(openPR) Bhutan ist ein faszinierendes Reiseland, das sich erst vor wenigen Jahren dem Tourismus geöffnet hat. Erst allmählich beginnt sich das Land auf die zunehmende Anzahl von Gästen einzustellen. Un die Regierung achtet darauf, dass diese Entwicklung möglichst sozial- und umweltverträglich erfolgt. Daher sind Reisen in dieses Land einigen Regelungen unterworfen.
Vor allem Urlauber, die sich und ihre Reise gern selbstständig organisieren, können dies in Bhutan in dieser Form nicht umsetzen. Bereits der Visaantrag ist ohne einen zertifizierten Reisepartner bzw. Reiseveranstalter nicht möglich. Weiterhin wird die Reise im Vorfeld durchgeplant und vor Ort von einem Guide begleitet.
Einige mögen an dieser Stelle einwenden, dass Hotels doch auch direkt auf einschlägigen Hotelplattformen im Internet gebucht werden können. Das stimmt, allerdings wird auf den zweiten Blick auch deutlich, dass diese Kunden ausschließlich aus Nachbarländern wie Indien stammen.
Weiterhin gibt es keinen Direktflug von Europa nach Bhutan. Einzig die beiden bhutanischen Airlines haben die Lizenz zum Anflug des internationalen Flughafens in Paro. Die Buchung und das Handling der Tickets gehört somit zu den Reiseleistungen, für die ein Partner erforderlich ist.
Das zentrale Instrument zur Vermeidung von Massentourismus ist eine tägliche Mindestgebühr von bis zu 290,00 USD pro Person. Dazu kommen die Flugkosten für die bhutanische Airline und weitere Kosten, die mit der Gebühr noch nicht abgedeckt sind.
Das macht Bhutanreisen zu einem exklusiven Erlebnis. Auf der anderen Seite wird ein Teil des Geldes für die Entwicklung des Landes und den Naturschutz verwendet. Weite Regionen wurden zu Nationalparks erklärt und dabei so angelegt, dass hier bis heute seltene und anderswo bereits ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten heimisch sind.
Bhutaner sind ein sehr gläubiges Volk und daher wundert es nicht, dass viele Reiseangebote vollgepackt sind mit Besuchen von Tempeln und Klöstern sowie anderer heiliger Stätten. Dazu kommt, dass Bhutaner wie viele Asiaten gern bereits Erprobtes kopieren, so dass sich viele Angebote gleichen. Was übrigens noch dadurch unterstützt wird, das seitens der Regierung Leistungen geprüft und für ausländische Besucher empfohlen werden.
Für deutsche Reiseveranstalter, die sich auf Individualreisen spezialisieren, ist es durchaus eine Herausforderung, den Partnern und Guides in Bhutan zu erklären, dass Individualreisende aus Europa andere Vorstellungen von ihrem Reiseverlauf haben. Und auch eine andere Einstellung zu Religiösität und Glauben an sich.
Aber letztlich sind es solche Rahmenbedingungen, die das Reisen in dieses Land zu einem spannenden Abenteuer machen.










