(openPR) Herr Professor Butenandt, Sie sind Kinderarzt und Spezialist auf dem Gebiet der Wachstumsstörungen. Was hat das Ullrich-Turner-Syndrom mit dem Wachstum zu tun?
Ein Anzeichen für die Erkrankung „Ullrich-Turner-Syndrom“ ist die Tatsache, dass die betroffenen Mädchen im Wachstum hinter den gleichaltrigen Kindern zurückbleiben. Die Endgröße der erwachsenen Frauen liegt bei cirka 146 Zentimetern. Außerdem bleibt bei nahezu allen Mädchen mit diesem Syndrom die Pubertät aus. Sie bleiben unfruchtbar. Die Ursache des Ullrich-Turner-Syndroms ist der Verlust von einem Geschlechtschromosom oder von Teilen davon.
Wie kann man das Ullrich-Turner-Syndrom frühzeitig erkennen?
Bei Geburt sind oft – aber nicht immer – Schwellungen an den Händchen und Füßchen vorhanden. Auch einige andere Symptome kommen häufig, aber eben nicht immer vor. Mädchen mit einem Ullrich-Turner-Syndrom sind oft schon bei Geburt kleiner als andere Kinder und die Wachstumskurve fällt meistens deutlich, so um das fünfte Lebensjahr, aus dem Normalbereich heraus. Deshalb sollte man, wenn bei den Vorsorgeuntersuchungen Wachstumsstörungen festgestellt werden, auch an diese genetische Erkrankung denken und gegebenenfalls eine Chromosomenbestimmung veranlassen.
Gibt es Möglichkeiten der Therapie für diese Krankheit?
Zur Beschleunigung des Wachstums wird Wachstumshormon eingesetzt. Damit kann eine Endgröße im unteren Normbereich erzielt werden. Wichtig ist der frühzeitige Beginn dieser Behandlung. Ab dem Pubertätsalter benötigen die Mädchen außerdem eine Östrogen-Therapie, um eine altersgerechte weibliche Entwicklung zu ermöglichen.
Wie viele Frauen in Deutschland sind vom Ullrich-Turner-Syndrom betroffen?
In Deutschland leben cirka 12.000 bis 15.000 Frauen mit dieser Chromosomenstörung.
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Im Februar 2003 haben sich alle Hersteller, die ein in Deutschland zugelassenes Wachstumshormonpräparat herstellen bzw. vertreiben, zur Arbeitsgemeinschaft „Forum Wachsen“ zusammengeschlossen. Damit wurde es möglich, die Initiativen der Wettbewerberfirmen besser aufeinander abzustimmen, Ressourcen zu bündeln und „mit einer Stimme“ zu sprechen. Das „Forum Wachsen“ arbeitet eng mit den beteiligten Fachgesellschaften sowie mit Patientenorganisationen zusammen und fördert Projekte auf dem Gebiet der pädiatrischen und Erwachsenenendokrinologie.










