openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Strafrechtsparagraph § 217 verletzt Freiheitsrecht

06.12.201817:29 UhrVereine & Verbände

(openPR) DGHS zum 70-jährigen Bestehen der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen
------------------------------

Das 70-jährige Bestehen der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen ist ein Anlass, Bilanz zu ziehen: Sind die Menschenrechte, wie sie die Deklaration fordert, umgesetzt - weltweit oder zumindest in den Staaten, die die Deklaration 1948 unterschrieben haben? Das ist längst nicht der Fall, auch in Deutschland nicht, betont Professor Dr. Dr. h. c. Dieter Birnbacher, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V..

Ein Beispiel ist der 2015 eingeführte Strafrechtsparagraph § 217. Er verletzt das in Artikel 3 der Menschenrechtserklärung postulierte Freiheitsrecht, indem er es dem Einzelnen verbietet, bei schwerer und unheilbarer Krankheit oder in anderweitigen als unerträglich empfundenen irreversiblen Leidenszuständen sein Leben freiverantwortlich und mit sachkundiger Hilfe zu beenden. Patienten, denen es wichtig ist, ihr Lebensende selbstbestimmt zu gestalten, können nicht mehr darauf hoffen, einen Arzt zu finden, der ihr Vorhaben unterstützt. Unter dem Damoklesschwert des § 217 StGB ist bereits eine ergebnisoffene Kommunikation über das Wie und Wann des Sterbens zwischen Arzt und Patient massiv erschwert.

Das Recht auf einen selbstbestimmten Tod ist ein Menschenrecht, so Birnbacher. Das hat ins-besondere der Europäische Gerichtshof für Menschenrecht in Straßburg klar festgestellt. In der Begründung seines Urteils im Verfahren Haas gegen die Schweiz von 2011 heißt es u. a.: "Der Gerichtshof hält das Recht eines Individuums, zu entscheiden, auf welche Weise und in welchem Zeitpunkt sein Leben beendet werden soll, sofern es in der Lage ist, seine diesbezügliche Meinung frei zu bilden und dementsprechend zu handeln, für einen der Aspekte des Rechts auf Achtung des Privatlebens im Sinne von Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention."




------------------------------

Pressekontakt:

Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V.
Frau Wega Wetzel M. A.
Kronenstr. 4
10117 Berlin

fon ..: 0 30/21 22 23 37-22
web ..: http://www.dghs.de
email : E-Mail

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1029735
 677

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Strafrechtsparagraph § 217 verletzt Freiheitsrecht“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben e. V.

Betroffene von ME/CFS wollen mehr Aufklärung und Forschung
Betroffene von ME/CFS wollen mehr Aufklärung und Forschung
DGHS e. V. und PIEr e. V. stellen bei Pressekonferenz Forderungen an Politik und Gesundheitssystem Auf einer Pressekonferenz in Berlin am 27.11.2025 wies DGHS-Präsident RA Prof. Robert Roßbruch darauf hin, dass es in letzter Zeit bei den Anträgen auf Vermittlung einer ärztlichen Freitodbegleitung zu einer auffälligen Häufung sehr junger Menschen kam, die nach Jahren des Leidens an der Krankheit ME/CFS keinen anderen Ausweg als die Suizidhilfe sehen. Von den acht Anträgen auf Vermittlung einer Freitodbegleitung wurden nach sorgfältiger Prüfu…
Suizidhilfe-Zwischenbilanz zum ersten Halbjahr 2024
Suizidhilfe-Zwischenbilanz zum ersten Halbjahr 2024
DGHS-Präsident RA Prof. Robert Roßbruch zur Rolle der professionellen Freitodbegleiter Wenige Tage vor Beginn der Parlamentarischen Sommerpause zieht RA Prof. Robert Roßbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V., eine Zwischenbilanz für das Jahr 2024: "Im ersten Halbjahr 2024 wurden 290 von der DGHS vermittelte Freitodbegleitungen durchgeführt." Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2023 fanden insgesamt 419 von der DGHS vermittelte Freitodbegleitungen statt. Im Vorjahr waren es 229 gewesen. Das Alter, in dem ei…

Das könnte Sie auch interessieren:

