(openPR) Neuenburg geht neue Wege in der Energiepolitik und macht somit einen bedeutenden Schritt zu den erneuerbaren Energien: Ein Geothermie-Kraftwerk soll entstehen. Die geplante elektrische Leistung des Kraftwerks liegt bei 4 Megawatt, die thermische bei 20 Megawatt.
Der gesamte Oberrheingraben bietet geologisch gesehen optimale Bedingungen für die geothermische Nutzung — auch zu sehen an den bereits in der Realisierungsphase stehenden Projekten in Soultz sous fôret, Landau und Basel. Ausschlaggebend für den Standort Neuenburg war für die Stoltenberg Energie die Aufgeschlossenheit und das Engagement des Bürgermeisters Joachim Schuster und des Gemeinderates.
„Viele Kommunen stehen der noch jungen Geothermie sehr kritisch gegenüber — doch das war in Neuenburg anders“ so Robert Doelling von der Stoltenberg Energie GmbH. Denn „Geothermie ist ein hochinteressantes Thema für Neuenburg“ ist die Meinung von Joachim Schuster, der auch schon in der Vergangenheit Wege beschritt, die in anderen Gemeinden erst Jahre später möglich waren.
Grundstück reserviert: Die Unterstützung der Stadt Neuenburg geht so weit, dass bereits ein Grundstück für das Kraftwerk im Industriegebiet reserviert worden ist, zusätzlich möchte Joachim Schuster auch kommunale Fördertöpfe zugunsten der Geothermie nutzen. Ebenso mit im Boot sitzt die Badenova: Diese hat exklusiv und komplett die Abnahmeverpflichtung der im Kraftwerk produzierten Wärme übernommen. Weitere Kooperationsbemühungen seitens der der Badenova werden verfolgt. Die Abnahme des Stroms wird im Erneuerbare-Energien-Gesetz geregelt und muss durch den Energieversorger für 15 cent pro Kilowattstunde erfolgen.
In Geothermie-Kraftwerken kann entweder über die Verdampfung eines Ammoniak-Wasser-Gemisches (Kalina-Prozess) oder über die Verdampfung eines Organischen Lösungsmittels (ORC-Prozess) Strom gewonnen werden. „In Neuenburg haben wir uns auf Grund der relativ niedrigen erwarteten Temperatur des Wassers von 130 Grad Celsius für die Kalina-Technik entschieden, die in diesem Temperaturbereich effizienter arbeitet“ so die Ausführungen von Robert Doelling.
Ein weiterer wichtiger Punkt für die Wirtschaftlichkeit eines Geothermie-Projektes ist die Schüttung, also die Menge Wasser, die problemlos aus dem Untergrund an die Oberfläche gefördert werden kann. Die Projektplaner gehen in der jetzigen Phase von einer langfristigen Schüttung von 80 Litern pro Sekunde aus. In Neuenburg wurden bislang drei geologische Gutachten erstellt, um die Vorerkundungen abzuschließen ist eventuell noch eine Seismik geplant. Das Projekt befindet sich momentan in der Finanzierungsphase, das heißt es werden Investoren gesucht und verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten gegeneinander abgewogen, um die veranschlagten 20 Millionen Euro zu finanzieren.
Hierbei werden alle Möglichkeiten geprüft, von der rein privaten Finanzierung über einen Fond bis hin zur Kopplung mit anderen Projekten, wodurch das Risiko für den einzelnen Investor sinken würde. „Sobald die Finanzierung steht, beginnen binnen 24 Monaten die Bohrungen, der Kraftwerksbau und der Bau des Fernwärmenetzes“ beschreibt Robert Doelling die weiteren Schritte. Eine Zeitspanne von zwei Jahren bis zum Beginn der ersten Bohrung ist sehr realistisch, da durch den weltweiten Bohrboom eine Knappheit an Bohrgeräten herrscht.
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