(openPR) Berlin und Stuttgart, 07.11.2006 – Einen Vorschlag zur Weiterentwicklung des Umweltmanagement-Systems „EMAS“ in ein Nachhaltigkeits-Managementsystem „EMASplus“ hat heute die Stuttgarter Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung (KATE) dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit überreicht. Die Übergabe fand im Rahmen der Beiratssitzung des Projektes „Sustainable Churches“ statt, das von der EU (Life) und der Bundesumweltstiftung (DBU) unterstützt wird. Vertreter aus kirchlichen Organisationen überreichten dazu ein Memorandum.
„EMASplus“ wurde von den Projektpartnern KATE, IKG (Institut für Kirche und Gesellschaft) und weiteren im Projekt beteiligten Partnern entwickelt. Die aufbauenden Vorschläge umfassen unter anderem Richtlinien zur Einführung eines integrierten Nachhaltigkeitssystems für Unternehmen in ganz Europa. Für Günter Koschwitz, Geschäftsführer von KATE, steht fest: „Manager in Unternehmen müssen begreifen, dass die ihnen anvertrauten Unternehmen nicht eindimensional auf Profit ausgerichtet werden dürfen, sondern auch ihren Mitarbeitern und der Gesellschaft, in der sie agieren, verpflichtet sind.“
Nach langen Auseinandersetzungen stellen Unternehmen in Deutschland heute ihre Verantwortung für die Umwelt nicht mehr in Frage. Die Verantwortung für die Gesellschaft (Corporate Social Responsibility, CSR) dagegen wird noch keineswegs überall in gleicher Intensität wahrgenommen. Allgemeingültige Regeln, um sie zu messen und umzusetzen, sind erst im Ansatz vorhanden.
Hier setzt KATE auf das europaweit bekannte und etablierte Umweltmanagementsystem „EMAS“ auf. Dieses System gilt europaweit als „Premium“-System. Statt für die weitergehenden Anforderungen ein völlig neues System zusätzlich zu installieren, plädiert Günter Koschwitz für eine Weiterentwicklung von EMAS hin zu „EMASplus“. Koschwitz: „EMAS liefert als Managementsystem die Struktur für „EMASplus“ und integriert über die ökologischen Dimensionen hinaus die sozialen und ökonomischen Faktoren innerhalb nur eines Nachhaltigkeitssystems“. Basierend auf den weltweit anerkannten Indikatoren der Global Reporting Initiative (GRI) trage „EMASplus“ umfassend allen Anforderungen an CSR Rechnung.
Im Rahmen des EU-Projektes „Sustainable Churches“ haben sich kirchliche Einrichtungen nach EMAS zertifizieren lassen. In einer Pilotphase sind jetzt erste Einrichtungen nach „EMASplus“ zertifiziert worden. Die Ergebnisse belegen die praktische Umsetzbarkeit der Vorschläge von KATE. Der Dialog mit Vertretern von Unternehmern verschiedener Branchen hat bereits begonnen.
Ansprechpartner:
KATE – Kontaktstelle für Umwelt & Entwicklung
Günter Koschwitz
Telefon: 0711 2483 9711
E-Mail:
Weiterführende Informationen unter www.kate-stuttgart.org und www.emasplus.org.









