(openPR) Sie sind im norddeutschen Vechta ansässig, wieso gerade Vechta?
Ich fühle mich als gebürtiger Wilhelmshavener als echter Norddeutscher. Der Norden ist unschlagbar schön, er ist mir vertraut und mir am liebsten. Nachdem ich rund 20 Jahre in Osnabrück gelebt habe, ist aus familiären Gründen in Vechta mein neuer Lebensmittelpunkt entstanden. Hier fühle ich mich wohl.
Wieso sind Sie denn Unternehmensberater geworden?
Nachdem ich über 25 Jahre als Angestellter in den Bereichen Risikomanagement, Revision, Inventur in verschiedenen Führungspositionen, national und international erfolgreich tätig war, wurde ich von einem früheren CEO auf diese Idee gebracht. Aus der Idee entstand dann recht schnell ein Konzept, mit dem ich meine Erfahrungen unterschiedlichsten Unternehmen zur Verfügung stellen wollte, um damit meine Brötchen zu verdienen. In der heutigen Zeit gibt es immer noch große Handelsunternehmen, die kein klares Konzept zur Vermeidung von Verlusten etabliert haben und im Mittelstand, auch bei teils zweistelligen Millionenumsätzen, ist dies quasi Normalzustand. Die Köpfe der Firmen haben oftmals keine Vorstellung, welche Verluste vermieden oder gering gehalten werden können, teilweise wurden diese Verluste nicht einmal bemerkt. Genau das ist mein Ansatz, in dort meine Unterstützung anzubieten.
Sie haben viel Erfahrung in großen Konzernen – gibt es da Aspekte, die Sie in den Mittelstand transferieren können?
Auf jeden Fall! Die wichtigste Erkenntnis für mich ist, dass die Schwachstellen trotz unterschiedlichster Unternehmensstrukturen oftmals die gleichen sind. Ich biete beispielsweise eine vorgeschaltete Analyse der bestehenden Organisationsstruktur an, um dann gemeinsam mit den Entscheidungsträgern die geeigneten Maßnahmen festzulegen. Das ist immer sehr individuell. Wir müssen dann auch das ganze Drumherum gestalten, damit die Menschen möglichst effektiv weiterarbeiten können. Im Zuge der Digitalisierung gibt es viele Möglichkeiten, Unternehmen in Zukunft vor Verlusten zu schützen. Oftmals ergeben sich sogar Verbesserungen in der Praxis, obwohl nur eine höhere Sicherheit das Ziel war.
Wie hoch ist aus Ihrer Sicht denn die Bereitschaft für Sicherheitsverbesserung?
Die Bereitschaft ist in den vergangenen Jahren leicht gewachsen. Jedoch ist die Skepsis im Mittelstand sehr groß. Es gibt oftmals Vorurteile, dass „der ja nur schüffeln will…“ und „wir haben keine Probleme…“. Dass gerade kleinere Unternehmen auch schon mit kleinen Maßnahmen wie beispielsweise Mitarbeiter- Schulungen signalisieren können, dass man „bei diesen (Sicherheits-) Themen nicht wegsieht…“ und dadurch Hemmschwellen erhöht werden für alle Facetten von Korruption, muss oftmals erst erklärt werden. Eben diese Aufklärungsarbeit habe ich mir zur Aufgabe gemacht.
Mit welchen Fragen wenden sich die Unternehmen an Sie?
Überwiegend wenn plötzlich Verluste oder Inventurdifferenzen festgestellt werden und nicht klar ist, wo die Ursachen liegen. Manchmal ist aber auch schon klar, dass eine Kontrollinstanz etabliert werden soll, dann begleite ich das Unterhemen entsprechend. Aber sehr häufig werden Begriffe wie „Controlling, Revision, Fraud“ völlig falsch interpretiert. Beispielsweise glauben sehr viele mittelständische Geschäftsführer, dass wenn sie einen Controller beschäftigen, alles für die Unternehmenssicherheit getan zu haben. Dass der Controller selbst auch ein Risiko darstellen kann, können sich viele nicht vorstellen. Manchmal springe ich auch nur begrenzte Zeit ein, wenn eine vakante Position nicht zeitnah besetzt werden kann.
Welche Strategien verfolgen Sie kurzfristig?
Ich möchte Vorträge und Infoveranstaltungen generieren, die für Entscheidungsträger gerade im Mittelstand interessant und finanziell moderat sind. Hiermit möchte das generelle Interesse wecken, ohne „Panik zu verbreiten“. Selbstverständlich freue ich mich, wenn dadurch er eine oder andere Auftrag zustande kommt.
Vielen Dank dass Sie sich die Zeit genommen und Einblicke in Ihre Tätigkeit möglich gemacht haben.











