(openPR) Klimaneutralität in 3 Jahren. Das hat sich das Skigebiet Carezza mit dem Beitritt zum Klimaneutralitätsbündnis 2025 auf die Agenda geschrieben. Doch kann der Alpinskisport überhaupt nachhaltig betrieben werden, oder ist das nur eine Frage des Geldes?
Der »Rosengarten«. Allein der Klang dieses Namens weckt die Sehnsüchte eines jeden Bergsportlers.
Im November 2019 ist Carezza dem Klimaneutralitätsbündnis 2025 beigetreten und will binnen 3 Jahren vollständig klimaneutral werden. „Die Natur und Umwelt ist unsere wichtigste Ressource. Mit dem Beitritt zum Klimaneutralitätsbündnis möchten wir die Sensibilität für das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz forcieren“, erklärt Florian Eisath, Geschäftsführer von Carezza Dolomites, diesen Schritt.
Klimaneutralität hat einen Preis. Und bei diesem Preis muss das eigene Handeln nicht einmal zwingend verändert werden. Zur Kompensation seines eigenen CO2-Fußabdrucks kann man das gute Gewissen auch einfach kaufen und in bestimmte Projekte investieren.
„Genau das ist aber nicht unser Anspruch! Wir wollen mehr!“, beschreibt Florian Eisath die Vision für »sein Skigebiet«.
Seitdem Carezza 2011 zusammen mit dem Partner-Gebiet Arosa in der Schweiz Teil des Projektes »Alpine Klimaskigebiete« wurde, konnten bereits bis zu 30 Prozent Treibstoff bei der Pistenpräparierung und bis zu 25 Prozent an Strom für die Beschneiung eingespart werden.
Das wurde mit verschiedenen Maßnahmen erreicht. Die Schneeerzeuger wurden ausgetauscht und die richtigen Schneekanonen und Lanzen an den richtigen Stelle platziert.
In Abhängigkeit von Pistenpreite, Exposition des Hangs, der Windistuation und der notwendigen Schneemenge hat das auch direkte Auswirkungen auf die notwendige Schubarbeit der Pistenraupe. Damit lässt sich wiederum Treibstoff einsparen. Zudem wurden die Pumpen, die das Wasser zu den Schneekanonen befördern, und auch die eingesetzte Druckluft optimiert. Eine weitere Einsparung in Sachen Energie.
Sicher einer der wesentlichsten Punkte für die nachhaltige Bewirtschaftung des Skigebiets ist die Schneeproduktion.
Schnee entsteht aus Wasser und Luft. Mittels vollautomatischer Steuerung wird mittels modernster Technik in Carezza Schnee erzeugt. Und das nicht »am laufenden Band«. Georg Eisath, Florians Vater, ist Gründer von TechnoAlpin, einem der führenden Unternehmen für Schneeproduktion. Zugleich hat er vor 10 Jahren das nahezu brach liegende Skigebiet seiner Heimat übernommen und den Entwicklungsprozess von Carezza Dolomites eingeleitet.
Der »Schneeflüsterer« weiß, dass die Schneeproduktion bei idealen Temperaturen die Grundlage des Erfolges ist. Natürlich gehört das richtige Mischungsverhältnis aus Luft und Wasser mit dazu. Auf 100 Hektar Pistenfläche wird Jahr für Jahr eine durchschnittlich 60 Zentimeter hohe Schneedecke ausgebreitet. Dabei verwandeln 250 Schneekanonen und Lanzen 240.000m³ Wasser in 600.000m³ Schnee.
Florian Eisath möchte Carezza Dolomites als zukunftsweisendes Bergerlebnisangebot ganzjährig etablieren. Und das unter den drei Säulen der Nachhaltigkeit: ökologischen, ökonomisch und sozial. Das bedeutet, dass auch die Mitarbeiter, die Bevölkerung und Lieferanten in den Prozess mit eingebunden werden und von der Transformation profitieren sollen.
„Die Auszeichnung UNESCO Weltnaturerbe ist ein Geschenk. Es ist aber auch Verpflichtung und will gepflegt werden. Damit wir es an die nächste Generation übergeben können“, so Florian Eisath. Es ist ihm wichtig, dass die Bemühungen der Reduktion auf weitere Themen der Nachhaltigkeit ausgeweitet werden. „Dazu zählt zum Beispiel Vermeidung von Plastik auf den Skihütten“ Und der Erfolg zeigt: auch die Partner in der Region beteiligen sich rege an diesem auch für sie so wichtigen Zukunftsprojekt.
Tourismusorte wie die im Eggental benötigen den Tourismus um zu überleben. Nimmt man diese Grundlage weg, drohen ganze Landstriche zu veröden. Kein Tourismus, keine Einnahmequelle. Keine Einnahmequelle, keine Arbeitsplätze. Keine Arbeitsplätze, keine Zukunft für die folgenden Generationen. Es drohen Abwanderung und der Verfall ganzer Ortschaften, wie ein Blick in Nachbartäler in Richtung Venedig zeigen. Mit der Abwanderung fehlen oft auch Nachfolger für bäuerliche Betriebe. Aufgelassene Höfe führen dazu, dass Kulturlandschaften nicht mehr bewirtschaftet werden und verwildern.
Spricht man also davon, nicht in den Tourismus zu investieren, so nimmt man diese Dynamik der Veränderung in Kauf. Sicher ist es in der heutigen Zeit mehr als fragwürdig Gebiete komplett neu zu erschließen. In der Investition in bestehende Gebiete liegt aber ein großes Potential in Sachen Nachhaltigkeit, wie auch für den Schutz der Natur. Das zeigt das Engagement in Carezza.









