(openPR) Globale Aufträge von Pharmakonzernen und Bayer-Milestone-Zahlung lassen Umsatz des dritten Quartals gegenüber dem zweiten Quartal ansteigen
Kostensenkung weiter im Fokus
Neuausrichtung hin zum Systemanbieter wird konsequent weiter verfolgt
Heidelberg, 05. Februar 2003 – Die LION bioscience AG hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres zum 31. März 2003 gegenüber dem zweiten Quartal ein deutlich anziehendes Geschäft verzeichnet. Mehrere größere Aufträge sowie eine Bayer-Meilensteinzahlung prägten das Quartal zum 31. Dezember. Dies teilte der Informatik-Spezialist für die Life-Sciences am Mittwoch in Heidelberg mit. Das Unternehmen hält an seinem Sparkurs fest. Die Cash-Position des Unternehmens betrug zum Ende des dritten Quartals 74,8 Millionen Euro.
Umsatz legt gegenüber dem zweiten Quartal zu
Im dritten Quartal meldete LION einen Umsatz von 9,5 Millionen Euro. Damit zogen die Erlöse gegenüber dem zweiten Quartal um 90 Prozent an: LION hatte in den zweiten drei Monaten des Geschäftsjahres 2002/03 zum 30. September einen Umsatz auf vergleichbarer Basis - ohne die aufgegebene Wirkstoff-Forschung ID³ - von 5,0 Millionen Euro und für das Halbjahr Erlöse von 12,3 Millionen Euro gemeldet.
Gegenüber dem Vorjahresquartal, als 10,1 Millionen Euro erzielt wurden, gaben die Erlöse in den drei Monaten zum 31. Dezember auf vergleichbarer Basis um 6,6 Prozent nach. Als Grund für den Umsatz-Rückgang nannte LION die anhaltend schwierige Marktsituation. Hinzu kommt die Produkt-Neuausrichtung hin zum Systemanbieter: Dieser Schritt wird sich voraussichtlich erst im Verlauf des kommenden Geschäftsjahres in deutlich steigenden Umsätzen auswirken. Im Neunmonats-Zeitraum rutschten die Erlöse um 22,7 Prozent auf 21,8 Millionen Euro ab.
Trend zu rückläufigen operativen Kosten hält an
Die Quartalszahlen wurden durch mehrere Sonderfaktoren stark geprägt: Dazu gehören Einmalkosten - insbesondere Restrukturierungskosten - und die Aufwendungen von NetGenics. Die Kosten für die übernommene US-Firma waren im dritten Quartal des Vorjahres nicht enthalten gewesen.
Diese Faktoren schlugen sich in den Kosten nieder und überlagerten die schon greifenden operativen Sparmaßnahmen. Nach Bereinigung dieser Einmalkosten lagen die operativen Kosten und der operative Verlust (EBITDA) im dritten Quartal deutlich unter denen der beiden Vorquartale.
Inklusive aller Aufwendungen stieg der Posten Gesamte Kosten und Aufwendungen (inklusive Umsatzkosten) im dritten Quartal 2002/2003 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 32,9 Prozent auf 22,6 Millionen Euro an. Nach neun Monaten kletterten die Kosten um 22,7 Prozent auf 62,7 Millionen Euro.
Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) sank gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum im dritten Quartal um 6,2 Millionen Euro auf minus 14,8 Millionen Euro, nach neun Monaten um 81 Millionen Euro auf 110,6 Millionen Euro. Allerdings sind in der Neunmonats-Summe die kompletten Goodwill-Abschreibungen und Wertberichtigungen, vorwiegend aus dem zweiten Quartal, in Höhe von 69,7 Millionen Euro enthalten.
Für die drei Monate zum 31. Dezember 2002 meldete LION bioscience einen Netto-Verlust von 14,8 Millionen Euro. Dies ist - auf vergleichbarer Basis - gegenüber dem Vorjahresquartal eine Verschlechterung von 7,6 Millionen Euro. Nach neun Monaten ergab sich ein Verlust von 119,7 Millionen Euro nach zuvor 24,9 Millionen Euro.
Die aufgegebenen Aktivitäten ID³ sind komplett aus dem Ergebnis herausgerechnet und in dem separaten Posten Ergebnis nicht fort geführter Aktivitäten (discontinued operations) ausgewiesen; ID³ machte im abgelaufenen Quartal einen Nettoverlust in Höhe von 6,3 Millionen Euro, der Neunmonatsverlust betrug 13,2 Millionen.
Ausblick
Das Unternehmen orientiert sich mit dem jüngst bekannt gegebenen erfolgreichen Launch der Integrations-Plattform LION DiscoveryCenter™ wie geplant hin zum Systemanbieter. Die neue Plattform deckt die Datenintegration der gesamten Kette in der Wirkstoff-Forschung ab. Zudem werden sowohl eigene als auch fremde Bausteine von Anwendungs-Software auf der Plattform integriert. Dazu sollen in diesem Kalenderjahr zwei neue Produkte auf den Markt kommen: Die LION Target Engine™ - eine Lösung für die biologische Phase der Forschung - und die LION Lead Engine™ - sie identifiziert Leitstrukturen in der chemischen Phase. LION verspricht sich künftig erhebliche zusätzliche Erlöse aus diesen neuen Produkten.
Für das kommende Geschäftsjahr 2003/04, das am 1. April beginnt, geht LION aufgrund der Fokussierung und Erweiterung der Produkt-Palette von einem deutlichen Umsatzanstieg auf rund 40 Millionen Euro aus. Auf der Kostenseite rechnet das Unternehmen mit erheblichen Entlastungen. LION hält daher an seinem Ziel fest, im Verlauf des vierten Quartals des kommenden Geschäftsjahres die Gewinnschwelle zu erreichen. Der Cash Flow sollte sich im Jahresverlauf ebenfalls spürbar verbessern. Für das Gesamtjahr 2003/04 erwartet LION aber noch einen Verlust, der jedoch drastisch niedriger ausfallen wird als in den vorangegangenen Geschäftsjahren.
Den Zwischenbericht für das dritte Quartal und den Neunmonats-Zeitraum zum 31. Dezember 2002 finden Sie auf unserer Website: http://www.lionbioscience.com/financials.
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