Auf der GlobusWorld, die im Januar in San Diego, Kalifornien/USA, stattfand, konnte Hewlett-Packard demonstrieren, wie sich ein HP Utility Data Center (UDC) und das Konzept des Grid-Computing miteinander kombinieren lassen.
29. Januar 2003 - Das Projekt zeigt, wie Anwender eines Computing-Grids über das HP UDC schnell und kostengünstig auf kommerzielle Anwendungen zugreifen können. Es wurde in den HP Labs installiert und ist die Plattform für weitere Forschungsaufgaben. Für das auf der GlobusWorld gezeigte Projekt nutzten die HP Labs das auf offenen Standards basierende Globus Toolkit des Global Grid Forums zur Verknüpfung der beiden IT-Konzepte. Während wissenschaftliche Anwendungen oft nacheinander im Batchbetrieb abgearbeitet werden, laufen kommerzielle Applikationen über lange Zeiträume hinweg und haben hohe Ansprüche an Verfügbarkeit und Datensicherheit. Um diese unterschiedlichen Ansätze der IT zu kombinieren, haben die HP Labs mittels des Globus Toolkit 2.0 ein Gateway zwischen dem Grid und dem UDC geschaffen. Das Gateway bietet die in einem UDC vorhandenen Ressourcen einem Grid an und akzeptiert Nutzeranfragen für diese Ressourcen. Mit einer nur kleinen Zahl von Tags (Markierungs-Informationen) können die komplexen Ressourcen eines UDCs in der vom Globus Toolkit verwendeten RSL (Resource Specification Language) dargestellt werden. RSL kann diese Tags wiederum der Web-Programmiersprache XML anbieten. Zur Anwendung des Gateways haben die HP Labs ein Software-Werkzeug mit Drag-and-Drop-Funktionalität entwickelt, mit dem Applikationen designed werden können, die vom Globus Toolkit unterstützt werden. Anwender können dadurch die Ressourcen eines UDC nutzbar machen, ohne dass RSL-Kenntnisse und Hintergrundwissen über den Aufbau des UDC erforderlich sind. Das Globus Toolkit ist die am häufigsten genutzte Grid-Computing-Infrastruktur. Außerdem werden die Möglichkeiten des Utility Data Centers genutzt, um sichere, virtuell verknüpfte Ressourcen für komplexe Applikationsumgebungen zur Verfügung zu stellen. HPs Projekt erweitert einerseits das Grid-Computing-Konzept, das derzeit keine komplexen Topologien unterstützt und andererseits das UDC mit einem weiteren wichtigen Interface.Grid-Computing ist ein Konzept, bei dem einzelne Computersysteme über das Internet zu einem extrem leistungsstarken verteilten Computer zusammengeschaltet werden. Grid-Computing wird zur Zeit vor allem im wissenschaftlich-technischen und akademischen Umfeld stark genutzt. HPs Konzept des Utility Data Centers umfasst Produkte und Lösungen, mit denen vorhandene IT-Infrastrukturen so miteinander verknüpft werden, dass Rechenleistung und Speicherplatz für einen Endanwender ebenso selbstverständlich zur Verfügung stehen wie Wasser oder Elektrizität. Das Globus Toolkit umfasst Softwarelösungen für das Grid-Computing, die im Rahmen des Globus-Projekts (http://www.globus.org/) entwickelt oder zur Verfügung gestellt wurden.