openPR Recherche & Suche
Presseinformation

BGH-Urteil zu kleinen Geschenken in der Apotheke

11.06.201917:25 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Berlin, 11. Juni 2019. Das Urteil des Bundesgerichtshofs (Aktenzeichen: I ZR 206/17) von letzter Woche stellt klar, dass kleine Zugaben bei der Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in Apotheken ausnahmslos nicht mehr gestattet sind. Das bedeutet für die patientenindividuelle Arzneimittelverblisterung (PAV) erst recht, dass sie keine Gratisleistung sein darf.



Die Packung Taschentücher oder Bonbons als Beigabe zu einer abgegebenen, vom Arzt verschriebenen Arzneimittelpackung ist seit dem BGH-Urteil von letzter Woche in Deutschland untersagt. Auch kleine Geschenke ohne großen Wert könnten den Wettbewerb verfälschen, urteilte der Bundesgerichtshof. Damit bestätigt ein oberster Gerichtshof die einheitlichen Apothekenabgabepreise.

Der BPAV hat dieses Urteil mit großem Interesse zur Kenntnis genommen“, sagt der Vorsitzende Hans-Werner Holdermann. „Für unsere Mitglieder, die Blisterzentren, bedeutet das nun erst recht, dass ihre Apothekenkunden eine auskömmliche Vergütung ihrer hochwertigen pharmazeutischen Dienstleistung, der patientenindividuellen Arzneimittelverblisterung, verlangen können – und müssen,“ gibt sich Holdermann überzeugt.

Ausschreibungen zur Verblisterung zum Nulltarif müssen jetzt genauso der Vergangenheit angehören

Der BPAV setzt sich seit seiner Gründung vor zehn Jahren für eine hohe Qualität in der Arzneimittelabgabe ein. Die aufwendige und sichere maschinelle Verblisterung inklusiver foto-optischer Endkontrollen und Dokumentation erhöht die Arzneimitteltherapiesicherheit , weil Fehler durch manuelles Stellen vermieden werden. Diese hochwertige pharmazeutische Dienstleistung hat ihren gerechtfertigten Preis.

Wenn jetzt selbst Taschentücher tabu sind, dann steht für uns außer Frage, dass Zugaben in Größenordnungen, wie sie unsere Verbandsmitglieder erzeugen und die bei circa sechs Euro pro Patient und Woche liegen, erst recht tabu sind“, so Holdermann. „Unerträglich wird es dann geradezu, wenn beispielsweise von Trägern der Altenpflege insbesondere aus dem kommunalen Bereich, Ausschreibugen für die Versorgung durch PAV platziert werden, die sich um einen Euro pro Patient und Woche herum bewegen. Nicht selten wird dann noch von den Apotheken verlangt, diese Leistung ganz gratis abzugeben“, führt der BPAV-Chef weiter aus.

Der BPAV werde sich weiterhin vehement dafür einsetzen, dass die PAV flächendeckend zum Einsatz komme und das Mittel der Wahl in der Versorgung multimorbider Patienten in der stationären Pflege werde. Das schließe selbstredend die auskömmliche Honorierung ein.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1051963
 479

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „BGH-Urteil zu kleinen Geschenken in der Apotheke“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Bundesverband patientenindividueller Arzneimittelverblisterer (BPAV) e.V.

