(openPR) Der Wettbewerb für die Entwicklung eines Wohn- und Geschäftsgebäudes im Stadtteilzentrum Büchenbach-Nord in Erlangen ist entschieden: Als eines der sieben eingeladenen Büros erhielten kister scheithauer gross architekten und stadtplaner (ksg) den 2. Preis. Die Jury begrüßt die selbstbewusste Setzung zweier unterschiedlicher Bauformen und eines vorgelagerten Platzes zur Büchenbacher Anlage.
Erwartet wird eine städtebauliche Neuordnung des Stadtteilzentrums durch die Entwicklung eines Gebäudes, in dem Gewerbe, Eigentumswohnungen und geförderte Wohnungen eine neue attraktive Adresse bilden. Damit soll der in vielen Zentren erkennbare städtebaulicher Trend einer hybriden Nutzung in den Entwurf Eingang finden und neuer Wohnraum in zentraler Lage entstehen. Besondere Wertigkeit sieht die Ausloberin - BAUWERKE Bauträger GmbH aus Erlangen – bei der Gestaltung in den Wegbeziehung und Freiflächen. Die Fußläufige Durchlässigkeit soll bei einer Neubebauung erhalten bleiben.
Das Preisgericht tagte unter Beteiligung von Stadträten und Stadträtinnen, sowie Vertretern der Verwaltung der Stadt Erlangen und unter Leitung von Frau Professor Ingrid Burstaller aus München am 5. September. Der Entwurf von ksg erhielt den 2. Preis.
Grundidee von ksg war die Entwicklung einer Neubebauung von urbaner Stimmung, die im Zusammenspiel mit der umgebenden Bebauung ein neues Quartier bildet. Die Jury begrüßt im Entwurf von ksg „die selbstbewusste Setzung zweier unterschiedlicher Bauformen und eines vorgelagerten Platzes zur Büchenbacher Anlage.“
Als zentralen Baustein für das Stadtteilzentrum Büchenbach-Nord formuliert das Büro ksg zwei unterschiedliche Baukörper, die einen Nukleus als neuen Platz ausbilden. Gefasst von einem Block und einem Punkthaus wird die Wohngegend auf diese Weise mit einem traditionellen Stadtplatz bereichert, der von Arkaden umsäumt, mit Cafés, Restaurants und verschiedenen Geschäften für Belebung und Aufenthaltsqualität bis in den späten Abend sorgt. Durch Blickachsen und die Höhenstaffelung wird die umgebende Bebauung selbstverständlich integriert. Ein visueller Orientierungspunkt ist dabei der Glockenturm der evangelischen Kirche im Osten. Der Solitär nimmt Bezug auf die punktuellen Erhöhungen der Bebauung im Norden auf.
Die ruhige zurückhaltende Fassade des Wohnhauses mit seinem Rhythmus aus bodentiefen doppelflügeligen Fenstern wirkt städtisch und wohnlich zugleich. ksg schlagen weißen Sichtbeton im Sockelgeschoss vor, von dem sich die Holzfassaden der aufgehendenden Wohngeschosse mit einem „silber-grauen“ Farbton abheben. Fallarmmarkisen unterstreichen die stimmige Gesamtatmosphäre. Dass der Entwurf auf auskragende Balkone verzichtet und stattdessen Loggien als einheitliches Gestaltungselement vorsieht, verbindet die verschiedenen vorgesehenen Wohnungsarten in der Außenansicht und vereint das gemischt genutzte Quartier.
„Insgesamt wollen Architektursprache und Typologien einerseits die Umgebung durch Bezüge einbinden und andererseits auch einen unverwechselbaren Akzent schaffen, der selbstverständlich ein neues Zentrum schafft“, fasst Johannes Kister den Entwurf von ksg architekten und stadtplaner zusammen.





