(openPR) Der Luftangriff auf Freiburg jährt sich am 27. November zum 62 mal. Die aus strategischer Sicht bedeutungslose Bombardierung der Stadt Freiburg hing mit dem Bestreben der Alliierten zusammen, die deutschen Truppen im französischen Elsass westlich des Rheins durch die Zerstörung der großen Städte im Hinterland von der Versorgung abzuschneiden. Der Nachtangriff der Royal Airforce am 27. November 1944 wurde unter dem Decknamen „Operation Tigerfish" geflogen. In jener Nacht starben bei dem Angriff 2.800 Menschen, rund 4000 weitere verletzt und zirka 30 Prozent des Wohnungsbestands vollständig zerstört.
Vor allem die Freiburger Altstadt versank im Bombenhagel, da sie bis heute sehr nah am Bahnhof liegt, dem eigentlichen Ziel des Bombenangriffs. Bei dem schweren Luftangriff auf Freiburg wurden auch weite Teile der Universität, insbesondere die naturwissenschaftlichen Institute nördlich der Altstadt, zerstört. Wie durch Zauberei blieb das Herz der Breisgaumetropole, das Freiburger Münster, in jener Nacht nahezu unbeschädigt. Um nicht die Aufmerksamkeit weitere alliierter Bombenflieger auf sich zu ziehen, trafen die Freiburger Vorkehrungen, indem sie die roten Dachziegel des Münsters komplett abtrugen. Rings um das Münster hatte sich dafür eine Bahn der Verwüstung durch die Altstadt gezogen, weshalb viele Freiburger die Verschonung des unbeschädigten Münsters mehr als ein kleines Wunder empfinden.
Nach dem 2. Weltkrieg folgt eine französische Besetzung und der Wiederaufbau der Freiburger Altstadt. Bereits im Dezember 1945 legte Schlippe dem Gemeinderat ein Konzept für den Wiederaufbau der zerstörten Stadt vor, das wesentlich auf dem vorhandenen Straßennetz und den ursprünglichen Grundstücksgrenzen basierte. So konnte der Freiburger Altstadtgrundriss weitgehend erhalten bleiben. Zu den letzten Baudenkmälern, die in fast unveränderter Form äußerlich wiederhergestellt wurden, gehörte Ende der 70er Jahre die Gerichtslaube: Der älteste Teil des Rathauses, ursprünglich im 14. Jahrhundert als Gerichtsstätte gebaut, war mehr als zwanzig Jahre eine Ruine, ehe sie mit Spenden aus der Bürgerschaft und aus dem örtlichen Handwerk wieder aufgebaut werden konnte.
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