(openPR) Seine Losung: Mut – Wut – Stolz! Rhythmus, Ekstase, Energie, wildes Denken: Horst Gläsker, Handlungskünstler und Universalgenie der Kunst beeindruckt seit mehr als fünf Jahrzehnten Kunstfans mit einer künstlerisch gestalteten Symbiose aus Musik, Tanz, Theater, Zeichnung, Malerei, Bildhauerei, Installation und Architektur.
Am Sonntag, dem 29. September 2019, eröffnet die Kunstinitiative „Wurzeln und Flügel e.V.“ um 12 Uhr die große Gläsker-Ausstellung „Zufall und Präzision“ auf Schloss Reuschenberg an der Gerhard-Hoehme-Allee 1 in Neuss und gibt einen Überblick über das vielfältige Werk des in Düsseldorf ansässigen, 1949 in Herford geborenen Künstlers.
Mit legendären Tischkonzerten und verrotteten Teppichen vom Sperrmüll, die er übermalte und in malerische Ereignisse verwandelte, mischte Horst Gläsker mit Stirnband und Indianerfeder geschmückt, in den 70er Jahren nicht nur die Düsseldorfer Kunstszene erheblich auf. Schon 1981, da war der Maler, Bildhauer und Performer gerade mal 32 Jahre alt, erfolgte eine große Einzelausstellung „Bemalte Teppiche, bemalte Tapeten, Musikobjekte“ im renommierten Von der Heydt-Museum in Wuppertal.
Auf Schloss Reuschenberg werden nun über achtzig ausgewählte Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden von den 70er Jahren bis heute mit folgenden Schwerpunkten gezeigt:
Malerei auf Sperrmüllteppichen, seit 1977 und Malerei auf Tapeten, seit 1978.
Tondos (Rundbilder), seit 1990, Intarsien aus Holz - bemalt mit Blattgold, Öl- und Lackfarben.
Monotypien, Holzdrucke, Ölfarbe auf Leinwand, seit 1996
Pinseltanz, seit 2002, monumentale Gemälde, als Hommage an „Die große Woge“ (heißt das nicht „Welle“) von Hokusai (berühmter japanischer Maler).
Rhythmus, seit 2011, abstrakt-ornamentale Hinterglasmalerei.
Das Arbeitsprinzip – Caos und Ordnung
„Im Rhythmus verbindet sich seine musikalische mit seiner malerischen Existenz,“ betont der Kunstkritiker Manfred Schneckenburger und fügt hinzu: „Der Rhythmus ist der größte gemeinsame Nenner auf dem seine Kunst beruht. Er fundiert seinen zentralen Beitrag zur Malerei: die Wiederentdeckung von Ornamentik und freiem Ornament.“
Gläsker, der Klarinette und Saxophon spielt, beschreibt seine Kunst anhand seiner berühmten Pinseltänze so: „Es geht um Chaos und System, um Zufall und Präzision, um Ruhe und Leichtigkeit, um Rhythmus und Energie, künstlerische Freiheit und Disziplin.“ Der Handlungskünstler resümiert: „Ich erforsche das künstlerische Universum!“ Und das geht bei seinen berühmten Pinseltänzen so: „Der breite Chinapinsel mit langem Stil in der Hand des tanzenden Malers kreist in einer Spontanaktion über die auf dem Boden liegende Leinwand. Mit wilden Pinselschwüngen werden das Chaos, der Zufall und die Anarchie gefeiert. Doch nach dem ekstatischen Bildgründungsakt voller Linienschwünge folgen sorgsam abgestimmte Arbeitsschritte. Horst Gläsker erklärt: „Erst kommt die Bewegung, dann erfolgt die Beschleunigung samt wilder Gesten, darauf folgt das meditative, akribische Nacharbeiten – die Entschleunigung.“
Der Zufall auf den der Künstler reagiert, spielt bei der Werkentstehung also eine große Rolle. Insofern sind seine Arbeiten auch Entdeckungsreisen und Experimentierfelder. Gleichzeitig geht es aber auch um die Lust am Tanz, am Malen und an der Farbe. Farbe in Bewegung, in ihrer leuchtenden Intensität, in ihrer Rauschhaftigkeit und in ihrer positiven Lebendigkeit!
Beate Düsterberg von der Kunstinitiative „Wurzeln und Flügel e.V.“ betont: „Wir freuen uns, dass wir mit Horst Gläsker so einen wesedntlichen Vertreter der deutschen Kunstszene bei uns vorstellen können. Gläsker hat Kunstgeschichte geschrieben!“
Die Ausstellung von Horst Gläsker, der an der Kunstakademie Düsseldorf bei Gerhard Richter, K.O. Götz und Hüppi studierte läuft bis Januar 2020.













