unkontrolliert?
Fakt ist – die Regierung ist gestärkt. Sie hat zusammen und entschlossen gehandelt. Hat gut und rechtzeitig kommuniziert. Sie hat die Pandemie, zusammen mit der Wissenschaft, kontrollieren können. Das scheint ihr hoch angerechnet zu werden.
Dennoch scheinen diese Meinung 11 % der Befragten nicht zu teilen.
„DAS IST DER DEMOKRATIEFAKTOR – DEN GIBT ES IMMER.“ DR. CHRISTIAN LISCHKE


2. Woche - 02. Juni 2020
60% vermuten, dass Produktionsstandorte wieder vermehrt nach Deutschland verlegt werden.
80% sagen, dass die Digitalisierung sie vor Schäden der Corona-Krise schützt.
Erste Lockerungen traten in Kraft, doch neben Erleichterung gab es auch ein Gefühl der Unsicherheit in der Bevölkerung: Haben wir Covid-19 in Deutschland überstanden – oder folgt die zweite Welle? Wie geht es anderen Ländern?

Frage 1: Liquidität vor Rentabilität? Gilt dieser Grundsatz zu diesen Zeiten?
Liquidität vor Rentabilität – dieser Grundsatz bestätigte sich in der Krise mehr denn je: 95% der Befragten waren sich einig, dass sich die kommenden Herausforderungen meistern lassen, wenn nur genug Cash zur Verfügung steht. Mitarbeiter können gehalten werden, Investitionen können getätigt werden, Zulieferer können bezahlt werden.
Dieser Sanierungsgrundsatz erfährt große Zustimmung - aktuell wahrscheinlich mehr denn je.

Frage 2: Schützt die Digitalisierung vor Schäden der Corona-Krise?
80% der Befragten sagen, dass sie durch die Digitalisierung größtenteils handlungsfähig geblieben sind – was interessant ist, wo doch die produzierenden Unternehmen angeblich so einen hohen Nachholbedarf haben! Was aber klar ist: der Bedarf und die Erwartungshaltung an die Digitalisierung ist riesengroß.
„CORONA SCHEINT ALS BESCHLEUNIGER FÜR DIE DIGITALISIERUNG ZU WIRKEN.“ DR. CHRISTIAN LISCHKE

Frage 3: Führen regional unterschiedliche Lockerungen in Deutschland zu einem wirtschaftlichen Ungleichgewicht?
Die Mehrheit der Teilnehmer sah kein nennenswertes wirtschaftliches Ungleichgewicht durch regional unterschiedliche Vorgaben – auch wenn es einige gibt, die ganz anderer Meinung waren. Durch das aktuell sehr zaghaftes Konsumverhalten dürfte sich eine mögliche Wettbewerbsverzerrung allerdings ohnehin in Grenzen halten.
„EIN SHUT DOWN GEHT SCHNELL. DER WEG ZURÜCK SCHEINT DEUTLICHER ZÄHER ZU SEIN.
DA MACHEN EIN PAAR TAGE NICHT VIEL AUS.“ DR. CHRISTIAN LISCHKE

Frage 4: Wird der Mittelstand seine Produktionsstandorte vermehrt nach Deutschland verlegen?
60% der Befragten glaubten, dass wieder vermehrt in Deutschland produziert werden wird. Das wäre auch im Sinne der Politik, da die Nachteile der Globalisierung, wie die politische und wirtschaftliche Abhängigkeit von anderen Ländern, aktuell deutlich zu Tage treten – insbesondere bei kritischen Waren und Gütern oder der Entwicklung von Innovationen. Für die 29%, die in der Produktion im Ausland Vorteile sehen, dürfte vor allem der Kostenfaktor ausschlaggebend sein.
„UNS WERDEN AKTUELL DIE GRENZEN DER GLOBALISERUNG AUFGEZEIGT UND DIE POLITIK WIRD DEN SCHRITT ZURÜCK STEUERN.“ DR. CHRISTIAN LISCHKE


Woche 3 - 08. Juni 2020
90% vermuten, dass das Konjunkturpaket der Wirtschaft spürbar helfen wird.
65% sagen, dass die niedrigere Mehrwertsteuer nicht beim Verbraucher ankommen wird.
Das Corona-Konjunkturpaket wurde verabschiedet, Grenzen wurden geöffnet, der Sommerurlaub steht vor der Tür und immer mehr Normalität kehrt ins Leben zurück. Auch in die Wirtschaft – oder trügt der Schein? Die Lage ist und bleibt von Ungewissheiten geprägt.

Frage 1: Wie wirkst sich das Corona-Konjunkturpaket auf die deutsche Wirtschaft aus?
Das Konjunkturpaket der Bundesregierung stimmte 90% der Teilnehmer unserer Umfrage optimistisch – was angesichts des überwiegend positiven Medienechos keine Überraschung ist. Wie nachhaltig die Maßnahmen tatsächlich sind, wird sich zeigen.

Frage 2: Wird die niedrigere Mehrwertsteuer die Verbraucher erreichen?
Hier zeichnete sich ein inhomogenes Feld ab.
Die Mehrheit vermutete aber, dass die niedrigere Mehrwertsteuer die Verbraucher nicht erreichen wird.
Bei einem Joghurt spielen 3% kaum eine Rolle – beim Autokauf schon. Nicht ohne Grund wird diese Maßnahme des Konjunkturpakets eher kritisch gesehen.
Und es bleibt abzuwarten, welche Unternehmen die Nettopreise nach oben anpassen werden.
Wirklich spürbar wird die Steuererleichterung also nur für wenige Verbraucher werden.


Zwischenfazit:
Die Umfragen zeichnen ein durchweg eher optimistisches Stimmungsbild.
Wie sich die wirtschaftliche Situation in Deutschland entwickelt, hängt jedoch auch davon ab, wie wirkungsvoll der aktuelle Lockdown im Raum Gütersloh sein wird – oder ob wir schon bald die befürchtete zweite Welle erleben. Es bleibt spannend – und deshalb setzt Lischke Consulting die Umfragen nach den Sommerferien fort.
https://www.lischke.com/lischkes-montagsumfrage/

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