(openPR) Das Konzert der Band Affentheater im Vereinsheim 8.11.2019 war das erste in München in voller Besetzung. Mit hundertzwanzigminütigem Showprogramm blieb zum dritten Set keiner im Publikum mehr still.
Neben den festen Songs der Show hat die Band auch neue Tracks zu einer fesselnden Tingeltangel Musikshow ausgebaut. Neben Gesellschaftskritik im Stück "Dandy" und Kommentaren zu der aktuellen politischen Lage in "Hey Capitano" lässt die Band auch keinen Zweifel daran, wie das Weltchaos am besten zu ertragen sei und schenkt in der Pause selbst Schnaps aus. "Leicht angetrunken tanzt sich´s besser" findet Hannes Oberauer, der Bassist der Band. Und überhaupt ist "das eigentliche Affentheater ja nicht hier drinnen", findet Tobias Eichhorn, der Sänger der Band, "sondern da draußen", und zeigt auf den Ausgang vom Vereinsheim. Das Publikum ist sofort dabei. Überhaupt hat man den Eindruck, dass die Bühnenpräsenz der vier Musiker im letzten Jahr eine ordentliche Schippe zugelegt hat. Die Abfolge der Songs folgt eine zwingenden Ordnung und Dynamik, sodass der Spannungsbogen nie abreißt oder ins banale abgleitet. Im Gegenteil ist "Traum und Rausch" ein hochenenergetisches Programm mit optischen und akustischen Höhepunkten geworden. Durchgängig ist der Austausch mit den Zuhörern da, das auch nach dem Konzert noch auf das eine oder andere Bier mit der Band da bleiben will. Die müssen aber sofort in den Abbau und mit dem massiven Bühnenaufbau weiter in den Bandbus und zum nächsten Auftrittsort. Sascha Ivan verabschiedet sich von der ersten Reihe im Publikum mit Handschlag und ist schon eine halbe Stunde später auf dem Weg nach Wien. Über dem Abend im Vereinsheim bleibt die Stimmung aus der "Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht zurück. Leicht angetrunken, schunkelnd, entrückt und der Welt mit seinem täglichen Affentheater ein Stück enthoben.











