(openPR) Keine Frage, über Jahrzehnte gehörte Belfast zu den weißen Flecken auf der touristischen Landkarte. Keine andere europäische Hauptstadt durfte nach Beendigung des 2. Weltkriegs so wenige Besucher begrüßen, wie Belfast. Die Spannungen zwischen den Katholiken und Protestanten, insbesondere aber der Terror der IRA ließ die nordirische Kapitale über Jahrzehnte zu einem touristischen Niemandsland avancieren. Statt der Besucher aus aller Herren Länder bestimmten gepanzerte Fahrzeuge, Straßensperren und uniformierte Sicherheitskräfte das Straßenbild. Dies alles gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Seit dem Waffenstillstand im Jahre 1994, mehr noch seit dem Karfreitags-Abkommen von 1998 hat Belfasts Innenstadt vom wachsenden Zutrauen ihrer Bürger und vor allem ausländischer Investoren profitiert und ist zum Inbegriff kommunalen Wohlstands geworden. Die neu gestaltete Uferzone des Lagan, moderne Einkaufszentren und eine Vielzahl an prestigeträchtigen Bauvorhaben wie das Titanic-Quarter rund um die Werft, in der einst größte Luxusliner der Welt vom Stapel lief, lassen Belfast heute zu einer der attraktivsten Städte Europas werden. Eine stimmungsvolle, kurzweiliges und informatives Porträt Belfasts zeichnen die Autoren Ulrike Katrin Peters und Karsten-Thilo Raab im „Nordirland Reisehandbuch“ aus dem Westflügel Verlag (Essen). Auf 128 Seiten wird aber nicht nur die nordirische Hauptstadt porträtiert, sondern das Land entlang zweier vorgeschlagener Rundreiserouten in Wort und Bild erkundet.
„Ein Fremder ist ein Freund, dem man bisher noch nicht begegnet ist“, lehrt der irische Volksmund. Tatsächlich ist dies kein bloßes Lippenbekenntnis. Wer durch denn Norden der Grüne Insel reist, wer durch die ausgedehnten Moorlandschaften wandert, wer auf den Spuren der Kelten versucht, das reiche kulturelle Erbe der Insel, das von weit mehr als 9000 Jahren der Besiedlung zeugt, kennen zu lernen oder einfach bei einem Pint in einem der urgemütlichen Pubs Entspannung sucht, wird schnell feststellen, dass dies keine leeren Worte sind. Im Gegenteil, die Iren sind für ihre Aufgeschlossenheit und ihre Kontaktfreudigkeit bekannt.
Nordirland hat aber noch andere Pfunde, mit denen sie wuchern kann: eine schier nie enden wollende Zahl an Mythen und Legenden. Hinzu kommen ebenso abwechselungsreiche wie grandiose Landschaften, die in mehr als 40 verschiedene Schattierungen von Grün getaucht sind, und ein Klima, das ganz wesentlich von den Ausläufern des warmen Golfstroms geprägt wird. Die zahlreichen Berge, Heidelandschaften, Seen, Flüsse, einsame Buchten und wildromantischen Küstenabschnitte sind ein Paradies für Naturliebhaber. Wanderer, Radfahrer und Reiter kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Freizeitkapitäne, Angler und Wassersportler.
Ulrike Katrin Peters, Karsten-Thilo Raab: Nordirland Reisehandbuch, Westflügel Verlag, Essen 2006, ISBN 3-939408-00-X, ISBN 978-3-939408-00-0 (ab 2007), 128 Seiten, 22 Fotos, 1 Karte, Preis: 12,90 Euro











