(openPR) Im Altonaer Freistern Verlag ist jetzt das erste Fischmarktbuch seit 28 Jahren erschienen. Das Buch erzählt in 15 Texten und 45 Bildern Geschichten rund um den Fischmarkt. Die Texte recherchierte und schrieb Hannes Bötticher, die Fotos kommen aus den Kameras der Großbengerstorfer Künstlerin Cenci Goepel und des ostfriesischen Fotografen Jann Wilken aus St. Pauli sowie aus dem Archiv des Architekten Günter Talkenberg. Das Buch hat 96 Seiten und kostet 10 Euro.
Die Autoren suchten von den 300 Marktständen, die im Sommer auf dem Fischmarkt verkaufen, vier Händler aus, die eigene Produkte anbieten. Hier warfen sie einen Blick hinter die Kulissen und berichten, wie die Ware entsteht, die sonntags lauthals feil geboten wird. Dazu gehören Günther Burmeister, der einzige Marktschreier, der die Aale mit eigenem Know-how räuchert, und Bäckermeister Jürgen Berg aus Berkenthin. „Vielleicht kommen die Leserinnen und Leser auf den Geschmack, vermehrt Qualitätsprodukte auf dem Fischmarkt zu verkaufen“, hofft Verleger Christian Sternberg. Hoffnungsvolle junge Talente finden in dem Buch einen Ratgeber; „wie man richtg Markt schreit“.
Schwierig sei es, so Sternberg, die gängigen Fischmarkt-Klischees zu vermeiden. Für viele Hamburger sei der Fischmarkt nur eine Erinnerung an Sauftouren. Echte Entdeckungen machten häufig die Auswärtigen, wie der Architekt Günter Talkenberg, der dem Platz sein heutiges Gesicht gab. Touristen, die regelmäßig wieder kommen, steuern feste Ziele an, wie zum Beispiel Käse Meier, der „wie früher“ fische Buttermilch verkauft.Oder die Gaststätte „Zum Verholer“, in der Dietrich Schultze schmuddelige Gesänge vorträgt. Oder die Billigheimer für Obst und Gemüse. Wie man dort richtig auf Schnäppchen-Jagd geht, steht in dem durchgängig farbigen Band ebenso wie die Geschichte des Marktes, die im Jahr 1703 begann.
Das Buch in grellem magentablauen Enband ist solide verarbeitet: ein fettabweisend bezogenes Hardcover mit Fadenheftung. "Made in Hamburg, NRW und Hessen!" betont Sternberg. Mit zehn Euro sei der farbige Bildband "ein echtes Schnäppchen", mit dem man gleichzeitig die Politiker ärgern könne, denn für Bücher gelte der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent.