Ärztliche Maßnahmen gegen den Willen des Betreuten
Ärztliche Maßnahmen gegen den Willen des Betreuten
… Nr. 1 BGB - Suizidgefahr, erhebliche Gesundheitsbeschädigung - gebunden ist, kommt dem Verhältnismäßigkeitsprinzip als notwendigem Korrektiv für die Eingriffe in das Freiheitsrecht des Betroffenen besondere Bedeutung zu. Der drohende Gesundheitsschaden muss stets so gewichtig sein, dass er den mit der beabsichtigten Unterbringungsmaßnahme verbundenen …
Bild: Alexander Schreiber diskutiert im Liberalen Club Bergisch Gladbach über EU-PolitikBild: Alexander Schreiber diskutiert im Liberalen Club Bergisch Gladbach über EU-Politik
Alexander Schreiber diskutiert im Liberalen Club Bergisch Gladbach über EU-Politik
… zu diskutieren. Alexander Schreiber, Europa-Kandidat der Kreis-FDP, stimmte die Anwesenden auf die Europawahl am 07. Juni ein. Für ihn steht Europa vor allem für Freiheitsrecht, Frieden und Marktwirtschaft im gemeinsamen Binnenmarkt. „Bei 27 Ländern brauchen wir einheitliche Regeln für einen gesunden Wettbewerb in diesem großen Wirtschaftsraum. Dafür …
Bild: Kuttenverbot auf Kirmes rechtmäßigBild: Kuttenverbot auf Kirmes rechtmäßig
Kuttenverbot auf Kirmes rechtmäßig
… Motorradgruppen, darunter die Hells Angels und die Bandidos, verboten wurde. Ein Mitglied der „Freeway Riders MC“ machte geltend, dass dieses Verbot ihn in seinem Freiheitsrecht verletze. Das sah das Verwaltungsgericht anders, betonte aber, dass es in diesem Eilverfahren auch nur grob die Interessen gegeneinander abwägen könne. Gegen diese Eilentscheidung …
DGHS zum 70-jährigen Bestehen der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen
DGHS zum 70-jährigen Bestehen der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen
… betont Professor Dr. Dr. h. c. Dieter Birn-bacher, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V.. Ein Beispiel ist der 2015 eingeführte Strafrechtsparagraph § 217. Er verletzt das in Artikel 3 der Menschenrechtserklärung postulierte Freiheitsrecht, indem er es dem Einzelnen verbietet, bei schwerer und unheilbarer Krankheit oder …
Bild: SleepWELL-Gründerin zum Weltschlaftag und zum gleichzeitigen Tag des GlücksBild: SleepWELL-Gründerin zum Weltschlaftag und zum gleichzeitigen Tag des Glücks
SleepWELL-Gründerin zum Weltschlaftag und zum gleichzeitigen Tag des Glücks
… eines entspannenden Schlafes und die Folgen von Schlafstörungen hinzuweisen. Der Internationale Tag des Glücks wurde 2012 durch die UN beschlossen, um auf die Bedeutung von Glück und Wohlbefinden aufmerksam zu machen. In den USA findet sich das Streben nach Glück als individuelles Freiheitsrecht in der Unabhängigkeitserklärung, Pursuit of Happiness.
Bild: BVerfG-Urteil macht Weg für ärztliche Sterbehilfe frei!
BVerfG-Urteil macht Weg für ärztliche Sterbehilfe frei!
… Einzelnen über sein Lebensende frei bestimmen zu dürfen nicht nur unheilbar Kranken, sondern jedermann zubilligt. Dies ist ein wichtiger Fingerzeig an den Gesetzgeber, der sich vom Freiheitsrecht des Einzelnen entfernt hat und Bürgerrechte einschränken wollte: Der Staat darf das Recht des Bürgers nicht in der Weise aushöhlen, dass es gar nicht mehr ausgeübt …
Bild: Oliver Jordan-Benefiz-Kunstwerk: Heinrich Böll-Portät für guten ZweckBild: Oliver Jordan-Benefiz-Kunstwerk: Heinrich Böll-Portät für guten Zweck
Oliver Jordan-Benefiz-Kunstwerk: Heinrich Böll-Portät für guten Zweck
… COLONIA- ein menschwenwürdiges Haus in Köln, ein Porträt erstellt, dass jetzt in einer Auflage von 100 Exemplaren als Siebdruck mit 9 Farben herauskam. Titel "Widerstand ist ein Freiheitsrecht". Das 80 x 60 cm große Werk des früheren Beuys-Meisterschülers ist auf Pappe gedruckt und kostet 490 €. Ein Großteil des Erlöses (über 66 Prozent) kommen den zuvor …
Bild: 100 Jahre Heinrich Böll-Homage Sonderedition von Oliver Jordan für gute ZweckeBild: 100 Jahre Heinrich Böll-Homage Sonderedition von Oliver Jordan für gute Zwecke
100 Jahre Heinrich Böll-Homage Sonderedition von Oliver Jordan für gute Zwecke
Der ehemailge Meisterschüler von Joseph Beuys, Oliver Jordan, erstellte einen siebenfarbigen Siebdruck auf Karton "Widerstandsrecht ist ein Freiheitsrecht. Format 80 x 60 Zentimeter, Auflage 100, handsigniert, datiert und nummeriert. Der Erlös kommt zu einem Drittel dem Heinrich-Böll-Cottage in Irland und einem Drittel dem Verein Kunst hilft geben für …
Bild: Zweifel an neuem EU-Recht keimen nach erneutem Sexuellen MissbrauchBild: Zweifel an neuem EU-Recht keimen nach erneutem Sexuellen Missbrauch
Zweifel an neuem EU-Recht keimen nach erneutem Sexuellen Missbrauch
… haben wir uns zur Neuregelung der Sicherungsverwahrung gefragt: „Haben denn die Opfer kein Recht auf körperliche wie seelische Unversehrtheit und warum scheint das Freiheitsrecht von gefährlichen Verbrechern über diesem zu stehen?“ Leider bestätigte sich das, was wir bereits damals vermuteten, zwei aufgrund der neuen Regelungen aus der Sicherungsverwahrung …
Bild: Oliver Jordan "Augenblicke - Homage an Heinrich Böll" - Kulturkirche OstBild: Oliver Jordan "Augenblicke - Homage an Heinrich Böll" - Kulturkirche Ost
Oliver Jordan "Augenblicke - Homage an Heinrich Böll" - Kulturkirche Ost
… bis samstags von 17 bis 20 Uhr. Eintritt frei. Am Samstag, 10 Juni 2017, 19 Uhr wird Katja Backhaus, politische Philosophin zum Thema „Widerstandsrecht ist ein Freiheitsrecht“ sprechen. & Schaupielerin Claudia Gahrke liest Auszüge aus dem noch unveröffentlichten Kriegstagebuch von Heinrich Böll , seine Erzählung "Die schwarzen Schafe", das Gedicht …
Sie lesen gerade: Strafrechtsparagraph § 217 verletzt Freiheitsrecht