(openPR) Vor zwei Wochen startete Janina Bergmann, Physiotherapeutin im Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen, in ein besonderes Abenteuer: Ein halbes Jahr lang wird sie in Shanghai den Aufbau einer neurologischen Rehaklinik unterstützen.
Bad Essen, 09.04.2019. „Es ist alles noch ein wenig unwirklich, aber unglaublich spannend“, berichtet Janina Bergmann, normalerweise Physiotherapeutin im Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen in Bad Essen. Vor zwei Wochen ist die 31-Jährige in Shanghai gelandet. Dort wird sie ein halbes Jahr lang ihre therapeutische Expertise beim Aufbau einer neurologischen Rehaklinik einbringen.
„Ich war sofort Feuer und Flamme“
Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim etabliert international die neurologische Reha nach westlichen Standards. Die Dr. Becker Klinikgruppe, zu der auch das Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen gehört, gilt als Qualitätsführer im Bereich der neurologischen Rehabilitation. Erst im letzten Herbst ist das Neurozentrumnach der Rehabilitandenbefragung der Deutschen Rentenversicherung zur besten neurologischen Rehaklinik Deutschlands gekürt worden. Boehringer Ingelheim arbeitet daher bereits seit einigen Jahren erfolgreich mit der Klinikgruppe zusammen.
2017 trat das Pharmaunternehmen dann mit der Frage an die Dr. Becker Klinikgruppe heran, ob ihre Therapeuten/innen beratend beim Aufbau der chinesischen Klinik vor Ort mitwirken wollen: „Ich war sofort Feuer und Flamme, als ich von der Möglichkeit gehört habe“, lächelt Bergmann. „Das war eine einzigartige Chance für mich. In unserem Beruf ist es nämlich gar nicht so leicht Auslandserfahrung zu sammeln, da unsere Abschlüsse nicht überall anerkannt werden.“
Standortübergreifender Austausch
Bergmann ist die vierte Therapeutin, die von der Klinikgruppe entsandt wurde, um neurologisches Reha-Know-How nach Shanghai zu bringen. „Ich werde jetzt vier Wochen lang von einem Kollegen aus der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht eingearbeitet“, erklärt Bergmann. „Auch das macht das Ankommen hier erst einmal leichter“. Für eine Wohnung in der Nähe in der Rehaklinik sei gesorgt und die Vertragsergänzungen seien gut geregelt gewesen – für die Zeit in Shanghai habe sie ihren Vertrag mit Dr. Becker behalten und bekomme einen Auslandszuschlag.
Herausfordernde Verständigung
In China angekommen, hat Janina Bergmann bislang vor allem eines bemerkt: Sie muss kreativ werden, um sich verständigen zu können. Alles im therapeutischen Team wird vom Englischen ins Chinesische und dann wiederrum zurück ins Englische übersetzt. „Aber im Großen und Ganzen sind wir darauf alle eingestellt und es klappt sehr gut.“ Auch die chinesischen Patientennamen sind durchaus schwierig für deutsche Zungen. „Die Patienten bekommen daher Aliasnamen von uns. Wir behandeln hier also beispielsweise the old lady und the dizzy lady“, schmunzelt Bergmann.
Kooperation läuft noch bis Ende 2020
Bergmann wird bis voraussichtlich Ende September in Shanghai bleiben. Bis dahin hat sie sich mit den chinesischen Kollegen/innen einiges vorgenommen: „Gerade läuft hier ein Gruppentraining in der Medizinischen Trainingstherapie an. Und wir möchten weitere Gruppen, wie z.B. ein Terrain Training integrieren. Dabei erlernen die Patienten das Gehen auf unebenem Boden. Und wir arbeiten an einem Eigenübungsprogramm, mit dem die Patienten eigenständig auch in den Abendstunden aktiv werden können – wenn sie das möchten.“ Im Spätsommer wird sie ihre Aufgaben dann an den/die nächste deutsche/n Kollegen/in übertragen. Noch bis Ende 2020 unterstützt die Dr. Becker Klinikgruppe den Aufbau der Klinik in China. Bis dahin können Physiotherapeuten/innen mit Erfahrung in der Neurologie für sechs Monate entsendet werden. Sofern intern keine Interessenten für den Auslandsjob gefunden werden, können sich Externe bei der Dr. Becker Klinikgruppe darauf bewerben. Kontakt: Personalreferentin Dr. Becker Klinikgruppe Gaby Borsum;






