(openPR) Am 8. März ist Internationaler Weltfrauentag – Sarasota County an der Westküste Floridas präsentiert sich mit stark weiblichen Zügen
München, 14. Januar 2019. Es ist ein Wahrzeichen, und es ist weiblich! Die Sehenswürdigkeiten einer Stadt entwachsen nicht einfach so dem Erdboden, sie entspringen einer Idee und einer Vision. Und hinter fünf der berühmtesten Attraktionen Sarasotas steht geballte Frauenpower: Das Mote Marine Laboratory & Aquarium, Ringling Art Museum, die Booker Schulen, Marie Selby Botanical Gardens sowie der Myakka State Park sind Resultate femininer Missionen, entstanden, um die Region an der Golfküste Floridas so zu formen, wie sie heute ist – und wie sie morgen sein wird.
Die Haiflüsterin
Eugenie Clark, bekannt als die „Shark Lady”, war eine Pionierin auf dem Gebiet der Meeresbiologie und der Erforschung von Haifischen. Es war ihre unstillbare Neugier und ihr fester Wille, der schließlich zur Gründung des Mote Marine Laboratory & Aquarium führte und den Weg für weibliche Wissenschaftler ebnete. Inspiriert von der Frau, die die Welt bereiste, ganze Bücher schrieb, unbekannte Spezies erforschte und Barrieren auf ihrer Weltreise durchbrach, betreibt das Mote heute den Gills Club, eine Initiative, die Mädchen für Haie, Natur und Umwelt begeistern will und ihnen die Möglichkeit gibt, sich in verschiedenen Projekten zu engagieren. Knallhart mit Krückstock: Eugenie Clark ging noch an ihrem 92. Geburtstag auf Tauchstation mit ihren so geliebten Raubtieren – eine Visionärin, die ihrem Titel selbst in unergründeten Tiefen gerecht wird.
Der Engel der Erziehung
Zu einer Zeit, als Rassentrennung normal und Bildung für farbige Kinder minimal oder nicht existent war, kam ein Engel nach Sarasota. Getrieben von starker Willenskraft ebnete Emma Edwina Booker den Schulweg für zahlreiche benachteiligte Mini-Einwohner und nahm sich derer mit der Eröffnung eines Gymnasiums 1918 als Rektorin und Lehrerin an. 17 Jahre später, ungeachtet aller Hürden, schaffte sie eine Highschool in Sarasotas afrikanisch-amerikanischer Gemeinde Newtown. Wissbegierig verfolgte Booker auch noch ganz nebenbei einen persönlichen Wunsch und kämpfte um ihren eigenen Bachelor Titel – 50 lange Jahre später hatte sie das Dokument im Ranzen. Heute tragen drei Schulen ihren Namen: Die Emma E. Booker Elementary, Booker Middle School und Booker High School. Ein Name, den sich jede Schule stolz auf das Titelschild schreiben würde – als Hommage an Bookers Erbe, an den Kampf, dem sie sich stellte, und an ihren unermüdlichen Glauben daran, dass jeder Schüler eine so gute wie gerechte Ausbildung verdient.
Die Gesellschafterin mit Glanz und Gülle
Beim Besuch des Myakka River State Park oder des Historic Spanish Point wird schnell klar: Es ist unmöglich, die Schönheit der Natur mit nur einem Augenschlag einzufangen. Doch die Person hinter diesen Ländern versteckt sich in den Schatten der Bäume. Bertha Palmer, international bekannt, zu Lebzeiten eingehüllt in Pelz und Juwelen, stets präsent in Chicagos Schickeria und per Du mit den Royals, schien nach außen hin nicht unbedingt die Art von Frau, die ein Wandermekka schafft. Aber Menschen können überraschen – und Bertha Palmer mit den vielen Gesichtern war eine von ihnen. Zu einer Zeit, als Frauen unterdrückt wurden und Männer die Entscheidungen trafen, erwarb Palmer auf eigene Faust eine exorbitant große Fläche Land in Sarasota und wurde zur treibenden Kraft in der Vieh- und Zitrusindustrie. In ihren 60ern, gerade verwitwet, verkaufte sie ihre glänzenden Diademe, holte sich von dem Geld Stiefel für den Stall und konzentrierte sich fortan auf das Wesentliche: Die Verbesserung der Viehzucht und die Vision, als Frau gehört zu werden – auch und vor allem von den Männern auf dem Feld, die nicht zuhören wollten. Sie überzeugte ihre wohlhabenden Freundinnen, in Sarasota zu überwintern, gemeinsam schufen sie Viehzäune und Uferdämme. Palmer stand für ihre Mitarbeiter und deren Rechte ein, gab ihr Dasein in Glanz und Glamour auf. Ein großer Teil des Landes wurde schließlich zum Myakka River State Park sowie zu drei der Gärten des Historic Spanish Point. Durch Bertha Palmers Unterstützung konnten Farmen und Felder gedeihen, der Tourismus nahm zu – letztendlich hinterließ sie nicht nur Land, sondern den Grund für viele Menschen, in Sarasota Urlaub zu machen.
