(openPR) Im Prinzip stammt der Begriff des Guerillamarketings aus der Guerilla Kriegsführung. So war es in der alten Kriegsführung üblich, dass sich die Truppen gegenüberstanden und dann dann einfach auf Kommando aufeinander feuerten. Das Leben des einzelnen zählte gar nichts. Eine ganze Reihe von Soldaten musste warten bis der letzte seine Flinte geladen hatte. Keiner durfte schießen bevor der Befehl gegeben wurde – sinnloses Kanonenfutter. So hatte es sich die Briten 1775 bei dem Kämpfen um Concord / der „Battle Road“ in Massachuesetts auch gedacht, als die britischen Truppen in Formationen gegen die aufständischen amerikanischen Farmer antraten. Doch die Farmer nutzten jede Deckung, jeden Busch und jeden Baum als Tarnung. Anstatt in Formationen gegen die britischen Truppen anzutreten, wurde diese mittels kleiner Überfälle und dem sofortigen Verschwinden nach und nach zermürbt. Die alten Regeln der Kampfkunst waren fast gänzlich unbrauchbar, weil sich die amerikanischen Farmer einfach nicht an die Spielregeln des Gegners halten wollten. Das Resultat: 93 Amerikaner und 273 Briten verloren Ihr Leben.
Die traditionelle Kriegsführung hält sich wie das traditionelle Marketing an vordefinierte Regeln. Die Guerillakriegsführung kann schon mit geringen Mitteln einen strategischen Vorteil erreichen, und hält sich nicht an die alten Regeln.
Leider hat der Begriff Guerillamarketing ein etwas negatives Image. Der Laie versteht darunter ein bösartiges Austricksen des Kunden. Hammer über den Schädel und dann ist Kunde so betäubt dass er nicht aus der Falle kann. Echtes effizientes Guerillamarketing hat nichts mit bösartigen Knebelverträgen und einem hinterlistigen Verhalten gegenüber dem Kunden zu tun. Denn die Guerillakriegsführung zeichnet sich durch Effizienz aus.
Der traditionelle Geschäftsaufbau hält sich an die alten Regeln. Man macht zum Beispiel Werbung ohne zu wissen was die wirklichen Ergebnisse sind.
-Doch immer mehr Menschen haben einfach keine Lust mehr irgendeiner Agentur oder Zeitung das Geld für eine Werbung zu geben, von der man nicht einmal weiß wie gut diese ist und was die Werbung bringt.
- Immer mehr Unternehmer haben einfach keine Lust mehr auf der Basis des billigsten Preises im Markt zu überleben. Ganz besonders wenn man weiß, dass die eigene Ware / Dienstleistung viel mehr wert ist als was man verlangt.
- Und dann hat man auch keine Lust mehr den Hörer immer wieder in die Hand zu nehmen, um dann Kunden zu treffen die eigentlich die Ware brauchen, aber keine Lust auf ein Verkaufsgespräch haben.
Die Praxis im traditionellen Geschäftsaufbau sieht in vielerlei Hinsicht recht bitter aus.
-Mehr Telefonanrufe als gestern machen.
-Man muss den Namen einfach unter die Menschen bekommen.
-Man steckt Unsummen in Werbung ohne echte Ergebnisse zu bekommen.
-Man muss dem Kunden beweisen dass man bereit ist härter zu arbeiten, weiter zu fahren, um dann mit einem weiteren Kniefall zu versuchen den Auftrag zu bekommen.
Ganz einfach. Diese Regeln sind in der heutigen Zeit vergleichbar mit einem Holzfäller der eine Axt anstatt einer Kettensäge einsetzt. Es ist sogar sehr riskant diese alten Regeln als Fundament zu betrachten.
Das echte Guerillamarketing beschäftigt sich hingegen mit folgender Vorgehensweise:
- Jeder Euro der in die Werbung bzw. das Marketing geht, muss mehr als diesen einen Euro wieder zurückbringen. Der „Return on Investment“ zählt, sonst nichts. Markenschaffung und „den Namen unter die Leute bringen“ ist nur ein positiver Nebeneffekt.
- Die arbeitsintensiven Aufgaben des Verkaufsprozesses werden automatisiert, und man verbringt die Zeit nur mit Interessenten die schon willig und bereit sind, etwas von Ihnen zu kaufen.
-Die Werbung wird nur gezielt an einen definierten Markt gerichtet. Streuverluste werden so limitiert.
- Alles was man bisher über das etablierte und institutionelle Marketing weiß, ist so gut wie völlig nutzlos für den selbständigen Unternehmer. Doch wenn die Werbung richtig funktioniert, dann ist es der beste Ort das Geld zu investieren – gemessen an Gewinnen, die genau dieser Werbung dann zugeordnet werden können.
-Das saubere und angenehme Guerillamarketing hilft Ihnen ein bekannter Experte in Ihrer Nische zu werden. Und zwar geht es um einen Expertenstatus den der Markt Ihnen zuspricht. Es wird immer einfacher einen Verkaufsabschluss zu tätigen und Kundentermine zu bekommen.
Das ist was Guerillamarketing ausmacht. Es geht darum die gebräuchlichen Methoden im Marketing hinter sich zu lassen und die eigenen Regeln zu definieren. Das Internet macht es einfacher als je zuvor. Das Web 2.0 ist die Spielwiese des effizienten Guerillamarketings. Gezielte Werbung an eine gezielte Subkultur im Web 2.0, die dann dieser Werbung freundlich entgegen sieht. Und der ganze Prozess ist weitgehend automatisiert. Alles eine Frage eines Systems welches die Bedürfnisse des einzelnen Menschen berücksichtigt. Das traditionelle Marketing hält es für eine Utopie. Das angewandte Guerillamarketing kümmert sich nicht darum, und marschiert heimlich und leise voran.










