(openPR) Die Zahl der Zweifler wächst von Tag zu Tag. Selbst renommierte Wissenschaftler äußern sich inzwischen sehr zurückhaltend über die nur mäßig akzeptierte Technologie. Im Hau-Ruck-Verfahren wurden und werden milliardenschwere Förderpakete geschnürt, ohne dass die flächendeckende Infrastruktur auch nur annähernd steht, geschweige denn ein einheitliches System bei Kabeln und Steckern. Und dass der regenerative Strom bei weitem nicht ausreicht, um die Autos zu betanken, ist ebenfalls längst klar. Es ist ein Unding, immer größere uns schwerere SUVs mit E-Antrieb zu bauen, die entsprechend voluminöse und gewichtige Batterien benötigen, um annähernd gerade mal 200 Kilometer weit zu kommen. „Die Bundesregierung ist bei den aktuellen Diskussionen um die E-Mobilität auf mindestens einem Auge blind“, sagt Alexander Geith, der erste Vorsitzende des Gewerbeverbandes Burghausen. Geith muss sich den Fragen seiner 220 Mitglieder stellen, die allesamt Gewerbetreibende, aber eben auch Steuerzahler sind. „Es ist nicht zu akzeptieren, dass so viel Geld für diese Technologie in die Hand genommen wird, wenn man weiß, dass man unter anderem einen katastrophalen Raubbau an der Natur betreibt“, mahnt der Burghauser Unternehmer und meint damit auch die Lithium-Gewinnung in Lateinamerika, die großen Teilen der Bevölkerung die Existenzgrundlage raubt. „Kobalt wird unter unvorstellbaren Bedingungen im Kongo abgebaut, und das nachweislich auch durch Kinderarbeit“, sagt Geith, der zudem die seiner Meinung nach noch lange nicht serienreife Technik anprangert. Nicht zu Unrecht, ist doch erst vor wenigen Wochen ein teurer E-Omnibus in der Salzachstadt „unter ungeklärten Umständen“ ausgebrannt – mit einem Schaden in Millionenhöhe. Und dass es seitens der Regierung bis heute keine Aussage gibt zur späteren Entsorgung der Batterien, ist für den Vertreter des Gewerbeverbandes ein weiterer Grund, massiv Kritik zu üben: „Man macht bewusst eine hochentwickelte, effiziente und weltweit geschätzte Motorentechnologie kaputt, setzt alles auf die Karte der E-Mobilität und verrennt sich in blinden Ideologien“.
Was den Chef des Verbandes in Burghausen besonders ärgert, ist das – wie er sagt – hanebüchene Rechenmodell, mit dem der jeweilige Flottenverbrauch reduziert werden soll. „Da reden die Autobosse von Werten, die an den Haaren herbeigezogen sind und die ihren Ursprung unter anderem in der ausgefeilten Lobbyarbeit der Konzerne haben. Dass die Verantwortlichen im Verkehrsministerium und in der Bundesregierung sich zum Handlanger der Hersteller machen und die Gesetze nach den Wünschen der Industrie schreiben, ist schon traurig genug. Dass man aber blindlings und trotz immer lauter werdender Mahnungen der Experten auf E-Kurs bleibt, das alles mit Klimaschutz begründet und weitere Anreize schafft, ist ein Jahrhundert-Fehler“.







