(openPR) "Gedichte?" "Nein, danke, lese ich nicht. Moderne Lyrik verstehe ich nicht. Früher hatten Gedichte feste Formen und haben sich gereimt. Heute sind die Formen gesprengt. Alles scheint möglich. Oft lässt sich Lyrik kaum von Prosa unterscheiden. Gedichte soll man dann wie Rätsel aufdröseln. Dazu hab ich keine Lust." - Eine leider weit verbreitete Meinung.
Veehrte Leserinnen und Leser, auch zeitgenössische Lyrik kann man mit Genuss lesen. Ich möchte mein Buch deshalb mit ein paar Hinweisen einleiten. Ein Frau und ein Mann tauschen Ihre Gedichte aus. Sie beschreiben Meinungen, Natureindrücke, zufällige Stimmungen und enthüllen zunehmend ihre eigenen Gefühle. Eine vielschichtige Beziehung entwickelt sich. Diese möchte ich grob skizzieren.
Zum ersten Male begegneten sich Daphne und André auf einer öffentlichen Veranstaltung. Daphne erfährt, dass André Literaturkritiker einer bekannten Zeitung ist und schickt ihm drei Gedichte. André, ein typisch arroganter Berufsliterat, hält wenig von schreibenden Hausfrauen, die ihren Frust in Versen ergießen. Er antwortet ihr mit dem ironischen Gedicht „Kunst“
Autor: Linhart, Gundel
Gedichte zwischen Kunst und Zweifel
Taschenbuch - 175 Seiten,
9 Fadengrafiken von Isabel Hannig













