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Stiftung Liebenau schließt ambulante Versorgungslücke für Erwachsene

24.10.201916:41 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Stiftung Liebenau schließt ambulante Versorgungslücke für Erwachsene
Fachleute am MZEB(v. li.): Dr. Jürgen Kolb, Elisabeth Greiner, Jonathan Turner und Margarete Naser.
Fachleute am MZEB(v. li.): Dr. Jürgen Kolb, Elisabeth Greiner, Jonathan Turner und Margarete Naser.

(openPR) MECKENBEUREN-LIEBENAU – Für Patienten mit einer geistigen Behinderung oder einer schweren Mehrfachbehinderung hat die Stiftung Liebenau eine neue ambulante Anlaufstelle geschaffen: An der St. Lukas-Klinik in Meckenbeuren-Liebenau gibt es jetzt ein Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderung (MZEB). Es handelt sich um die erste Einrichtung dieser Art in der Bodenseeregion.



Sozialpädiatrische Zentren als Vorbild

Damit schließt sich für Menschen wie Julia K. (Name geändert) eine Versorgungslücke. Wegen der spastischen Lähmung ihrer Arme und Beine braucht sie eine besondere medizinische Betreuung. In ihrer Kindheit und Jugendzeit war dies gewährleistet: Sie hatte Vertrauen zu ihrem Hausarzt, der gut mit Fachleuten verschiedener Bereiche – von Neurologie bis Physiotherapie – zusammenarbeitete. Zudem konnten Julias Eltern immer wieder ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) in der Region zu Rate ziehen. Ein SPZ kümmert sich speziell um Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen der Entwicklung. Hier werden die Kinder untersucht und zum Teil behandelt, die Eltern beraten, Therapiepläne entwickelt und, bei Bedarf, weitere Spezialisten hinzugezogen. Julias Eltern waren froh, sich an diese interdisziplinäre ambulante Anlaufstelle wenden zu können.

Patienten mit speziellen Anforderungen

An Julias 18. Geburtstag war damit jedoch Schluss. Denn die Leistungen eines SPZ enden, sobald die Patienten das Erwachsenenalter erreichen. Es blieb ihnen nur das System der Regelversorgung. Dies stößt, trotz seiner hohen Qualität, bei Menschen mit Behinderungen jedoch immer wieder an seine Grenzen. Warum? Weil bei ihnen eine Erkrankung meist mit spezifischen Fragestellungen verbunden ist. Oft können sie aufgrund mangelnder Kommunikationsfähigkeit ihre Beschwerden nicht beschreiben, kommen mit den Abläufen einer niedergelassenen Praxis nicht zurecht oder haben Schwierigkeiten, sich körperlich untersuchen zu lassen. Hinzu kommt, dass oft mehrere Krankheitsbilder zusammenwirken oder die Symptome nicht klar zuzuordnen sind.

Ambulante und bedarfsgerechte Versorgung

Julias Eltern möchten ihre inzwischen erwachsene Tochter gerne weiterhin zu Hause betreuen – solange es ihre eigenen Kräfte zulassen. Sie sehnen sich aber nach einer Anlaufstelle, die sich, ähnlich wie ein SPZ, um ihre speziellen Fragen kümmert. Jetzt gibt es diese Möglichkeit. Die Rahmenbedingungen für Medizinische Zentren für Erwachsene mit Behinderung (MZEB) hat der Gesetzgeber geschaffen. Die Stiftung Liebenau füllt sie in der Bodenseeregion mit Leben und Inhalt. „In unserem MZEB können wir unsere medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Kompetenzen in der Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderungen jetzt noch viel mehr Menschen zugänglich machen“, freut sich Irmgard Möhrle-Schmäh, Geschäftsführerin der Liebenau Kliniken. „Vom MZEB profitieren vor allem Patienten, die zuhause oder in Einrichtungen ohne direkt angegliederte medizinische Versorgung leben.“

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Fachtag zum MZEB

Bei einem Fachtag im Schloss Liebenau am Mittwoch, 6. November 2019, 14 bis 16.30 Uhr, informiert die St. Lukas-Klinik über das neue Medizinische Zentrum für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schwerer Mehrfachbehinderung. Ärzte, Therapeuten, Pflegekräfte und weitere Fachleute erfahren Details über die Möglichkeiten und Arbeitsweise des MZEB.

Weitere Informationen unter Telefon +49 7542 10-5398 oder per E-Mail an E-Mail.

Weitere Infos zu den Angeboten der Stiftung Liebenau im Aufgabenfeld Gesundheit finden Sie unter www.stiftung-liebenau.de/gesundheit.
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