(openPR) Wer denkt als Unternehmer mit Mitte 50 schon ans Aufhören? Wenn es dann so weit ist, wird sich schon ein geeigneter Nachfolger finden, schließlich arbeitet man seit Jahren mit schwarzen Zahlen und ist in der Branche gut vernetzt. Diese Meinung vertreten viele gerade in kleinen und mittelständischen Betrieben. Dass aus der eigenen Familie niemand in die Fußstapfen des Seniors treten wird: Kein Beinbruch, die Kinder sollen bekanntlich ihre eigenen Wege gehen.
„Diese Denkweise ist leider weit verbreitet“, mahnt Dr. Peter Pinzinger aus dem bayerischen Tittmoning. Er muss es wissen, beschäftigt er sich doch Tag für Tag mit dem Thema Betriebsübergang. „Viele Weichenstellungen werden immer wieder verschoben, und plötzlich erfordert das Alter, eine Krankheit oder ein anderer Grund eine schnelle Entscheidung im Unternehmen und in der Familie“, sagt der Experte, der weiß, dass die wenigsten Betriebsinhaber eine realistische Vorstellung vom Wert ihres Lebenswerks haben. Auch bei der Suche nach einem Nachfolger tun sie sich schwer, weil sie keine der Plattformen kennen oder den Kontakt zu den Kammern zu spät oder gar nicht aufnehmen.
Der Praktiker mit Büro in München ist deshalb froh, wenn sich die Unternehmer zu einem möglichst frühen Zeitpunkt für eine professionelle Begleitung des Übergabeprozesses entscheiden: „Wir können dann gemeinsam nach passgenauen Nachfolgern Ausschau halten, den Markt analysieren, auch mit den Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten reden. Interessenten für die Nachfolge können qualifiziert sowie auf Herz und Nieren gecheckt werden“, verrät Dr. Peter Pinzinger, der sich auch nicht scheut, die Bewerber mehrmals zu Vieraugengesprächen einzuladen, weil es mit der rein fachlichen Qualifikation allein nie getan ist, wie er betont. So spielt die Finanzierung der Kaufsumme in einem solchen Begleitprozess eine Rolle, aber auch die Frage der internen und externen Kommunikation. „Nur wenn es von Beginn an eine Strategie und eine Abstimmung gibt, wird der Übergabeprozess zum Erfolg, sonst läuft man Gefahr, sein Lebenswerk aufs Spiel zu setzen und viel zu verlieren“.



