Bild: DDInnovations Assoziiertes BPAV-MitgliedBild: DDInnovations Assoziiertes BPAV-Mitglied
DDInnovations Assoziiertes BPAV-Mitglied
DDInnovations wird assoziiertes Mitglied im BPAV – Digitalisierung stärkt die patientenindividuelle Arzneimittelversorgung Berlin, im Februar 2025 – Der Bundesverband Patientenindividueller Arzneimittelverblisterer e.V. (BPAV) begrüßt mit DDInnovations ein neues assoziiertes Mitglied. Das MedTech-Unternehmen entwickelt innovative Lösungen für den Gesundheitssektor und bringt seine Expertise im Bereich der digitalen Automatisierung in die Verblisterung ein. Innovationen – nicht nur im Namen Durch die Kombination aus Künstlicher Intelligenz …
Bild: Patientensicherheit durch patientenindividuelle Arzneimittelverblisterung stärkenBild: Patientensicherheit durch patientenindividuelle Arzneimittelverblisterung stärken
Patientensicherheit durch patientenindividuelle Arzneimittelverblisterung stärken
Berlin, 17.09.2024 Anlässlich des heutigen Welttages der Patientensicherheit steht aus Sicht des BPAV auch in diesem Jahr die patientenindividuelle Arzneimittelverblisterung (PAV) im Fokus. Durch den systematischen Ansatz zur personalisierten Verblisterung von Medikamenten können Risiken in der Arzneimitteltherapie signifikant reduziert und die Sicherheit der Patienten maßgeblich erhöht werden. Dies ist ein entscheidender Beitrag zur Vermeidung von Medikationsfehlern, die immer noch eine der Hauptursachen für Behandlungsfehler darstellen. A…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Bonus auf verschreibungspflichtige Arzneimittel von bis zu 3 Euro verstösst nicht gegen BerufsrechtBild: Bonus auf verschreibungspflichtige Arzneimittel von bis zu 3 Euro verstösst nicht gegen Berufsrecht
Bonus auf verschreibungspflichtige Arzneimittel von bis zu 3 Euro verstösst nicht gegen Berufsrecht
… berufsrechtlich verboten werden können. Das beim Verwaltungsgericht Mainz angesiedelte Berufsgericht für die Heilberufe für das Land Rheinland-Pfalz sprach den beschuldigten Apotheker in einem am 01.02.2012 verkündeten Urteil (Az.: BG-H 2/11.MZ) vom Vorwurf einer Berufspflichtverletzung frei. Zugaben auf verschreibungspflichtige Arzneimittel sind nach …
Bild: Fremdbesitzverbot von Apotheken stärkt unabhängige VerbraucherberatungBild: Fremdbesitzverbot von Apotheken stärkt unabhängige Verbraucherberatung
Fremdbesitzverbot von Apotheken stärkt unabhängige Verbraucherberatung
Versand-Apotheke APONEO begrüßt heutiges EuGH-Urteil Berlin, 19. Mai 2009. Die in Berlin ansässige Versand-Apotheke aponeo.de befürwortet das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in Luxemburg, dass weiterhin nur approbierte Pharmazeuten Apotheken betreiben dürfen. Eine Aufhebung des bislang bestehenden Fremdbesitzverbotes hätte Kapitalgesellschaften …
Deutsche Apotheken werden weiter diskriminiert | Keine Bonbons zu verschreibungspflichtigen Medikamenten mehr
Deutsche Apotheken werden weiter diskriminiert | Keine Bonbons zu verschreibungspflichtigen Medikamenten mehr
Berlin, 11. Juni 2019. Alle deutschen Bürger kennen und schätzen das: Man holt das Arzneimittel auf Rezept in der Apotheke ab und erhält ein Päckchen Taschentücher oder Halspastillen dazu. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) mit einem neuen Urteil nun verboten. Er möchte den Wettbewerb zwischen Apotheken verhindern: Die Preisbindung bei verschreibungspflichtigen …
Handlungsanleitung: Wie verkauft man rechtssicher Medikamente im Internet?
Handlungsanleitung: Wie verkauft man rechtssicher Medikamente im Internet?
… wenn die Einordnung noch nicht sicher geklärt ist. 3. Wer darf Arzneimittel im Internet an Endverbraucher verkaufen? Wie auch im realen Leben dürfen apothekenpflichtige Arzneimittel im Internet nur von Apotheken verkauft werden. Welche Arzneimittel apothekenpflichtig sind, ergibt sich aus Verordnungen des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziales, …
