(openPR) Die Chopin-Gesellschaft Hamburg und Sachsenwald e.V. präsentiert ein
STUMMFILMKONZERT
La valse de l’adieu
Nein, das ist kein Abschied unsererseits, sondern der verheißungsvolle Titel eines außergewöhnlichen, wiederentdeckten und restaurierten Stummfilms aus dem Jahr 1927 – für Hamburg eine Erstaufführung.
Jean-Yves Patte – Präsentation und Moderation
Elizaveta Don (Ivanova) - Klavier
Während einer Aufführung 1929 im “Cinema Balzac“ in Paris fiel der Film einem Feuer zum Opfer und galt seitdem als verschollen. Der bekannte französische Musikwissenschaftler und Kunsthistoriker Jean-Yves Patte las in einem älteren Magazin über Dreharbeiten und Hintergründe zu diesem Film, fand das Thema spannend und begab sich umgehend auf Spurensuche. Bei langwierigen Nachforschungen stieß er in Frankreich und England auf immer mehr Filmfragmente. Sein Bemühen wurde belohnt: 90 Jahre nach der Filmpremiere entstand unter seiner Leitung in einem Pariser Filmstudio eine fast vollständige Rekonstruktion des ursprünglichen Stummfilms, der heute neu gesehen werden kann – ein Juwel.
Für einen Höhepunkt dieser Aufführung sorgt auch die bezaubernde Pianistin Elizaveta Don. Das bewegende Stummfilm-Erlebnis begleitet sie mit Stücken von Frédéric Chopin, darunter natürlich auch der Titelwalzer Valse de l’adieu As-Dur, op. 69, Nr. 1.
STUMMFILM MIT LIVE-KLAVIERBEGLEITUNG
30. August 2019 um 19 Uhr
AUGUSTINUM AUMÜHLE
01. September 2019 um 18 Uhr
HALLE 424 – OBERHAFENQUARTIER
Stockmeyerstraße 43, 20457 Hamburg
Karten unter
Augustinum Aumühle Tel.: 04104 6910
https://halle424.de/veranstaltung/la-valse-de-ladieu
http://www.chopin-hamburg.de/
https://billetto.eu/
Abendkasse
P.S.
Die erste Vorführung von "La Valse de l'Adieu" fand in Paris während der Einweihung des
neuen Salle Pleyel im Oktober 1927 statt.
Es ist der Pianist Walter Rummel, der mit dem Orchester der Société des Concerts du
Conservatoire erstmals diesen Stummfilm begleitete.
Das Musikprogramm basierte größtenteils auf bekannte Werke von Frédéric Chopin, so auch der
Abschiedswalzer op. 69 Nr. 1, aber auch auf Stücke von Schubert, Beethoven und Haydn.
Dieses Programm hat dann viele Veränderungen durchgemacht, weil die Kinos oft
nicht über das Budget oder die technischen Möglichkeiten zur Übernahme eines solchen Programms verfügten. Ganz zu schweigen von der Fähigkeit bestimmter Pianisten, so ein prestigeträchtiges Programm im Theater zu präsentieren.
Eine "klassische“ Musikbegleitung hat meistens genügt, solange der berühmte "Walzer des Abschieds" dabei war.
Der Film wurde in Paris gezeigt und es gab mindestens eine Präsentation in Warschau.
Insgesamt hatte der Film jedoch nicht den erwarteten Erfolg. Nicht wegen des Spiels der
Schauspieler in den Szenarien, sondern wegen des im selben Jahr 1927 aufkommenden Tonfilms mit neuer Kinotechnik "Singen und Sprechen". Diese Neuheit nahm das Interesse am „Abschiedswalzer“: In einen Film, der der Musik gewidmet ist, wurde der fehlende Ton
sofort als schwerwiegender Mangel wahrgenommen.
Während einer Abschlussaufführung 1929 im "Cinema Balzac" in Paris entzündete sich durch ein technisches Versagen in der Vorführkabine ein Feuer und der Film wurde zerstört.











