(openPR) Mit Vorfreude und Verantwortungsbewusstsein
Seit dieser Woche ist es auch den Amateurchören in Baden-Württemberg gestattet, wieder gemeinsam zu singen. Die drei weltlichen Chorverbände im Land sind erleichtert, dass nach langem Warten nun endlich verbindliche Regeln definiert wurden, die eine Rückkehr zum Proben- und Konzertbetrieb ermöglichen.
Die Proben- und Konzerttätigkeit in den rund 4.600 Chören musste zur Eindämmung der Corona-Pandemie seit März ruhen. „Die Kontaktbeschränkungen waren für uns alle ein harter Einschnitt“, so Dr. Jörg Schmidt, der Präsident des Schwäbischen Chorverbandes, „doch die Vereine haben mit kreativen Ideen und starkem sozialem Zusammenhalt bewiesen, dass sie auch schwierige Zeiten überstehen“.
Besondere Verantwortung durch hohe Atemluftaktivität
Die Chorvereine in Baden-Württemberg mussten, ähnlich wie in anderen Bundesländern, besonders lange auf eine Freigabe ihrer Arbeit warten. Grund dafür ist die hohe Atemaktivität beim Singen und die dadurch verbundene Ausbreitung von Aerosolen. Erst durch wissenschaftliche Untersuchungen, unter anderem vom Freiburger Institut für Musikermedizin, war es möglich Schutzkonzepte für Chorproben zu entwickeln. Die 1. Vorsitzende des Baden-Württembergischen Sängerbundes, Betina Grützner, ist sich sicher: „Unsere Chöre sind sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst. Die Gesundheit der Mitwirkenden und des Publikums stehen an erster Stelle. Als Chorverbände unterstützen wir die Vereine mit Mustervorlagen für Hygienekonzepte, in denen wir angemessene Abstands- und Verhaltensregel empfehlen“.
Weitere Unterstützung bei der Rückkehr zur Chorarbeit notwendig
Trotz vieler kreativer Ideen in der Zeit des Kontaktverbots war der Wunsch nach physischen Chorproben, nach Begegnung und dem gemeinsamen Klang der Stimmen groß. „Wir Sängerinnen und Sänger streiten für unsere Sache, aber mit Vernunft. Dass Chöre nun wieder proben dürfen, ist auch ein gemeinsamer Erfolg mit dem Landesmusikverband und den sieben anderen Amateurmusikverbänden im Land“, so Josef Offele, Präsident des Badischen-Chorverbandes.
Für die drei weltlichen Chorverbände im Land ist es wichtig, dass die Vereine jetzt auch bei der Rückkehr zum gemeinsamen Singen unterstützt werden, um langfristig ihre soziale und kulturelle Arbeit wieder aufnehmen zu können. Das vom Land in Aussicht gestellte zusätzliche Hilfspaket in Höhe von 40 Millionen Euro für Musik-, Kultur- und Kunstvereine ist ein wichtiges Signal auch an die mehr als 140.000 Sängerinnen und Sänger im Land.
Weitere Informationen auch auf der Sonderseite des Schwäbischen Chorverbandes zur Corona-Pandemie: scv.app/coronavirus











