(openPR) Man kennt sie aus dem Fernsehen, wo sie seit Jahrzehnten ihre teil turbulenten Späße treiben. Nun hat es das Duo Bernhard Hoëcker und Wigald Boning ins Gögginger Parktheater verschlagen. Gleich zu Beginn schockieren sie das Fußball-begeisterte Publikum mit dem offenherzigen Bekenntnis, wenig bis gar keine Ahnung vom Gedeihen des FCA zu besitzen. „Ist der in der 2. Liga? will Hoëcker wissen, was dem bekennenden Kölner sofortige Buh-Rufe einträgt. Zum Glück sind beide nicht aus der Sportschau, sondern aus einer ziemlich großen Ansammlung von Fernsehformaten bekannt. Etwa „Switch“, „Genial daneben“ im Fall von Hoëcker oder „RTL Samstag Nacht“ beziehungsweise „Die Doofen“, was Boning angeht.
Der drei Jahre ältere Oldenburger glänzte durch eine an Biederkeit kaum zu überbietende Weste als Ergänzung zu einer braven Fliege, während Bernhard Hoëcker im lässig-saloppen Stil auf die Bühne sprang. Zwischen den beiden, welche den ganzen Auftritt über standen oder munter hin und her liefen: Eine Art Wimbledon-Tennis-Pokal, aus dem sie Fragen zogen, die ihnen das Publikum zuvor schriftlich gestellt hatte. Dabei ging es querbeet, von der Physik über die Vogelspinne zum Medizinball. Der Vogelspinne verdankt ihren Namen „einer Verwechslung von Maria Sibylla Merian, die das Tier für die Nachwelt gezeichnet hat“, so Alleswisser Hoëcker. Wo der Fernsehprofi dennoch nicht mehr weiter wusste, ließ er seine Fantasie spielen und improvisierte zusammen mit seinem Comedy-Partner, was das Zeug hält. Schließlich ging es hier um die Show, nicht um einen wissenschaftlichen Vortrag.
Gelegentlich ging so ein Scherz auch mal auf die eigene Kappe. So bekannte Hoëcker, mit seinem Aussehen nicht optimal zufrieden zu sein, auf seinen Witz jedoch immer und überall bauen zu können. Über 17 Jahre Bühnenerfahrung – anfangs auch beim Bonner Improvisationstheater „Die Springmaus“ - haben den 49-Jährigen zum stets Worte sprudelnden Entertainer gemacht. Immer wieder wird das Publikum eingespannt, an dem Bernhard Hoëcker zwischendurch auch mal vorbeispringt – um zu demonstrieren, wie schnell man sich verkrampft, wenn der öffentliche Fokus auf einen gerichtet ist. Dabei bleiben beide freundlich-professionell, niemand im Parktheater wird wegen Unwissenheit bloßgestellt oder vorgeführt. Dieses Paar aus der Unterhaltungs-Sparte hätte es sich durchaus leichter machen können mit ihrem Auftritt, aber das scheint beider Sache nicht zu sein.
So verzeiht man den Spaßvögeln auch, dass sie im Kopf schon bei ihrem nächsten Auftritt in München zu sein scheinen und dass sie mit der Stadt Augsburg wohl nicht immens viel verbindet. Beim Wiederkommen könnte das aber schon ganz anders sein. Vielleicht klappt es ja damit, und Boning sowie Hoëcker geben sich ein weiteres Stelldichein im Jugendstil-Background des Kurhauses.