Bild: medivendis.de ++ Versandapotheken: Das BGH-Urteil bzgl. Preisangaben in Preissuchmaschinen im BlickBild: medivendis.de ++ Versandapotheken: Das BGH-Urteil bzgl. Preisangaben in Preissuchmaschinen im Blick
medivendis.de ++ Versandapotheken: Das BGH-Urteil bzgl. Preisangaben in Preissuchmaschinen im Blick
… Aktualität von Preisangaben in Preissuchmaschinen (Urteil vom 11.03.2010, I ZR 123/08) hat sich in (Versand)Apothkerkreisen wie ein Lauffeuer herumgesprochen. Für Versandapotheken stellt die Auffindbarkeit in Preissuchmaschinen einen traditionellen Marketing-Kanal dar. Eine Tradition, die dank des BGH allerdings bald Geschichte sein könnte. Das Urteil …
Einführung eines Transparenz-Kodex in der Arzneimittelindustrie
Einführung eines Transparenz-Kodex in der Arzneimittelindustrie
… Straftatbestands der Bestechlichkeit entgegenzutreten und der Notwendigkeit einer solchen Ergänzung durch eigene Transparenz den Boden zu entziehen. Dennoch keine Entwarnung Dabei bedeutet das BGH-Urteil keineswegs eine Entwarnung für die Ärzte. Zwar mag der BGH die Annahme von Zuwendungen der Pharmaindustrie durch freiberuflich tätige Ärzte als ein …
Kreditbearbeitungsgebühren von der Apobank zurückfordern
Kreditbearbeitungsgebühren von der Apobank zurückfordern
Banken müssen nach den aktuellen BGH-Urteilen recht zweifelsfrei zu Unrecht erhobene Bearbeitungsgebühren für Verbraucherkredite an ihre Kunden zurückzahlen. Mit diesen Forderungen muss auch die Apotheker- und Ärztebank (Apobank), rechnen, die nach Informationen des Branchen-Magazins "Apotheke adhoc" jahrelang ebenfalls Gebühren für Darlehensverträge …
Bild: Werbeartikel für Apotheken – Der Werbeartikel Insider stellt die besten Ideen für den Sommer vorBild: Werbeartikel für Apotheken – Der Werbeartikel Insider stellt die besten Ideen für den Sommer vor
Werbeartikel für Apotheken – Der Werbeartikel Insider stellt die besten Ideen für den Sommer vor
… geringen Wert keinen unzulässigen Wettbewerb dar. Damit haben nun auch Apotheken offiziell die Möglichkeit, ihre Besucher mit zusätzlichem Service, erhöhter Kundenfreundlichkeit und kleinen Geschenken an sich zu binden. „Schließlich stehen auch Apotheken mittlerweile wie alle freien Unternehmen in einem starken Wettbewerb“, so Julia Leutloff, Redakteurin …
Neu: DEGI EUROPA - Aktuelle BGH-Rechtsprechung zu den Ansprüchen bei Immobilienfonds
Neu: DEGI EUROPA - Aktuelle BGH-Rechtsprechung zu den Ansprüchen bei Immobilienfonds
… aus dem BGH-Beschluss vom 2. April 2009 - V ZR 177/08. 1.2 Vollständige Information über das Objekt – Die Informationen über das Objekt müssen vollständig sein (BGH-Urteil vom 7. September 2000 - VII ZR 443/99, Wertpapiermitteilungen 2001, 25). 1.3 Vermietungssituation Aufgeklärt werden muss auch, wenn die ins Auge gefasste Miete 100 % über den ortsüblichen …
Bild: juravendis Rechtsanwälte ++ Apothekenrecht: Arzneimittelwerbung in Preissuchmaschinen: Ein Auslaufmodell?Bild: juravendis Rechtsanwälte ++ Apothekenrecht: Arzneimittelwerbung in Preissuchmaschinen: Ein Auslaufmodell?
juravendis Rechtsanwälte ++ Apothekenrecht: Arzneimittelwerbung in Preissuchmaschinen: Ein Auslaufmodell?
… herumgesprochen. Zu Recht – droht doch nunmehr eine Abmahnwelle durch deutsche Internet-Lande zu rollen. Besonders betroffen von der BGH-Entscheidung sind auch Versandapotheken, für die die Auffindbarkeit in Preissuchmaschinen einen traditionellen Marketing-Kanal darstellt. Eine Tradition, die dank des BGH allerdings bald Geschichte sein könnte. Das …
Sie lesen gerade: BGH-Urteil zu kleinen Geschenken in der Apotheke