Die Gärtnerin mit Hang zur Geschwindigkeit
Eine Reise durch das Land. Sneaker an den Füßen. Die Hände voller Schmutz. Klingt ein bisschen zu modern für eine Frau aus einem knapp 100 Jahre früheren Amerika. Doch neben ihrem wohlhabenden Ehemann und dem gesellschaftlichen Auftreten, welches schlichtweg von ihr erwartet wurde, verfolgte Marie Selby stets Individualität und Unabhängigkeit. Sie lehnte es ab, glamouröse Galaabende zu veranstalten, stattdessen zog es sie nach draußen in die Natur zum Gärtnern, Wandern, Bootfahren. Die erste Frau, die mit dem Auto das Land überquerte, gründete den Sarasota Garden Club, welcher heute immer noch floriert. Ihre Selby Foundation konzentriert sich indes auf Bildung und unterstützt Jugend und Zukunft Sarasotas. Kurz vor ihrem Tod schenkte Marie Selby ihr Zuhause und ihre Gärten, sprich, ihre lebenslange Leidenschaft, der Öffentlichkeit, damit ihre Liebe zur Natur auf ewig weiterlebt.
Der Einfluss liegt im Detail
Irgendwie scheint Mable Ringling sowohl Zwilling als auch das absolute Gegenteil von Marie Selby. Während Marie einem sparsamen, zurückhaltenden Lebensstil folgte, lebten Mable und ihr Ehemann John Ringling ihren Wohlstand in vollen Zügen aus. Stets füllten Reisen, Kunst und Partys den Kalender der Ringlings. Und obwohl John immer der eigentliche Star war, hatte Mable doch die Strippen fest in ihrer Hand. Passend hier ein Zitat aus dem Film My Big Fat Greek Wedding: „Der Mann mag der Kopf des Hauses sein, die Frau aber ist der Hals. Und der Hals kann den Kopf hindrehen, wohin er will.“ Tatsächlich war es John Ringling, der Sarasota formte, doch Mable setzte mit ihrer Kunst und ihren Gärten die entscheidenden Akzente in und für die Region. Der Name ihres Hauses Ca d’Zan bedeutet übersetzt so viel wie „Haus des John“, doch auf den Entwürfen stand „Mrs. John Ringlings Haus“. Sie war der Boss, diejenige, die jedes Element fest im Blick hatte – von den Fliesen bis zum Lehm. Was heute die Norm ist, war damals einzigartig. Und es brauchte nicht nur eine starke Persönlichkeit, um als Frau gehört zu werden, sondern auch ein kräftiges Rückgrat sowie einen zähen Charakter, um die Person sein zu können, die Mable Ringling war. Die Museen, Gärten sowie ihr Zuhause zeugen noch heute von dem Einfluss, den diese Frau auf Sarasota hatte.
Vergangenes ist Gegenwart
Auch heute leben viele moderne Frauen mit Einfluss in Sarasota – Lisa Carlton, Shirley Brown, Dr. Sarah Pappas, Dr. Laurey Stryker und Katherine Harris, um nur einige zu nennen. Eine Region in der Hand von Frauen. Eine Region mit Einfluss.













