(openPR) Die Freie Künstlergemeinschaft Schanze aus Münster feiert ihr 100jähriges Bestehen. Nach der Gründung im Jahr 1919/20 wollten die Gründer neben den bildenden Künsten auch Dichtung, Theater, Musik und Tanz repräsentieren.
Der Kunsthandel | Henneken präsentiert auf der Art & Antik Messe in Münster vom 6. März bis zum 10. März 2019 eine Auswahl verschiedener „Schanze“-Künstler. Zu sehen sind Werke von Theo Hölscher, Aloys Röhr, Josef Wedewer, Hans Pape, Hans Kraft, Paul Westerfrölke, Oskar Kurt Döbrich und Emil Schumacher.
Eines der angebotenen Kunstwerke ist das Gemälde „Dom zu Münster“ von Hans Kraft. Das Werk aus dem direkten Nachkriegsjahr 1946 beeindruckt durch seine Farbigkeit. Trotz der dargestellten Zerstörungen wirkt das Bild nicht düster und hoffnungslos. Durch die Farben und das Licht strahlt das Bild und weist einen optimistischen Blick für die Stadt Münster auf.
Hans Kraft wurde 1895 in Paderborn geboren. 1914 zog er als Freiwilliger in den Ersten Weltkrieg , danach ging er an die Kasseler Kunstakademie, wo er sich mit Künstlern aus Münster, darunter Theodor Hölscher und Josef Wedewer, anfreundete. 1927 zog Kraft nach Münster, wo er bis 1965 am Ratsgymnasium Kunst unterrichtete. Zur gleichen Zeit trat er der Künstlergemeinschaft „Die Schanze“ bei. Nachdem er sich anfangs der Malerei verschrieben hatte und dabei von der „Neuen Sachlichkeit“ inspiriert wurde, widmete sich Kraft ab Mitte der 1920er Jahre der Plakatkunst.
Die Werke Hans Krafts waren in internationalen Kunstausstellungen zu sehen - und sind heute in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.
Der Kunsthandel | Henneken zeigt neben den Künstlern der „Schanze“ auch Werke der Klassischen Moderne von Erich Heckel, Christian Rohlfs, P.A. Böckstiegel, Hannah Höch, Wilhelm Morgner, Albert Müller, Renée Sintenis, Magnus Zeller und Eberhard Viegener.
Gezeigt wird u.a. das großformatige Aquarell „Blaue Berge“ (1925) von Erich Heckel. Heckels gesamtes malerisches Werk ist stark vom Zeichnerischen geprägt. Er greift in den Jahren nach der "Brücke" und dem Ersten Weltkrieg auf seine profunden zeichnerischen Fähigkeiten zurück. Er entwickelt in der Folge neben den Aquarellen eine Mischtechnik, die in erster Linie auf der Zeichnung beruht. Aquarell und Bleistift ergänzen sich hier in einer Weise, die weit über den technischen Begriff der aquarellierten Zeichnung hinausgeht. Er sucht in seinen Landschaftsdarstellungen sowohl topografische Treue als auch die Wiedergabe einer gewissen Stimmung, die ihn in diesem Augenblick bewegt. Das Figürliche, das früher eine so große Rolle spielte, wird nun zur Nebensache. Das vorliegende zartfarbige Aquarell reiht sich ein in den Kontext dieser Landschaftsbilder, die sich von seinem expressionistischen Werk unterscheiden. Heckel wählt große Papierformate für die fast immer panoramaartig gesehenen Landschaften, damit er auch mit der Technik des Aquarells eine gewisse Monumentalität darstellen kann. Die besondere Wirkung auf den Betrachter verfehlen sie nicht.
Besuchen Sie den Kunsthandel | Henneken auf der Art & Antik Messe in Münster oder in der Galerie in Bad Iburg.











